Nur das Geländer ist noch zu streichen, ansonsten sind drei von vier Brücken, die neu errichtet werden, schon fertig. Foto: Holger Menzel
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Nur das Geländer ist noch zu streichen, ansonsten sind drei von vier Brücken, die neu errichtet werden, schon fertig.

Ostend: Parksanierung

Brücken im Bürgergarten werden erneuert

  • Matthias Bittner
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Die 1951 errichteten Bauwerke sind marode. Kosten betragen 60 000 Euro.

Alles neu macht der Mai heißt es im Volksmund. Im Fall des Ostparks stimmt das für 2021 sogar. Denn voraussichtlich im Wonnemonat soll auch die letzte von insgesamt vier Brücken, die im dortigen Bürgergarten neu gebaut werden müssen, fertig sein. "Die Arbeiten sind stark witterungsabhängig", sagt Michaela Kraft, Leiterin des Amtes für Straßenbau und Erschließung, und hofft auf milde Temperaturen.

Denn anders als bei den bereits fertiggestellten Holzbrücken, deren Fundamente noch weitgehend intakt gewesen seien und nur gereinigt und an einigen wenigen Stellen etwas ausgebessert werden mussten, ist beim noch ausstehenden Bauwerk zunächst ein tragender Unterbau zu gießen. Die Kosten für den Bau der vier Brücken betragen laut Kraft rund 60 000 Euro.

Holzkonstruktionen waren verfault

Ein Neubau war jeweils erforderlich geworden, weil die Holzkonstruktionen komplett verfault gewesen seien. "Die Holzbrücken wurden in den vergangenen Jahrzehnten zwar mehrfach saniert und umgebaut. Aber jetzt war nichts mehr zu retten", sagt Michaela Kraft über den Zustand der um 1951 errichteten vier Brückenbauten. Als reine Fußgängerbrücken müssten sie ein Mindestgewicht von 500 Kilogramm pro Quadratmeter aushalten. Nur eine der vier Brücken ist befahrbar und für ein 3,5 Tonnen schweres Fahrzeug ausgelegt - Mitarbeiter des Grünflächenamtes müssten zur Pflege der Pflanzen schließlich den Bürgergarten erreichen.

Begonnen haben die Arbeiten nach Angaben von Michaela Kraft Ende vergangenen Jahres. Weil der Bürgergarten unter Denkmalschutz steht, sei zuvor die Planung in enger Kooperation mit dem Denkmalamt der Stadt Frankfurt erfolgt. Die ursprünglichen Brücken waren komplett aus Holz, weshalb es immer wieder Reparaturbedarf gegeben habe. Damit die neuen Bauwerke langlebiger und pflegeleichter sind, wurden nun die tragenden Teile aus verzinktem Stahl hergestellt, darauf wurden Kunststoffbohlen in Holzoptik befestigt. "Um den Charme der Brücke nicht zu zerstören, sind die Geländer aus Holz nachgebaut. Hier wurde sehr haltbare Douglasie verwendet", sagt Michaela Kraft. Die Brückengeländer sind bereits montiert, aber noch nicht in der endgültigen Farbe gestrichen.

Die Maße der Brücken sind unverändert geblieben, sie sind alle rund zwei Meter lang und zwischen anderthalb und vier Meter breit. Schwierigkeiten sind bislang während der Bauphase nicht aufgetreten, alles sei unproblematisch verlaufen. Ausgeführt werden die Arbeiten laut Kraft von einer privaten Baufirma. Die sei über eine Ausschreibung zur Instandsetzung von Brücken vom Amt für Straßenbau und Erschließung beauftragt worden.

Das ASE ist laut Kraft in Amtshilfe für das Grünflächenamt tätig, da es sich um Brückenbauwerke handelt. Die Finanzierung indes erfolge über das Grünflächenamt. Wenn das Wetter mitspielt, können Spaziergänger im Mai wieder direkt vom Eingang "Schwedlerbrücke" den Bürgergarten erreichen. Dort wird die letzte der vier Brücken in den kommenden drei Monaten neu errichtet. Matthias Bittner

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