Ortsvorsteher
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Der Ortsbeirat 5 hat gewählt

Christian Becker im Amt bestätigt

  • vonStefanie Wehr
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Petra Korn-Overländer (SPD) ist Stellvertreterin

Mit großer Mehrheit hat der neu gewählte Ortsbeirat 5 (Niederrad, Oberrad, Sachsenhausen) Christian Becker (CDU) als Ortsvorsteher bestätigt: 12 von 19 Stimmen gingen an den Vorsitzenden der CDU Oberrad, der nun für eine dritte Legislaturperiode in Folge das Gremium leitet. Zwei Stimmen waren ungültig, fünf gingen an die Grünen-Spitzenkandidatin Sophie Gneisenau-Kempfert. Als Stellvertreterin wurde Petra Korn-Overländer (SPD) mit 14 von 19 Stimmen gewählt. Auch hier fielen fünf Stimmen an die Kandidatin der Grünen, Angelika von der Schulenburg. Lino Munaretto von der FDP wurde zum parlamentarischen Schriftführer gewählt.

Munaretto gehört zu den Neulingen im Gremium, ebenso wie Agnetha Sammet und Anita Akmazda (CDU), Angelika von der Schulenburg und Cary Drud von den Grünen, Angelika Pilder von der Linken sowie Oliver Kimpel von den BFF. Kimpel rückt für die im März gestorbene Ingrid Leng nach. Ebenfalls neu ist Till Heinz von der AfD, die erstmals im Fünfer vertreten ist.

Und so bleibt vieles beim Alten, vieles ist aber gehörig umgewirbelt worden. Steifer Gegenwind bläst jetzt aus Richtung der Grünen, die mehrere Anträge der Koalitionparteien auf die Tagesordnung 1 stellen ließen, um darüber zu diskutieren. Dass sie die neue Koalition aus CDU, SPD und FDP nicht goutieren, hatten die Grünen schon vor gut zwei Wochen bekannt gegeben. Die Repliken der Koalitionsparteien folgten alsbald, so dass, wie berichtet, vor der konstituierenden Sitzung die Fronten geklärt waren: Die Grünen hätten zu strenge Tempolimits gefordert und sich thematisch ausschließlich auf die "Gestaltung von Verkehrswegen und Grünanlagen" beschränkt, gaben CDU und SPD zu Protokoll, und die FDP bemängelte den "breitbeinigen Auftritt" der Grünen.

Die Grünen selbst unterstellten der Koalition, nichts am "Verkehrsinfarkt" ändern zu wollen. Noch am Wochenende schob Christian Becker erneut per Pressemitteilung nach, dass mit den Grünen keine gemeinsame Basis zu erreichen war. Hauptgrund: Beim Thema Verkehr gingen die Meinungen zu weit auseinander. Eine Verkehrswende solle "so vollzogen werden, dass sich alle Verkehrsteilnehmer darin wiederfinden und gleichberechtigt gefördert werden".

Und so wurden in der ersten Sitzung sogleich Verkehrsthemen zum Gegenstand der Diskussion. Ein CDU-Antrag forderte von der Stadt Vorschläge, wie in der David-Stempel- und der Martin-May-Straße mehr Parkplätze geschaffen werden können. Reinhard Klapproth und Sophie Gneisenau-Kempfert bestanden auf dem Zusatz, dass Gehwege nicht zugeparkt werden dürften. Um Ähnliches ging es im Antrag der SPD, auf dem Wendelsweg zwischen Lettigkautweg und Am Sandberg das Parken auf dem Gehweg zu erlauben, weil dies die Anwohner wünschten. Die Grünen waren dagegen, dass "rücksichtslos die Gehwege zugeparkt" und für Fußgänger, etwa ältere Leute aus dem Seniorenheim gegenüber, unpassierbar würden, so Rainer Klapproth. Man einigte sich auf einen Ortstermin.

Bleibt zu hoffen, dass der "zunehmend konfrontative Stil in der gesellschaftlichen Debatte", den Knut Dörfel zuvor in seiner Rede als Alterspräsident erwähnt hatte, im Ortsbeirat nicht schärfer wird. Christian Becker freue sich auf eine "konstruktive Zusammenarbeit" der neuen Koalition auch in strittigen Themen wie etwa dem Erhalt der Mainwasen-Sportplätze und dem Umbau der Gruneliusschule, betonte er. Spannend dürfte es im Süden in jedem Fall bleiben. Stefanie Wehr

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