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Thomas Platte, Prof. Brigitta Wolff, Boris Rhein und Martin Worms (von links) beim Spatenstich auf dem Campus Westend.

Spatenstich

Campus Westend wächst weiter - Neubau für Sprach- und Kulturwissenschaften

102 Millionen Euro kostet der Neubau, für den die Bauarbeiten jetzt auf dem Campus Westend starteten. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich rund drei Jahre.

Im Hintergrund laufen schon die Bauarbeiten, als die Präsidentin der Goethe-Universität, Birgitta Wolff, mit Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU), Finanzstaatssekretär Martin Worms (parteilos) und Thomas Platte, Direktor des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen, zum symbolischen Spatenstich ansetzt. Bis Ende 2021 entstehen am Campus Westend der Goethe-Uni ein Neubau für den Fachbereich Sprach- und Kulturwissenschaften.

In einer Reihe mit dem Seminarhaus und dem Gebäude des Clusters Normative Ordnungen liegt der Standort des Neubaus an der Hansaallee. Neben den Räumen für die elf Institute des Fachbereichs sollen unter anderem Einrichtungen wie die Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung, Verwaltungsbereiche des Studentenwerks und Hochschulrechenzentrums sowie ein teilbarer Hörsaal mit Platz für 700 Studierende in das neue Gebäude integriert werden.

Nach der Fertigstellung seien dann alle gesellschafts- und geisteswissenschaftlichen Fachbereiche wieder gemeinsam auf einem Campus, sagt Wolff. Um die Verzahnung der universitätsweiten Themenvielfalt zu gewährleisten, brauche man räumliche Nähe und Austausch untereinander. Der Neubau markiert den dritten und letzten Bauabschnitt der Standortneuordnung und –weiterentwicklung der Uni.

Der Umzug der in Bockenheim verbliebenen Institute Mathematik und Informatik auf den Campus Riedberg sei in Planung. Den Baubeginn für das Studierendenhaus erwartet Wolff trotz ungeklärter rechtlicher Auseinandersetzungen mit einigen Anwohnern noch in diesem Jahr. Durch den kommenden Auszug der Sprach- und Kulturwissenschaften aus dem Juridicum an der Senckenberganlage sollen zukünftig weitere Flächen für den geplanten Kulturcampus erschlossen werden, teilte Finanzstaatssekretär Martin Worms mit.

Die Gesamtkosten für den Neubau liegen in einer Höhe von rund 102 Millionen Euro. Davon finanziert das Land Hessen rund 87 Millionen Euro aus dem Hochschulprogramm Heureka. Weitere 15 Millionen werden aus dem Programm Hochschulpakt 2020 von Bund und Land bereitgestellt.

Laut Boris Rhein investierte das Land in den mehr als zehn Jahren Planung und Bauarbeiten zur Erweiterung des Campus Westend insgesamt rund zwei Milliarden Euro in die Goethe-Uni. Die Standortneuordnung ist für ihn „das größte Bauentwicklungsvorhaben seit der Nachkriegszeit“.

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