Wer sein Auto tunt, kann sich bei den neuen Bauteilen nicht immer auf die Allgemeine Betriebserlaubnis verlassen. Diese gilt manchmal nur in bestimmten Konfigurationen.
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Am „Carfreitag“ stellt die Polizei in Frankfurt zahlreiche Verstöße fest. (Symbolbild)

Tunerszene

„Carfreitag“ in Frankfurt: Polizei zieht hunderte Fahrzeuge aus dem Verkehr

  • vonSebastian Richter
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Der Freitag vor Ostern ist als beliebter Feiertag der Tunerszene bekannt. Die Polizei kontrolliert mit einem besonders großen Aufgebot – und muss in zahlreichen Fällen eingreifen.

Frankfurt – Sieben Strafanzeigen und 792 Ordnungswidrigkeiten: Das ist die Bilanz des sogenannten „Carfreitag“ der Frankfurter Polizei. Der Karfreitag ist als Treffen der Tuner-Szene bekannt – und wird so zum „Carfreitag“. Da die Tunerszene auch gerne bei illegalen Straßenrennen zeigt, was ihre Autos unter der Haube haben. Dem tritt die Polizei mit verstärkten Kontrollen entgegen.

Am häufigsten stoppten die Beamten aus Frankfurt Fahrzeuge, die zu schnell unterwegs waren. 331 Personen zog die Polizei direkt aus dem Verkehr, nachdem sie beim Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit erwischt wurden. 321 waren mit Pkws unterwegs, 10 rasten mit Motorrädern über die Straßen. Hunderte weitere bekommen in den nächsten Tagen Post von der Polizei. Insgesamt kommt die Polizei auf 746 Ordnungswidirigkeiten wegen zu schnellen Fahrens.

Zahlreiche Verstöße am „Carfreitag“ in Frankfurt

Am teuersten wird das Rasen für einen Motorradfahrer auf der Hanauer Landstraße. Er wurde mit 140 km/h geblitzt – erlaubt sind auf der Strecke 50 km/h. Am Ende macht das 680 Euro, zwei Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot.

In 46 weiteren Fällen in Frankfurt wurden andere Verstöße festgestellt, darunter der Griff zum Handy während der Fahrt, nicht angelegte Sicherheitsgurte und überfahrene rote Ampeln. Bei einigen Fahrzeugen wurden die Zulassungsvorschriften nicht mehr eingehalten – und damit die Betriebserlaubnis erloschen.

Hanauer Landstraße in Frankfurt: Sondereinheit „KART“ kontrolliert

Auch am beliebten Treffpunkt hochwertiger und/oder getunter Fahrzeuge an der Hanauer Landstraße war die Polizei aktiv. Zwischenzeitlich versammelten sich dort 40 Fahrzeuge, die „Kontrolleinheit Autoposer, Raser & Tuner“ (KART) war hier im Einsatz. Zwei Fahrzeuge wurden hier sichergestellt. Die Hanauer Landstraße in Frankfurt ist als Problemzone für illegale Autorennen bekannt. (spr)

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