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Kritiker eröffneten gestern vor der ABG-Zentrale die Kampagne ?Eine Stadt für alle! Wem gehört die ABG??

ABG Holding in der Kritik

Bündnis startet Kampagne gegen Wohnungsgesellschaft

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Die ABG Holding hat den sozialen Wohnungsbau in Frankfurt mitgeprägt, doch kritisieren einige stadtpolitischen Initiativen, Stadtteilgruppen, Studenten und Mieterorganisationen das Wirken der

Die ABG Holding hat den sozialen Wohnungsbau in Frankfurt mitgeprägt, doch kritisieren einige stadtpolitischen Initiativen, Stadtteilgruppen, Studenten und Mieterorganisationen das Wirken der städtischen Wohnungsbaugesellschaft seit einiger Zeit sehr scharf. Die gewichtigsten Vorwürfe lauten, dass die ABG nahezu ausschließlich Luxuswohnungen baue, Gentrifizierung vorantreibe und Menschen systematisch durch überhöhte Mieten aus ihren Wohnungen und Vierteln verdränge.

Vor rund sechs Monaten formierte sich ein Bündnis aus ABG-Kritikern, welches eine Reihe von Forderungen an die Wohnungsbaugesellschaft und die Stadt Frankfurt formulierte. Gestern eröffneten die Aktivisten ihre Kampagne „Eine Stadt für alle! Wem gehört die ABG?“ und trugen ihren umfangreichen Forderungskatalog vor der ABG-Zentrale bei einer Pressekonferenz rund 100 Zuhörern vor.

„Unbefristeter und bedingungsloser Mietenstopp“, verlangen die Aktivisten in ihrem Katalog von der ABG, oder „Keine Privatisierung von Wohnraum oder Grundstücken aus dem Bestand“. Auch fordert das Bündnis: „Mieterhöhungen sind nur dann möglich, wenn die betroffenen Mieter zustimmen“, sowie die „Senkung überhöhter Mieten“. Die Kampagne wird von nun an regelmäßig öffentlich in Aktion treten. Die Aktivisten planen Spaziergänge durch verschiedene Frankfurter Viertel, Vorträge von Spezialisten sind vorgesehen, wie auch eine symbolische Übernahme des Bockenheimer Campus am Dienstag, 28. April. „Wir werden an diesem Tag ein Manifest verlesen“, sagte ein Sprecher. Die ABG argumentiert dagegen: Um den Bestand von rund 50 000 Wohnungen zu sichern, zu modernisieren und instand zu halten, sei man auf Kapital angewiesen. Im Gegensatz zur Annahme des Bündnisses, Gelder durch Mieterhöhungen zu erwirtschaften, generiert die ABG nach eigenen Angaben Gewinne hauptsächlich aus der Vermietung von Gewerbeobjekten. Die Durchschnittsmiete in den Objekten der ABG beträgt zurzeit 7,50 Euro kalt.

(cp)

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