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Kontroverse Diskussionen um 10-Euro-Döner: „Muss man eben selber kochen“

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Von: Sebastian Richter

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In Frankfurt kostet ein Döner in einem Geschäft inzwischen zehn Euro. Sind Kunden bereit, diesen Preis zu zahlen?

Frankfurt – „Früher hat eine Kugel Eis noch 50 Pfennig gekostet!“ Diese Aussage in verschiedenen Varianten hat wohl jeder schon gehört. Alltagstauglich und breit bekannt ist der Eispreis ein wichtiges Maß, an dem Verbraucher die Auswirkungen der Inflation festmachen, denn die spürbare Preissteigerung wird daran besonders gut deutlich. Der nostalgische Rückblick auf frühere Zeiten macht die Kostenentwicklung anschaulicher als stumpfe Zahlen.

Eine weitere gute Marke ist der Preis für einen Döner. In Frankfurt hat der Dönerpreis die Schallmauer von 10 Euro überstiegen – jedenfalls sieht sich der Besitzer eines beliebten Dönerladens zu der markanten Preiserhöhung gezwungen. Während der Besitzer laut eigener Ansage nicht bemerkt hat, dass seitdem weniger Kunden kommen, sind die Reaktionen in den sozialen Medien gespalten.

Ein Döner für zehn Euro: In Frankfurt ist das inzwischen Realität. (Symbolfoto)
Ein Döner für zehn Euro: In Frankfurt ist das inzwischen Realität. (Symbolfoto) © Sven Hoppe/dpa

Döner für 10 Euro in Frankfurt: Auch für die Kunden geht es ums Überleben

Eine Nutzerin zeigt Verständnis für die Preiserhöhung. „Genau wie bei Privathaushalten auch steigen deren Energiepreise, deswegen legen sie es auf die Kunden um“, schreibt sie auf Facebook. „Entweder man akzeptiert das/kann sich das leisten, ansonsten muss man eben selber kochen.“

Genauso verteidigt der Besitzer des Ladens seine Preiserhöhung. „Es geht ums Überleben“ antwortete er auf Nachfrage dieser Redaktion. Das sieht auch ein anderer Nutzer auf Facebook so – allerdings aus Kundensicht. „(...) es geht ums überleben, richtig. Auch für die Kunden, die ebenfalls knapp bei Kasse sind“.

Dönerpreis in Frankfurt: Wer bezahlt 10 Euro für einen Döner?

Wie also mit der Preiserhöhung umgehen? Pragmatisch schlägt ein Nutzer bei Facebook vor, wem zehn Euro für einen Döner zu teuer seien, der solle „einfach nicht mehr kaufen...“ Auch von einer „Döner-Blase“ ist an anderer Stelle die Rede. Apokalyptisch sieht einer der Nutzer das Ende eines Dönerbuden-Hypes. Seine Prognose: „Ich schätze, es werden viele Döner Buden bald dicht machen.“ Ob die Inflation ein Dönerladen-Sterben auslösen wird, ist allerdings schwierig vorherzusagen.

Qualitativ spielt das Dönerhaus in der obersten Liga von Frankfurt mit – jedenfalls laut unseren Lesern. Nach einer Umfrage kommt das Geschäft in die Top 3 der besten Dönerläden. (spr)

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