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Brückenbauverein will Rathausspitze rekonstruieren

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Kaum ist die neue Altstadt eröffnet, schmieden die Beteiligten an dem Prestige-Projekt auch schon neue Pläne. Der „Lange Franz“, wie der nördliche Turm des Rathauses im Volksmund heißt, soll seinen Hut zurückbekommen.

Es ist einer der Momente, in denen das Publikum in der Paulskirche spontan applaudiert. „Das Frankfurter Rathaus“, sagt der Festredner zur Altstadteröffnung, Architekt Christoph Mäckler, „ist eine Kriegsruine. Den Türmen fehlen die Spitzen – und wir sollten dies beenden.“ Der Applaus macht deutlich: Mäckler ist nicht der einzige, der das ursprünglich spitze Dach des „Alten Franz“ vermisst. Die Idee, dem nördlichen Rathausturm sein Dach zurückzugeben, ist nicht neu. Seit gestern aber hat sie prominente Fürstreiter.

Zusammengetrommelt hat sie der Brückenbauverein um Architekt Mäckler. Der Zeitpunkt könnte kaum günstiger sein, scheint doch ganz Frankfurt geradezu verzaubert von der rekonstruierten Altstadt. Tatsächlich zählt so mancher, der sich bereits um die Altstadt verdient gemacht hat, zu den Unterstützern der neuen Initiative.

Da ist Oberbürgermeister Peter Feldmann, da sind Ehrenbürgerin Petra Roth, Eintrachtpräsident Peter Fischer, Stadthistoriker Björn Wissenbach, Primus-Linien-Chefin Marie Nauheimer, Brezelbub Wölfi alias Wolfgang Holzer und viele mehr. Sie alle werben dafür, dem „Langen Franz“ seinen Hut zurückzugeben. Denn, so lautet ein Slogan der Kampagne: „Damit hat jeder Frankfurter was am Hut.“ Und deshalb geht jetzt auch der „Hut rum“: Der Verein sammelt Spenden für die Rekonstruktion.

(stef )

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