+
Die goldene Amtskette schmückt derzeit Oberbürgermeister Peter Feldmann. Elf Gegenkandidaten haben es auf sie abgesehen.

OB-Wahl

Briefwahl beginnt schon am 15. Januar

  • schließen

Acht Wochen vor der Oberbürgermeisterwahl stehen die Kandidaten offiziell fest: Der Kreiswahlausschuss hat am Freitag zwölf Bewerber zugelassen. Die rund 503 000 Wahlberechtigten können schon ab Mitte Januar abstimmen. Dann öffnen die Briefwahllokale.

Es hätte die „Wilde 13“ werden können. Doch der Musiker Stefan Hantel („Shantel“) reichte seine angekündigte Bewerbung für das Amt des Oberbürgermeisters gar nicht erst ein. Und so hatte der Kreiswahlausschuss unter dem Vorsitz von Wahlleiterin Regina Fehler am Freitag nur über zwölf Kandidaturen zu entscheiden. Formfehler wurden nicht moniert, so dass bei der tatsächlich zwölf Namen auf dem Stimmzettel stehen werden – so viele wie noch nie.

Deutlich gestiegen ist auch die Zahl der Wahlberechtigten. Rund 503 000 Frankfurter dürfen ihre Stimme abgeben, das sind etwa 40 000 mehr als bei der letzten OB-Wahl vor sechs Jahren. Mit dabei sind auch rund 80 000 EU-Bürger ohne deutschen Pass. Wahlberechtigt ist, wer spätestens am 25. Februar 2000 geboren wurde und seit mindestens drei Monaten seinen Hauptwohnsitz in Frankfurt hat.

Genaue Zahlen stehen erst am 14. Januar fest, wenn das Wählerverzeichnis festgelegt wird. Bereits am Tag darauf beginnt die Briefwahl. Wahlberechtigte können dann im Wahlamt (Zeil 3) oder im Bürgeramt Höchst (Dalbergstraße 14) einen Stimmzettel bekommen und diesen auch sofort ausfüllen. Die Briefwahlunterlagen können aber auch schriftlich oder online beantragt werden. Bis zum 4. Februar sollten die Wahlbenachrichtigungen in den Briefkästen sein.

Bei der letzten OB-Wahl 2012 nutzten 7,6 Prozent der Wähler die Möglichkeit, ihre Stimme bereits vor dem Wahlsonntag abzugeben. „Aber die Briefwahl gewinnt immer mehr an Bedeutung“, weiß Hans-Joachim Grochocki vom Wahlamt. Insgesamt aber ist das Interesse an der OB-Wahl gering. 2012 bestimmten nur 37,5 Prozent der Wahlberechtigten das Stadtoberhaupt.

Der Wahlausschuss hatte nicht nur über die Zulassung der Kandidaten zu entscheiden, sondern auch über die Reihenfolge, in der sie auf dem Stimmzettel erscheinen. Bei den Bewerbern, die von Parteien aufgestellt wurden, die im Stadtparlament vertreten sind, ist das einfach. Die Reihung richtet sich in diesem Fall nach der Stimmenzahl der letzten Kommunalwahl. Bei den sechs parteiunabhängigen Einzelbewerbern wurde per Los entschieden. In dieser Reihenfolge stehen die Kandidaten auf dem Stimmzettel:

1. Bernadette Weyland (CDU)

2. Peter Feldmann (SPD)

3. Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne)

4. Janine Wißler (Linke)

5. Nico Wehnemann (Die Partei)

6. Michael Weingärtner (Freie Wähler)

7. Ming Yang

8. Volker Stein

9. Felicia Herrschaft

10. Karsten Schloberg

11. Juli Wünsch

12. Hein Fischer

Elf Bewerber haben ihren Wohnsitz in Frankfurt, was aber keine Voraussetzung für eine Kandidatur ist. Deshalb darf auch Hein Fischer antreten, der in Gangelt bei Aachen wohnt.

Wer am 25. Februar seine Stimme im Wahllokal abgeben will, muss sich in der Regel nicht umstellen. Nur drei Wahllokale in Preungesheim, im Gallus und im Europaviertel haben sich geändert. Das Wahlamt sucht übrigens noch ehrenamtliche Helfer für die Wahlvorstände. Interessenten können sich unter Telefon (069) 212-40 400 melden. Sie sollten aber nicht nur am 25. Februar Zeit haben, sondern auch am 11. März. Denn an diesem Tag ist die Stichwahl, wenn im ersten Wahlgang kein Kandidat mehr als 50 Prozent der Stimmen bekommt.

(mu)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare