Beide Daumen hoch: Mit ihrem hessischen Programm hat Woody Feldmann schon das New Yorker Publikum begeistert.
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Beide Daumen hoch: Mit ihrem hessischen Programm hat Woody Feldmann schon das New Yorker Publikum begeistert.

Bütt, Oper, Comedy: Auf Woody Feldmanns Mundwerk ist Verlass

  • vonEnrico Sauda
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Ihr Taufname gefiel ihr ganz und gar nicht. Deshalb kämpfte Woody Feldmann lange, um ihren Künstlernamen auch zu ihrem richtigen zu machen.

Ihr Taufname gefiel ihr ganz und gar nicht. Deshalb kämpfte Woody Feldmann lange, um ihren Künstlernamen auch zu ihrem richtigen zu machen. „Ich hieß so ähnlich wie ,sei so gut’“, lacht die 43-jährige Hessin, die mit ihrem kleinen Leib, ihrer großen Seele und ihrem noch um ein Vielfaches größeren Mundwerk Comedian mit Haut und Haaren ist.

„Wie ich früher hieß, kommt mir nicht über die Lippen“, sagt das 1,58 Meter hohe Komik-Kraftpaket, das am kommenden Montag in der Reihe „Sommernächte“ in der Friedberger Warte auftritt.

Inzwischen ist ihr neuer Name zur Marke geworden. Kein Wunder: Schließlich ist Feldmann, die ursprünglich Einzelhandelskauffrau lernte und ausgebildete Fotografin ist, seit 27 Jahren im Unterhaltungsgeschäft. Und sie hat lange nicht genug davon. Im Gegenteil. „Auch wenn’s platt klingt: Es gibt nichts Schöneres, als den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern“, sagt die Frau, die nicht nur viel Sinn für Humor hat, sondern auch viel Stimme. „Ich war ein Jahr lang Tenor an der Braunschweiger Oper.“

Doch angefangen hat alles mit der Fastnacht. „Ich war die jüngste Büttenrednerin“, sagt sie. Warum Sie diesen beruflichen Weg einschlug, ist klar: „Ich war immer schon ein sehr mittelpunktbezogener Mensch.“ Am liebsten hat die quirlige Dame es, wenn der Fokus der Aufmerksamkeit auf sie gerichtet ist. Das geschieht mindestens zweimal wöchentlich in Riedstadt bei Darmstadt, im eigenen Theater, das 120 Plätze hat „und seit einem Jahr stets ausverkauft ist, obwohl ich keine Werbung mache“, so Feldmann, die sich als Mischung aus Woody Allen und Marty Feldman sieht und von Peter Wunderlich , dem Schwiegersohn des berühmten Tenors Fritz Wunderlich , entdeckt wurde. Sie weiß noch genau, wie. „Ich habe mich damals über meine Autoversicherung aufgeregt und ein komplettes Lokal unterhalten.“

Es folgten sogar Auftritte in New York und vor dem Louvre – auch da mit ihren hessischen Programmen. Ihr größtes Engagement war 1992 in Deutschland vor 17 000 Zuschauern – „mit der Band ,Caught in The Act’ als Vorgruppe“. In der Friedberger Warte wird’s kleiner, aber es gibt noch Karten für Montag um 19.30 Uhr – unter .

(es)

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