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Einheitliche Pandemie-Maßnahmen: Vorschlag soll „Milliarden einsparen“

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Von: Erik Scharf

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Für den Fall einer erneuten Pandemie will Saudi-Arabien die Maßnahmen im Luftverkehr vereinheitlichen. Das hätte auch Auswirkungen auf den Flughafen Frankfurt und die Lufthansa.

Frankfurt – Verlassene Gates, leere Rollbahnen, stehende Flugzeuge – die Corona-Pandemie hat die Luftfahrt hart getroffen. Während das Virus sich weltweit rasant ausbreitete, war an Flüge in ein anderes Land nicht zu denken.

An den großen Airports in Europa wie beispielsweise am Flughafen Frankfurt herrschte nicht nur gähnende Leere, sondern auch Jobangst bei tausenden Angestellten. Die Flughäfen galten mit Millionen Passagieren aus der ganzen Welt als Brandbeschleuniger für die Verbreitung des Virus.

Luftfahrt während Corona mit über 1000 Milliarden Euro Minus

Mittlerweile hat sich die Situation zwar entspannt, auf dem Niveau vor der Pandemie ist die Branche insgesamt aber noch nicht angekommen. Auf den Flügen des Großteils der Airlines wie Lufthansa oder Ryanair gilt nach wie vor eine Maskenpflicht. An den Airports selbst wird ein Mund-Nasen-Schutz sowie ein ausreichender Abstand zu anderen Passagieren zumindest noch empfohlen. Am Flughafen Frankfurt wurde die Maskenpflicht am 2. April 2022 aufgehoben.

Saudi-Arabien will mit vier Pfeilern die Regeln für eine mögliche weitere Pandemie vereinheitlichen. (Symbolfoto)
Saudi-Arabien will mit vier Pfeilern die Regeln für eine mögliche weitere Pandemie vereinheitlichen. (Symbolfoto) © Artur Widak/Imago

1100 Milliarden beträgt laut Schätzungen der Branche das Minus während der Corona-Pandemie, wie das Portal Aerotelegraph berichtet. Nun hat das Königreich Saudi-Arabien beim Future Aviation Forum in Riad einen ersten Vorschlag unterbreitet, wie Ausfälle dieser Größenordnung bei künftigen Pandemien verhindert werden könnten. Durch die staatliche Airline Saudi Arabian Airlines dürfte dem Wüstenstaat besonders daran gelegen sein, für die Zukunft vorzusorgen.

Im Kern geht es bei dem Vorschlag um vier Punkte:

Corona in der Luftfahrt: Einheitliche Regeln sollen „Milliarden einsparen“

Ziel soll es sein, dass Reisende die Regeln ihrer Reiseländer genau kennen, wie Aeroptelegraph berichtet. Airports wie der Flughafen Frankfurt und Airlines wie die Lufthansa sollen durch die gesammelten Informationen besser planen und größere Verluste verhindern. Für die Behörden und Unternehmen werde zudem ein Rahmen abgesteckt, in welchem einheitliche Regeln festgelegt werden sollen.

Die vier Pfeiler würden der Branche „Milliarden einsparen“, wie Abdulaziz Al-Duauilj, Chef der General Authority Of Civil Aviation, am Montag (9. April 2022) auf dem Forum in Riad sagte. Details, wie die einzelnen Pfeiler funktionieren sollen, waren zunächst nicht bekannt. Al-Duauilj will den Vorschlag nun der Generalversammlung der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (Icao) im September vorlegen.

Über allem steht jedoch der Wunsch, dass sobald die derzeitige Pandemie vollständig überwunden ist, eine weitere Pandemie in naher Zukunft zum Wohl aller verhindert werden kann – auch zum Wohle der Luftfahrt. (esa)

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