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Corona erweckt das Kunst-Virus

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Von: Enrico Sauda

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Diana Eger stellt in der Kunsthalle Friedrich aus. Das vergangene Geschäftsjahr sei ein gutes gewesen, sagt die Frankfurter Künstlerin. Viele Leute investierten in ihre außergewöhnlichen Werke.
Diana Eger stellt in der Kunsthalle Friedrich aus. Das vergangene Geschäftsjahr sei ein gutes gewesen, sagt die Frankfurter Künstlerin. Viele Leute investierten in ihre außergewöhnlichen Werke. © enrico sauda

Die Frankfurter Künstlerin Diana Eger stellt in der Kunsthalle Friedrich unter dem Titel "Contemporary Art" (zeitgenössische Kunst) 54 ihrer Bilder aus.

Entstanden sind die Werke in den vergangenen sieben Jahren. Das Jüngste ist wenige Tage alt und zeigt Tesla-Chef Elon Musk .

Für die Frau, Jahrgang 1980, ist das die erste Ausstellung nach einer bewegenden Zeit - sie wurde zum ersten Mal Mutter. Und natürlich war da auch die Pandemie. Beides änderte so einiges in ihrem Leben. 14 Monate ist ihr Sohn nun alt, und sie hat eins gemerkt: "Mit Kind kann ich viel weniger arbeiten als früher. Aber ich war in der Vergangenheit sehr fleißig, so dass ich heute noch davon zehre", sagt Eger, die Eintracht Fan durch und durch ist und auch eine neue Kollektion hergestellt hat, die als Thema die Diva vom Main hat.

Eger malt seit ihrer Kindheit, besuchte aber nie eine Kunsthochschule, sondern studierte Politik- und Wirtschaftswissenschaft und hat auch als Analystin gearbeitet, wollte sich aber in der Welt der Banken nicht "verheizen" lassen. Geld spielt in ihrer Kunst trotzdem eine Rolle. Allerdings nicht Scheine und Münzen. Sie zeigt die Begleiterscheinungen, die die Moneten mit sich bringen, und thematisiert so einen enorm wichtigen Teil der Identität der Mainmetropole.

Im Laufe der Jahre entwickelte sie eine Technik, mit der sie aktuelle Themen und Prominente darstellt. Sie bringt ihre Kunst mit Graffiti-Sprayfarbe im Street-Art-Stil auf. Egers großformatige Gemälde spielen mit der Vitalität des Medienzeitalters zwischen Fiktion und Realität. Zu ihren Lieblingsbildern der aktuellen Schau zählt eins, das Supermodel Claudia Schiffer zeigt - der Künstlerin übrigens nicht unähnlich. Mit dem Porträt verbindet Diana Eger viele Erinnerungen.

"Es gehört zu meinen Favoriten, weil es mich an eine Asienrundreise erinnert, die ich vor etwas mehr als zwei Jahren unternommen habe. Es war die letzte vor Schwangerschaft, Geburt und Corona." Sie fühle sich dem Bild emotional sehr verbunden, "weil ich für die Collagen Flyer und Plakate aus Hotels, Museen und U-Bahnen in Tokio, Osaka, Nagasaki, Taipei, Manila, Shanghai und Hongkong gesammelt habe".

Nun waren die vergangenen Monate und Jahre nicht gerade schlecht zur Künstlerin. "Es war ein sehr gutes Geschäftsjahr für mich", zieht sie ein erstes Resümee. "Es kann auch daran liegen, dass die Menschen mehr Wert darauf legen, ihr Zuhause schön einzurichten." Das könnte mit den Lockdowns zu tun haben, denn, weil auch etliche Urlaube ins Wasser gefallen sind, war Geld für Kunst da. Mit ihrer will Diana Catherine Eger auch Gutes tun. Mit dem Lions Club Frankfurt-Cosmopolitan setzt sie sich für die Integration von Mädchen und Jungen aus sozial schwachen Familien ein und stellt seit einigen Jahren einen Kunstkalender zusammen mit ihren Bildern.

Den aktuellen ziert der Schauspieler Sean Connery in seiner Paraderolle als James Bond. "Wer den Kalender kauft, der unterstützt uns und unsere Ziele", sagt die Künstlerin. "Denn der Erlös kommt zu hundert Prozent den Projekten zugute, denen wir helfen- etwa ,Schulfit im Gallus'", sagt sie.

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