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Busfahrer-Streik in Hessen

Streik in Hessen

Vom Busfahrer-Streik betroffen? So bekommen Sie ihr Geld zurück

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Streik der Busfahrer: Seit Tagen stehen die Busse in vielen Städten und Kommunen in Hessen still. Wie man als Fahrgast sein Geld zurück bekommen kann und was die Alternativen sind. 

Frankfurt - In ganz Hessen wird weiter gestreikt: Die Busfahrer fordern gewerkschaftlich über Verdi organisiert mehr Geld, mehr Urlaub. Sie wollen, dass auch Wende- und Pausenzeiten vergütet werden. Die Arbeitgeber lehnen diese Forderungen als überzogen ab. Deshalb stehen nun also in vielen hessischen Kommunen die Busse still.

In Darmstadt fuhren auch die Straßenbahnen am Donnerstag sehr unregelmäßig. Die dortigen Straßenbahnfahrer der Verkehrsgesellschaft Heag Mobilo waren für einen Tag in einen Solidaritätsstreik getreten, um ihre Kollegen zu unterstützen. 

Busstreik in Hessen: Alternativen zu Buslinien die bestreikt werden

Für Menschen, die auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen sind, ist das natürlich eine unangenehme Situation. Was tut man, wenn nun der Bus oder die Bahn nicht fährt, auf die man eigentlich angewiesen ist?

Die Heag Mobilo listet auf ihrer Website ausführlich Alternativen auf, die Betroffene des Streiks in Erwägung ziehen können. Der Frankfurter Verkehrsbetrieb Traffiq hat eine solche Auflistung an Alternativen nicht. Ein Sprecher weist darauf hin, dass S- und U-Bahn sowie die Trams im Frankfurter Stadtgebiet für viele Fahrgäste eine Alternative zu den Bussen sein könnten. Er verweist dabei auch auf die RMV-Fahrplanauskunft online und in der App. Dasselbe tut die Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach.

Dort kann man die Beförderungsoption „Bus“ wegklicken und sich so die schnellste Route ohne Busse anzeigen lassen. ImKreis Offenbach gab es dabei jedoch stellenweise Probleme: Manche Busse wurden als „pünktlich“ angezeigt, obwohl sie nie kamen. Die städtische Verkehrsgesellschaft erklärt auf ihrer Website, dass immerhin der Schüler-Verkehr trotz des Streiks aufrechterhalten werden könne. Alle neun Stadtbuslinien fallen jedoch aus. 

Busstreik in Hessen: Geld für Ticket zurückerstatten lassen?

Wie die Heag Mobilo auf ihrer Website mitteilt, greift zumindest die Zehn-Minuten-Garantie des RMV auch im Streikfall. Das bedeutet, dass man im Fall einer Verspätung von mehr als zehn Minuten am Zielort den Preis seiner Fahrkarte anteilig erstattet bekommt, wenn man denn schon eine Fahrkarte hat. 

Der Antrag dafür kann online auf der Seite des RMV oder in der App „LateBack“ ausgefüllt werden. Der Antrag auf Erstattung wird anschließend geprüft. Bei positivem Entscheid kann man sich das Geld in den Kundenzentren auszahlen lassen. 

Alternativen für gestrandete Pendler können auch Carsharing oder Elektro-Roller sein - die Kosten dafür müssen dann allerdings die Fahrer selbst tragen. 

Busstreik in Hessen: Werden Taxikosten erstattet?

Taxikosten werden maximal in einer Höhe von 25 Euro erstattet – allerdings lediglich zwischen einer planmäßigen Abfahrt zwischen 21 und 5 Uhr am nächsten Tag, wenn abzusehen ist, dass das Fahrtziel erst mit einer Verspätung von mehr als 10 Minuten erreicht werden würde. Außerhalb dieser Regelung würden keine Taxikosten erstattet. 

Alle Informationen zum Streik lesen Sie in unserem Liveticker: Busfahrer-Streik in Hessen: Busse fallen in Frankfurt, Offenbach und anderen Städten aus. 

In Frankfurt sollen nun Bus und Tram künftig schneller fahren. Bei der Umsetzung gibt es jedoch ein entscheidendes Problem.

Der Takt der Frankfurter Buslinie 34 wird nicht wie geplant ausgedünnt. Die Stadt setzt ihre ursprünglichen Pläne für den Fahrplanwechsel nicht um. Offenbar hatte es massive Beschwerden gegeben.

Unterdessen hat nun Verdi die Postboten in ganz Hessen zum Streik aufgerufen - und das mitten in der Weihnachtszeit.

agr

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