Allgemeinverfügung

Frankfurt erlässt neue Allgemeinverfügung: Alle Corona-Regeln im Überblick

  • Kerstin Kesselgruber
    vonKerstin Kesselgruber
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  • Svenja Wallocha
    Svenja Wallocha
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Die Corona-Lage in Frankfurt ist kritisch. Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat die Stadt eine neue Allgemeinverfügung mit Regeln erlassen.

  • Für Frankfurt gelten bis zum 13.12.2020 verschärfte Corona-Regeln.
  • Auf einigen öffentlichen Plätzen in Frankfurt wird das Alkoholverbot verlängert.
  • Zu den Regeln in der Stadt gehört ebenfalls eine Maskenpflicht.

Frankfurt – In Frankfurt steigen die Corona-Fallzahlen weiter an. Die Mainmetropole ist als Ballungsraum stark von der Pandemie betroffen. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, hat der Krisenstab der Stadt Frankfurt umfassende Regeln beschlossen und eine Allgemeinverfügung erlassen. Diese verlängert sich am Dienstag, 01.12.2020, zunächst bis zum Sonntag, 13.12.2020.

Corona-Neuinfektionen in Frankfurt am Main(Quelle: RKI/Sozialministerium Hessen)
22.11.2020+310
23.11.2020+552
24.11.2020+551
25.11.2020+185
26.11.2020+292
27.11.2020+222
28.11.2020+227
29.11.2020+145
30.11.2020+116

Strenge Corona-Regeln in Frankfurt: Maskenpflicht in vielen Stadtgebieten

Neben den Beschränkungen für Hessen, die seit dem 2. November gelten, wurde für Frankfurt eine Maskenpflicht in bestimmten Bereichen des Stadtgebiets angeordnet. Demnach gilt für Fußgänger zwischen 8 und 22 Uhr eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes innerhalb des Alleenrings und nördlich der Bahnlinie in Sachsenhausen. Folgende Straßen bilden jeweils die Grenze der Zone, auf ihnen gilt die Maskenpflicht bis zur Straßenmitte:

  • Nördlich: Miquelallee, Adickesallee, Nibelungenallee
  • Östlich: Rothschildallee, Höhenstraße, Habsburgerallee, Henschelstraße, Danziger Platz, ab hier westliche Begrenzung der Bahnanlage bis Deutschherrenbrücke
  • Südlich: nördlich der Bahnlinie von der Deutschherrenbrücke bis Theodor-Stern-Kai
  • Westlich: Main-Neckar-Brücke, ab hier östlich der Bahnlinie über die Camberger Straße bis Emser Brücke, Theodor-Heuss-Allee, Senckenberg Anlage, Zeppelinallee bis Miquelallee
  • Im Bereich der Berger Straße nördlich des Alleenrings, der Leipziger Straße, der Königsteiner Straße beschränkt auf den Bereich zwischen Bolongarostraße und Kasinostraße.

Frankfurt: Nur wenige Ausnahmen von der Maskenpflicht

Die Maske zum Schutz vor dem Coronavirus darf in den oben genannten Bereichen in Frankfurt kurz beim Essen oder Trinken oder auch Rauchen abgesetzt werden. Jedoch nur an Ort und Stelle und wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird. Auch an allen unterirdischen und oberirdischen Haltestellen sowie bei allen öffentlichen Veranstaltungen und in öffentlichen Einrichtungen muss eine Maske getragen werden.

Und auch in Fahrzeugen gilt laut der Stadt Frankfurt die Maskenpflicht, wenn mehr als zwei Hausstände zusammen unterwegs sind. Ebenfalls bei religiösen Zusammenkünften, wie Trauerfeiern und in der Kirche.

Die Corona-Lage in Frankfurt ist weiter ernst. Die Stadt hat ihre Allgemeinverfügung zum Schutz vor dem Coronavirus deshalb verlängert.

Corona-Regeln in Frankfurt: Interaktive Karte zur Maskenpflicht

Die Stadt Frankfurt hat eine interaktive Karte veröffentlicht, auf der der gesamte Bereich eingezeichnet ist, in dem seit dem 29. Oktober die Maskenpflicht im öffentlichen Raum gilt. Auf Flugblättern der Stadt Frankfurt, die im November in den Stadtteilen verteilt wurden, ist zu lesen: „Die Maske mag lästig sein, aber sie verhindert Ansteckungen – vor allem dort, wo es eng zugeht, z.B. auf der Zeil.“

Die Stadt empfiehlt jedoch, innerhalb des gesamten Stadtgebiets die Masken zu tragen. Kinnvisiere sind laut Stadt keine Alternative zu einem Mund-Nasen-Schutz. Das Tragen solcher Visiere kann mit Bußgeldern bestraft werden. Kinder unter sechs Jahren müssen keine Masken tragen. In weiterführenden Schulen, auch Berufsschulen, besteht jedoch eine Maskenpflicht für den Präsenzunterricht. Außerhalb des Unterrichts muss in allen Schulen Maske getragen werden.

Corona-Maßnahmen: Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen in Frankfurt

Auf diversen öffentlichen Plätzen in Frankfurt gilt wegen Corona zudem ein Alkoholverbot. Generell darf im gesamten Stadtgebiet zwischen 23 und 6 Uhr kein Alkohol im öffentlichen Raum getrunken und an Tankstellen, Kiosken, Einzelhandelsgeschäften und Supermärkten auch nicht verkauft werden. Darüber hinaus gilt das Verbot ganztägig in diesen Bereichen:

  • Grünflächen: Grüneburgpark, Günthersburgpark, Anlagenring (Wallanlagen), Grünflächen des Mainufers beidseits (Nord- und Südseite) zwischen Friedensbrücke und Osthafenbrücke, einschließlich Hafenpark
  • Straßen und Plätze: Friedberger Platz, Luisenplatz, Matthias-Beltz-Platz, Kalbächer Gasse und Große Bockenheimer Straße und Bibergasse vom Opernplatz bis einschließlich Hauptwache, Zeil/Konstablerwache, Opernplatz, Liebfrauenberg mit Vorplatz der Kleinmarkthalle, Schäfergasse, Kaiserhofstraße, Bockenheimer Landstraße ab Niedenau in Richtung Opernplatz, Kettenhofweg ab Niedenau in Richtung Alte Oper, Kaisersack, Kaiserstraße, Bahnhofsvorplatz, Taunusstraße, Münchenerstraße, Elbestraße, Moselstraße, Niddastraße, Allerheiligenstraße, Altsachsenhausen mit der Großen Rittergasse, Kleinen Rittergasse, Frankensteinerstraße, Paradiesgasse mit Paradieshof, Klappergasse, Neuer Wall, Affentorplatz
  • Verboten ist außerdem der Alkoholkonsum auf Wochenmärkten zu den Marktzeiten. 

Frankfurt: Strenge Kontaktbeschränkungen wegen Corona

Zum Thema Kontaktbeschränkungen schreibt das Land Hessen vor, dass sich im öffentlichen Raum fünf Personen aus zwei Hausständen treffen dürfen – das gilt auch in Frankfurt. Dazugehörige Kinder unter 14 Jahren zählen nicht dazu. Bislang waren bis zu zehn Personen aus maximal zwei Haushalten erlaubt. Da Wohnungen ein besonders geschützter und privater Bereich sind, beschränkt Hessen sich auf die dringende Empfehlung, auch hier die Kontakte in gleicher Weise zu begrenzen. Die Verlängerung des Teil-Lockdowns ist zunächst bis zum 20. Dezember angesetzt. 

Zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie wurden neben Gaststätten auch die Frankfurter Sportanlagen geschlossen. Davon betroffen sind beispielsweise auch die Frankfurter Bäder oder die Eissporthalle, die ebenfalls vom selben Tag an für den Trainings- und Wettkampfbetrieb der Amateurvereine und für den öffentlichen Eislauf geschlossen wurde. Der Freizeit- und Amateursport auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen ist nur alleine, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand gestattet. (svw/kke)

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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