Die Feuerwehr Frankfurt stellte den Weihnachtsbaum „Bertl“ mit zwei Kränen am Römerberg auf
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„Bertl“, der diesjährige Weihnachtsbaum für Frankfurt, beim Aufstellen auf dem Römerberg.

Baum aus Österreich

Weihnachtsbaum für Frankfurt ist da – doch beim Aufstellen wird er arg ramponiert

Mit der Fichte „Bertl“ hat die Stadt Frankfurt auch in diesem Jahr ihren Weihnachtsbaum bekommen. Der Aufbau verlief allerdings nicht ganz unfallfrei.

  • Auch wenn der Weihnachtsmarkt am Römer dieses Jahr ausfallen muss, bekommt Frankfurt einen Weihnachtsbaum.
  • In den letzten Jahren bestachen die Bäume hauptsächlich durch ihre Hässlichkeit.
  • Der neue Frankfurter Christbaum ist aufgestellt und hat dabei etwas von seiner Optik eingebüßt.

+++ 15.36 Uhr: „Bertl“ ist endlich auf seinem Platz: Am Donnerstag (19.11.2020) stellte die Feuerwehr Frankfurt den diesjährigen Weihnachtsbaum auf dem Römerberg in Frankfurt auf. Unfallfrei ging das Aufstellen in diesem Jahr aber nicht vonstatten. Noch bevor „Bertl“ in die richtige Position gebracht werden konnte, musste die Feuerwehr zwei Meter abschneiden, damit der zuvor 21 Meter lange Weihnachtsbaum in die Halterung passt. Beim Aufstellen seien dann „punktuell Äste abgebrochen“, sagte Kurt Stroscher, Veranstaltungsleiter des Weihnachtsmarkts in Frankfurt.

Dennoch habe der Weihnachtsbaum „eine wunderschöne Schokoladenseite“, versicherte Stroscher. Die ramponierte Seite werde dem Römer zugewandt. Zudem soll „Bertl“ noch aufgehübscht werden. Es wird ein weiterer Eingriff am Frankfurter Weihnachtsbaum sein: Schon für den Transport aus Schladming-Dachstein in Österreich habe der Baum beschnitten werden müssen, da er zu ausladend gewesen sei, sagt Strocher der dpa.

Weihnachstbaum „Bertl“ symbolisiert für Frankfurts OB Feldmann Hoffnung

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann ist dennoch froh, dass auch in diesem Jahr ein Weihnachtsbaum am Römerberg steht. „Ich danke unseren Freundinnen und Freunden aus dem Gröbminger Land herzlich für dieses wunderbare Geschenk“, sagte er. Für Feldmann hat der Weihnachtsbaum eine besondere Bedeutung: „Er ist ein Zeichen der Hoffnung, symbolisiert unseren Wunsch nach Normalität in schwierigen Zeiten.“ Aufgrund der Corona-Pandemie wird in diesem Jahr auch in Frankfurt kein Weihnachtsmarkt stattfinden. Auf einen Weihnachtsbaum wollte die Stadt trotzdem nicht verzichten. Sechs Wochen wird „Bertl“ auf dem Römerberg stehen, sagte eine Sprecherin.

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann nimmt Weihnachtsbaum „Bertl“ am Römerberg in Empfang.

Weihnachtsbaum für Frankfurt sorgt für optische Überraschung

Update vom Donnerstag, 19.11.2020, 10.29 Uhr: Er ist da. Der diesjährige Weihnachtsbaum ist in Frankfurt eingetroffen und wird derzeit aufgestellt. Die Fichte „Bertl“ hat einen langen Weg aus dem fernen Schladming-Dachstein in Österreich hinter sich. Das diesjährige Exemplar ist recht attraktiv, wie auf den Bildern beim Abtransport zu erkennen ist.

Groß und buschig sieht er aus. Ob der Baum auch nach dem langen Transport nach Frankfurt weiterhin ansehnlich ist, bleibt abzuwarten. „Ich denke, dass er im Laufe des Tages stehen wird“, sagte eine Sprecherin der Stadt. Aufgrund der Corona-Pandemie gilt es derzeit Ansammlungen von vielen Menschen zu vermeiden. Wer einen Blick auf den Christbaum werfen will, sollte sich deshalb noch gedulden. Die Fichte wird noch einige Wochen in Frankfurt zu sehen sein, es bleibt also genug Zeit für einen Besuch.

Beim Abtransport nach Frankfurt: Die stattliche Fichte namens „Bertl“ kommt diesmal aus Österreich.

Weihnachtsbaum für Frankfurt: Fichte „Bertl“ wird in den nächsten Tagen geschlagen

Erstmeldung vom Donnerstag, 12.11.2020, 18.13 Uhr: Frankfurt – Der Weihnachtsbaum auf dem Römerberg kommt in diesem Jahr aus Österreich. Wie jedes Jahr hoffen die Frankfurter auf einen schönen Baum, schauten sie in der Vergangenheit doch des Öfteren mit neidischen Blicken in Richtung der prachtvollen Bäume anderer Städte.

Obwohl die Weihnachtsmärkte deutschlandweit wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden, auf einen Weihnachtsbaum will man in Frankfurt trotzdem nicht verzichten. „Die Fichte „Bertl“ wird in den nächsten Tagen im Gröbminger Land in der steirischen Urlaubsregion Schladming-Dachstein geschlagen und nach Frankfurt gebracht“, teilte der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) am Donnerstag (12.11.2020) mit. „Ein Glücksfall für den Baum, der aufgrund einer anstehenden Bachsanierung gefällt werden muss und bei uns in Frankfurt mit vielen tausend Lichtern zum Frankfurter Weihnachtsbaum geadelt werden wird“, so Feldmann.

Um in Corona-Zeiten kein Sicherheitsrisiko einzugehen und eine zu große Menschenansammlung zu vermeiden, will die Stadt den genauen Tag nicht bekannt geben, an dem Fichte Berlt aufgestellt wird, heißt es weiter seitens dem Rathaus.

Frankfurter Christbaum: Fichte Peter von 2019 kam nie an

Im vergangenen Jahr sollte die vermeintlich perfekte Fichte „Peter von Orb“ den Frankfurter Römerberg zieren. Rund 31 Meter hoch war der Weihnachtsbaum aus 2019 und stammte aus Bad Orb im Main-Kinzig-Kreis. „Er steht da wie ein junger Gott“ schwärmte damals Thomas Feda, Geschäftsführer der Tourismus und Congress GmbH Frankfurt von dem Baum, als er ihn das erste Mal in der Natur sah.

Obwohl wegen Corona deutschlandweit die Weihnachtsmärkte abgesagt werden, will Frankfurt nicht auf seine Fichte auf dem Römerberg verzichten. Ob sie dieses Jahr überzeugen kann? (Archivfoto)

Doch hat es Fichte Peter nie auf den Römerberg geschafft. Der Baum sei irrtümlich so gebunden worden, dass er nicht transportfähig gewesen sei, erklärte der nach Frankfurt gereiste Bad Orber Bürgermeister Roland Weiß. Also musste kurzerhand ein Ersatz her. Der Ersatzbaum „Peter von Orb II“ war Weiß zufolge 4 Tonnen schwer, 31 Meter hoch und etwa 80 Jahre alt. (Theresa Lippe)

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