Neue Allgemeinverfügung

Corona-Lage in Frankfurt weiter kritisch: Die aktuellen Regeln im Überblick

  • Kerstin Kesselgruber
    vonKerstin Kesselgruber
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  • Svenja Wallocha
    Svenja Wallocha
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Die Corona-Lage in Frankfurt ist kritisch. Jetzt gelten deshalb drastische Regeln, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen.

  • Für Frankfurt gelten bis zum 30.11.2020 verschärfte Corona-Regeln.
  • Auf einigen öffentlichen Plätzen in Frankfurt wird ein Alkoholverbot verhängt.
  • Zu den Regeln in der Stadt gehört ebenfalls eine Maskenpflicht.

Frankfurt – In Frankfurt steigen die Corona-Fallzahlen weiter an. Die Mainmetropole ist als Ballungsraum stark von der Pandemie betroffen. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, hat der Krisenstab der Stadt Frankfurt umfassende Regeln beschlossen und eine Allgemeinverfügung erlassen. Diese gilt zunächst bis zum 30.11.2020.

Corona-Neuinfektionen in Frankfurt am Main(Quelle: RKI/Sozialministerium Hessen)
24.11.2020+551
23.11.2020+552
22.11.2020+310
21.11.2020+130
20.11.2020+614
19.11.20200 (wegen technischer Schwierigkeiten wurden keine Daten übermittelt)
18.11.2020+228
17.11.2020+99
16.11.2020+204

Strenge Corona-Regeln in Frankfurt: Maskenpflicht in vielen Stadt-Gebieten

Neben den Beschränkungen für Hessen, die seit dem 2. November gelten, wurde für Frankfurt eine Maskenpflicht in bestimmten Bereichen des Stadtgebiets angeordnet. Demnach gilt für Fußgänger zwischen 8 und 22 Uhr eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes innerhalb des Alleenrings und nördlich der Bahnlinie in Sachsenhausen. Folgende Straßen bilden jeweils die Grenze der Zone, auf ihnen gilt die Maskenpflicht bis zur Straßenmitte:

  • Nördlich: Miquelallee, Adickesallee, Nibelungenallee
  • Östlich: Rothschildallee, Höhenstraße, Habsburgerallee, Henschelstraße, Danziger Platz, ab hier westliche Begrenzung der Bahnanlage bis Deutschherrenbrücke
  • Südlich: nördlich der Bahnlinie von der Deutschherrenbrücke bis Theodor-Stern-Kai
  • Westlich: Main-Neckar-Brücke, ab hier östlich der Bahnlinie über die Camberger Straße bis Emser Brücke, Theodor-Heuss-Allee, Senckenberg Anlage, Zeppelinallee bis Miquelallee
  • Im Bereich der Berger Straße nördlich des Alleenrings, der Leipziger Straße, der Königsteiner Straße beschränkt auf den Bereich zwischen Bolongarostraße und Kasinostraße.

Die Maske zum Schutz vor dem Coronavirus darf in den oben genannten Bereichen in Frankfurt kurz beim Essen oder Trinken oder auch Rauchen abgesetzt werden. Jedoch nur an Ort und Stelle und wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird. Auch an allen unterirdischen und oberirdischen Haltestellen sowie bei allen öffentlichen Veranstaltungen und in öffentlichen Einrichtungen muss eine Maske getragen werden.

Und auch in Fahrzeugen gilt laut der Stadt Frankfurt die Maskenpflicht, wenn mehr als zwei Hausstände zusammen unterwegs sind. Ebenfalls bei religiösen Zusammenkünften, wie Trauerfeiern und in der Kirche.

Corona-Regeln in Frankfurt: Interaktive Karte zur Maskenpflicht

Die Stadt Frankfurt hat eine interaktive Karte veröffentlicht, auf der der gesamte Bereich eingezeichnet ist, in dem seit dem 29. Oktober die Maskenpflicht im öffentlichen Raum gilt. Auf Flugblättern der Stadt Frankfurt, die Mitte November in den Stadtteilen verteilt wurden, ist zu lesen: „Die Maske mag lästig sein, aber sie verhindert Ansteckungen – vor allem dort, wo es eng zugeht, z.B. auf der Zeil.“

Die Stadt empfiehlt jedoch, innerhalb des gesamten Stadtgebiets die Masken zu tragen. Kinnvisiere sind laut Stadt keine Alternative zu einem Mund-Nasen-Schutz. Das Tragen solcher Visiere kann mit Bußgeldern bestraft werden. Kinder unter sechs Jahren müssen keine Masken tragen. In weiterführenden Schulen, auch Berufsschulen, besteht jedoch eine Maskenpflicht für den Präsenzunterricht. Außerhalb des Unterrichts muss in allen Schulen Maske getragen werden.

Kritische Corona-Lage in Frankfurt: Bei einer Demonstration gegen die Corona-Regeln bringt die Polizei einen Wasserwerfer in Stellung. (Archivbild)

Corona-Maßnahmen: Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen in Frankfurt

Auf diversen öffentlichen Plätzen in Frankfurt gilt wegen Corona zudem ein Alkoholverbot. Generell darf im gesamten Stadtgebiet zwischen 23 und 6 Uhr kein Alkohol im öffentlichen Raum getrunken und an Tankstellen, Kiosken, Einzelhandelsgeschäften und Supermärkten auch nicht verkauft werden. Darüber hinaus gilt das Verbot ganztägig in diesen Bereichen:

  • Grünflächen: Grüneburgpark, Günthersburgpark, Anlagenring (Wallanlagen), Grünflächen des Mainufers beidseits (Nord- und Südseite) zwischen Friedensbrücke und Osthafenbrücke, einschließlich Hafenpark
  • Straßen und Plätze: Friedberger Platz, Luisenplatz, Matthias-Beltz-Platz, Kalbächer Gasse und Große Bockenheimer Straße und Bibergasse vom Opernplatz bis einschließlich Hauptwache, Zeil/Konstablerwache, Opernplatz, Liebfrauenberg mit Vorplatz der Kleinmarkthalle, Schäfergasse, Kaiserhofstraße, Bockenheimer Landstraße ab Niedenau in Richtung Opernplatz, Kettenhofweg ab Niedenau in Richtung Alte Oper, Kaisersack, Kaiserstraße, Bahnhofsvorplatz, Taunusstraße, Münchenerstraße, Elbestraße, Moselstraße, Niddastraße, Allerheiligenstraße, Altsachsenhausen mit der Großen Rittergasse, Kleinen Rittergasse, Frankensteinerstraße, Paradiesgasse mit Paradieshof, Klappergasse, Neuer Wall, Affentorplatz
  • Verboten ist außerdem der Alkoholkonsum auf Wochenmärkten zu den Marktzeiten. 

Frankfurt: Strenge Kontaktbeschränkungen wegen Corona

Zum Thema Kontaktbeschränkungen schreibt die Stadt Frankfurt auf ihrer Homepage, dass Aufenthalte im öffentlichen Raum wegen Corona nur alleine oder mit den Angehörigen des eigenen oder eines weiteren Hausstandes bis zu einer Gruppengröße von höchstens 10 Personen gestattet sind. Im privaten Raum sind Treffen im engen Kreis erlaubt.

Zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie wurden neben Gaststätten auch die Frankfurter Sportanlagen geschlossen. Davon betroffen sind beispielsweise auch die Frankfurter Bäder oder die Eissporthalle, die ebenfalls vom selben Tag an für den Trainings- und Wettkampfbetrieb der Amateurvereine und für den öffentlichen Eislauf geschlossen wurde. Der Freizeit- und Amateursport auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen ist nur alleine, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand gestattet. (svw/kke)

Rubriklistenbild: © Boris Roessler/dpa

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