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Clemens Meyer.

Clemens Meyer wird 45. Stadtschreiber von Bergen-Enkheim

Clemens Meyer („Als wir träumten”) wird neuer Stadtschreiber von Bergen-Enkheim. Als 45. Amtsinhaber kann der 40-Jährige ein Jahr lang im Stadtschreiberhaus im Frankfurter Stadtteil Bergen

Clemens Meyer („Als wir träumten”) wird neuer Stadtschreiber von Bergen-Enkheim. Als 45. Amtsinhaber kann der 40-Jährige ein Jahr lang im Stadtschreiberhaus im Frankfurter Stadtteil Bergen wohnen und arbeiten, wie die Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim am Freitag berichtete. Zusätzlich zum Wohnrecht erhält er ein Preisgeld von 20 000 Euro.

Der Literaturpreis wird am 31. August im Festzelt auf dem Berger Marktplatz verliehen. Der aktuelle Stadtschreiber Thomas Melle („Die Welt im Rücken”) hält eine Abschiedsrede und übergibt symbolisch den Schlüssel an seinen Nachfolger, der sich mit einer Antrittsrede dem Publikum vorstellt. Die Festrede hält der Autor Jens Bisky.

Der Stadtschreiberjury gehören Fachjuroren und Bürgerjuroren an. „Clemens Meyer gehört zu den prägenden Stimmen der deutschen Gegenwartsliteratur”, sagte Cornelia Grebe, Geschäftsführerin Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim. Er schreibe Texte „so zerrissen wie unser Leben, so düster wie die Welt, so schön wie die schönsten Hoffnungen”.

Meyer wurde 1977 in Halle/Saale geboren und wuchs in Leipzig auf, wo er bis heute lebt. Sein Werk ist geprägt von persönlichen Erfahrungen in einer Arbeitersiedlung. Meyer studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. In seinem ersten Roman „Als wir träumten” verarbeitete er persönliche Erfahrungen als Jugendlicher in Leipzig. Der bereits mit mehreren Preisen geehrte Schriftsteller war auch schon Stadtschreiber in Mainz.

In Bergen-Enkheim wurde vor über 40 Jahren das symbolische Amt des Stadtschreibers erfunden, das später von zahlreichen anderen Städten aufgegriffen wurde.

(dpa)

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