Blick auf die Baustelle des ehemaligen Bundesrechnungshof am 8. August 2016,in Frankfurt.
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Blick auf die Baustelle des ehemaligen Bundesrechnungshof am 8. August 2016,in Frankfurt.

Was vom Bundesrechungshof noch übrig bleibt

  • Thomas Remlein
    VonThomas Remlein
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Frankfurt. Über kaum ein Bauprojekt in Frankfurter ist so heftig diskutiert worden wie über die Neugestaltung des ehemaligen Bundesrechnungshofes.

Über kaum ein Bauprojekt in Frankfurter ist so heftig diskutiert worden wie über die Neugestaltung des ehemaligen Bundesrechnungshofes. Das liegt auch an seiner zentralen Lage in der Innenstadt. Jahrelange Streitigkeiten über die Gestaltung des in Teilen denkmalgeschützten Gebäudes aus den 50er Jahren gingen dem neuen Projekt voraus. Unstimmigkeiten über den besten Architekten-Entwurf verzögerten das Projekt noch einmal. Anfang 2014 stieg eine der beiden gleichberechtigten Projektgesellschaften, die Fay Projects GmbH aus Mannheim, aus. Die andere, die OFB, übernahm deren Anteile.

Nun geht es los: Die Kornmarkt Arkaden an der Berliner Straße haben im Juni ihre Baugenehmigung erhalten, zurzeit wird auf dem Areal des ehemaligen Bundesrechnungshofs die Baugrube ausgehoben. Bis Mai 2018 soll alles fertig sein.

Auf dem 5295 Quadratmeter großen Innenstadt-Grundstück entsteht ein Hotel der Kette Motel One Group mit 470 Zimmern. 8900 Quadratmeter Bürofläche und 1900 Quadratmeter Wohnfläche kommen hinzu. 950 Quadratmeter sind für Geschäfte und Lokale reserviert. Die Entwicklungsgesellschaft OFB, eine Tochter der Landesbank Hessen-Thüringen, realisiert das Projekt.

Der Entwurf stammt vom Frankfurter Büro KSP Jürgen Engel Architekten. Engel hatte zwei wesentliche Auflagen zu beachten: Die Vorgaben des Denkmalschutzes einzuhalten und die historischen Elemente des Rechnungshofes attraktiv in Szene zu setzen. 2012 einigten sich Amt und Bauherrin auf eine umfassende Sanierung des Ostflügels und den Abriss des nicht unter Denkmalschutz stehenden Anbaus in Richtung Theatertunnel. Dabei bleibt das originale Treppenhaus und die prägnante Fassade erhalten. Das Gebäude entstand nach Plänen der Architekten Werner Dierschke und Friedel Steinmeyer.

Mehr als 15 Jahre nach dem Umzug des Bundesrechnungshofs von Frankfurt nach Bonn erfährt das Gelände damit eine neue Nutzung. Seit dem 1. Juli 2000 hat der Bundesrechnungshof aufgrund des Berlin/Bonn-Gesetzes seinen Sitz in Bonn.

(tre)

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