Die Inzidenz in Frankfurt fällt weiter. Der Lockdown ist aber auch auf der Zeil noch lange nicht vorbei.
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Die Inzidenz in Frankfurt fällt weiter. Der Lockdown ist aber auch auf der Zeil noch lange nicht vorbei.

Pandemie

Corona in Frankfurt: Impfstoff am Flughafen knapp – Inzidenz steigt wieder

  • Erik Scharf
    vonErik Scharf
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  • Sarah Bernhard
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Die Corona-Lage in Frankfurt bleibt angespannt. Die Inzidenz steigt leicht. Am Flughafen Frankfurt bekommen Mitarbeiter die Corona-Impfung.

+++ 9.59 Uhr: Die Erleichterung ist groß, auch wenn es noch deutlich besser laufen könnte. Seit wenigen Tagen können sich Mitarbeiter am Flughafen Frankfurt gegen das Coronavirus impfen lassen. Derzeit laufe in einer Turnhalle noch der Probebetrieb, wie Flughafenbetreiber Fraport mitteilte. Das erste Fazit fällt positiv aus. „Die Mitarbeiter sind überglücklich. Die Termine waren ratzfatz ausgebucht“, erzählt der leitende Arzt der Fraport AG, Michael Sroka. „Wir gehen davon aus, dass wir 10.000 bis 12.500 impfwillige Mitarbeiter haben.“

Einziger Wermutstropfen: Der Impfstoff ist knapp. In der ersten Woche standen lediglich 600 Impfdosen zur Verfügung. Nun hoffe man auf größere Liefermengen, wie Sroka sagt. Weil die Fraport eine Flughafenklinik mit Notfallambulanz betreibt, bekommt das Unternehmen wie auch Hausarztpraxen Impfdosen zugeteilt. Laut Angaben von Fraport könne mit der vorhandenen Kapazität das komplette Personal innerhalb eines Monats die erste Impfung erhalten. Was fehlt, ist der Impfstoff.

Corona in Frankfurt: Über 200 Neuinfektionen – Inzidenz sinkt weiter

Update vom Sonntag, 02.05.2021, 8.11 Uhr: Keine guten Nachrichten zum Sonntag. Die Inzidenz in Frankfurt ist wieder angestiegen. Nach dem leichten Rückgang am Samstag (01.05.2021) sind seither 209 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden, wie aus den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag (Stand: 3.10 Uhr) hervorgeht. Die 7-Tage-Inzidenz ist damit wieder auf 193,2 (Vortag: 181,8) angestiegen. Fünf Personen sind an den Folgen ihrer Ansteckung mit Covid-19 gestorben.

Corona in Frankfurt: 154 Neuinfektionen – Inzidenz sinkt

Update vom Samstag, 01.05.2021, 8.10 Uhr: Auch in Frankfurt bestätigt sich der landesweite Trend. Die Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag von 196,9 auf 181,8 gefallen. Laut den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Samstag haben sich innerhalb eines Tages 154 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt zählt das RKI nun 35.524 Ansteckungen mit Covid-19 in Frankfurt. Drei Personen sind an den Folgen ihrer Erkrankung seit Freitag (30.04.2021) gestorben.

Corona in Frankfurt: Inzidenz stagniert

Update vom Freitag, 30.04.2021, 7.15 Uhr: Mit einer Inzidenz von 196,8 ist die Inzidenz in Frankfurt im Vergleich zum Vortag (196,2) nahezu identisch geblieben.

Laut den Zahlen des Robert-Koch-Instituts vom Freitag (Stand: 3.11 Uhr) ist innerhalb eines Tages bei 246 Menschen in Frankfurt eine Corona-Infektion nachgewiesen worden. Vier Menschen sind an den Folgen ihrer Covid-19-Erkrankung gestorben. Hessenweit hat Frankfurt derzeit die sechsthöchste Inzidenz.

Corona in Frankfurt – Inzidenz sinkt unter kritischen Wert

Update vom Donnerstag, 29.04.2021, 10.30 Uhr: Die Inzidenz in Frankfurt ist wieder unter die Marke von 200 gefallen und liegt bei 196,2. Das geht aus den Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Donnerstag (29.04.2021) hervor. An den beiden Tagen zuvor lag die 7-Tage-Inzidenz bei 201,4 (Dienstag) und 201,6 (Mittwoch). Nun ist diese wieder gefallen.

Laut Angaben des RKI haben sich seit Mittwoch (28.04.2021) 244 Menschen in Frankfurt mit Corona angesteckt, die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie ist damit auf 35.124 Personen gestiegen. Zwei Menschen sind seit dem Vortag an den Folgen ihrer Covid-19-Krankheit gestorben, die Gesamtzahl hat sich dadurch auf 720 Menschen erhöht.

In Frankfurt sind am Donnerstag (29.04.2021) über 200 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden.

Corona in Frankfurt: Inzidenz wieder über 200

Erstmeldung vom Dienstag, 27.04.2021, 21.45 Uhr: Zum ersten Mal in diesem Jahr hat Frankfurt gestern wieder eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 erreicht. Mit 201,4 lag die Stadt hessenweit auf Platz 7, ganz oben stand weiterhin Offenbach mit 307,8.

Zwar ist es gesetzlich möglich, dass einzelne Kommunen ihre Maßnahmen über die bundesweit geltende "Notbremse" hinaus verschärfen. In Frankfurt sei das aber nicht geplant, sagt Kirsten Gerstner, Sprecherin von Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne). "Es wurde lange diskutiert. Jetzt haben wir endlich eine bundeseinheitliche Regelung, die für eine Inzidenz von 200 keine zusätzlichen Maßnahmen vorsieht. Und an die halten wir uns."

Ziel des Frankfurter Gesundheitsamts sei es, die Akzeptanz der Corona-Regeln zu fördern. "Wir wollen die Bürger dazu bekommen, die Maßnahmen einzuhalten. Es bringt nichts, wenn wir jetzt aktivistisch draufloslegen und Sonderregeln schaffen." Denn Extra-Regeln bürgen die Gefahr, dass die Menschen sie nicht verstünden. Außerdem könne ein Gericht sie leicht wieder kippen, so dass noch mehr Vertrauen verspielt werde.

Verschärfungen zeigen sich noch nicht in Zahlen

Zumal die Regeln mit Inkrafttreten der Bundes-Notbremse ja erst am Samstag verschärft worden seien. Seitdem ist es unter anderem Pflicht, in öffentlichen Verkehrsmitteln eine FFP-2-Maske zu tragen, Schulen und Kitas sind geschlossen, nachts gilt eine Ausgangssperre. "Man muss diesen Maßnahmen erstmal eine Chance geben, zu wirken", sagt Gerstner.

Die Qualität der Kontaktnachverfolgung habe sich wegen der gestiegenen Inzidenz nicht verschlechtert. Fünf Mitarbeiter pro 20 000 Bürgern seien seit Ende März vorgeschrieben, Frankfurt liege mit seinem Team aus Gesundheitsamt-Mitarbeitern, Bundeswehr-Soldaten und Medizinstudenten, die das Robert-Koch-Institut zur Verfügung gestellt hat, sogar darüber. "Wir sind gut aufgestellt", sagt Gerstner.

Neben den Verschärfungen habe die Frankfurter Corona-Strategie zwei weitere Standbeine: verstärkte, kostenlose Tests und Impfen, was gehe. Noch bis 4. Mai bietet das Gesundheitsamt zum Beispiel zusätzliche Impftermine für Über-60-Jährige oder Menschen der Prioritätsgruppen 1 bis 3 mit Astrazeneca an.

Deshalb sei man guten Mutes, dass die Inzidenz bald wieder sinken wird. "Wir sind sehr optimistisch, dass wir das in den Griff kriegen." Solange die Bürger mitmachten. "Wir müssen jetzt alle noch mal die Zähne zusammenbeißen und konsequent sein. Das Ende der Maßnahmen steht und fällt mit den Menschen", sagt Gerstner.

Inzidenz lag bisher an 28 Tagen über 200

In 19 hessischen Kommunen lag die Inzidenz gestern niedriger als in Frankfurt, am geringsten sind die Zahlen im Wetteraukreis, wo sich in den vergangenen sieben Tagen pro 100 000 Einwohnern 104,4 Menschen mit Covid angesteckt haben. Deutschlandweit lag die Inzidenz gestern bei 168, hessenweit bei 177. Insgesamt hatte Frankfurt seit Pandemiebeginn an 28 Tagen eine Inzidenz von mehr als 200. Der bisherige Maximalwert lag bei 291,3 und wurde am 9. November 2020 erreicht.

Die Corona-Lage in Frankfurt bleibt angespannt. Auch auf der leeren Zeil sind die Auswirkungen der Pandemie zu spüren.

Die Intensivbetten in Frankfurt wurden in den vergangenen Tagen leicht aufgestockt. Stand gestern standen 288 Betten bereit, also knapp 20 mehr als noch vor Ostern. 88 Prozent von ihnen waren belegt (254 Betten), davon wiederum 29 Prozent (83 Betten) mit Covid-Patienten. 35 von ihnen mussten beatmet werden.

Im Moment haben laut Gesundheitsamt 2113 Frankfurter offiziell Corona, insgesamt litten bisher 34 611 an der Krankheit. Dabei haben die Jüngeren die Älteren längst überholt: Während seit Beginn der Pandemie 5888 Frankfurter, die über 60 Jahre alt waren, an Corona erkrankten, waren es bei den 15- bis 34-Jährigen 11 914 Personen, bei den 35- bis 59-Jährigen gar 13 855. Das liegt unter anderem daran, dass mittlerweile immer mehr Über-60-Jährige geimpft sind.

Das höchste Risiko, zu erkranken, haben weiterhin 15 bis 34-Jährige, wobei sich Männer etwas häufiger anstecken als Frauen. Es folgen in etwa gleichauf 35- bis 59-Jährige sowie die Über-80-Jährigen. Das niedrigste Risiko, Corona zu bekommen, haben Kinder unter vier Jahren.

Anders sieht es bei den, Stand gestern, 717 Todesfällen aus. 437 - und damit 61 Prozent der Gestorbenen - waren über 80 Jahre alt, darunter deutlich mehr Männer als Frauen. Weitere 22 Prozent waren zwischen 60 und 79 Jahren und männlich, zwölf Prozent in derselben Altersgruppe und weiblich. In der Gruppe der Unter-34-Jährigen gibt es kaum Corona-Tote. Sarah Bernhard

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