Eine Discokugel dreht sich in einem Club in Berlin.
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Die Corona-Pandemie stellt die Frankfurter Clubszene vor eine Herausforderung.

Corona-Krise

Frankfurter Clubszene kämpft ums Überleben: „Die Situation ist unwägbar“

  • vonSebastian Richter
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Die Frankfurter Clubszene hat während der Corona-Pandemie große Probleme, sich über Wasser zu halten – erfährt aber auch Unterstützung.

Frankfurt – Der Corona-Lockdown in Hessen bringt weiterhin verschiedene Betriebe aus Gastronomie, Einzelhandel und Veranstaltungsszene an ihre Grenzen. Besonders betroffen: die Frankfurter Clubszene. Wie sich die Zukunft der Veranstaltungsräume gestalten wird, ist weiter unklar.

Clubs in Frankfurt: Viele Herausforderungen kommen auf Veranstalter zu

„Die Situation ist unwägbar“, sagte Klaus Bossart von der Initiative Clubs am Main. „Der Winterschlaf ist da, die Clubs sind seit Monaten zu und die Kollegen haben sich darauf eingestellt, dass es noch etwas länger dauern wird.“ Bossart, der im Tanzhaus West in Frankfurt arbeitet, rechnet mit ersten Veranstaltungen im Frühjahr oder Frühsommer. Dann, wenn die Temperaturen es wieder zulassen, seien erste Outdoor-Partys wieder möglich. „Das kommt natürlich immer auf die jüngsten Entwicklungen an“, schränkt er seine Beurteilung ein.

Aber auch andere Herausforderungen bringen die Szene an ihre Grenzen. Live-Veranstaltungen werden oftmals gemeinsam mit internationalen Produktionen geplant, wodurch die Organisation nochmal erschwert wird. Zudem sind die Besucherzahlen aller Wahrscheinlichkeit nach zunächst begrenzt, auch das Publikum müsse zurückgewonnen werden.

Clubs in Frankfurt erfahren Unterstützung

Trotzdem ist die Unterstützung der Club- und Konzertgänger hoch. So sind durchaus Konzerttickets für das kommende Jahr verkauft worden, wie Bossart ausführt. „Das ist natürlich weniger als sonst, aber mehr als man erwartet hätte.“ Auch bei Solidaritätsaktionen mache sich der Beistand bemerkbar.

Die Initiative „Clubs am Main“ vertritt die Interessen von etwa 30 Clubs in Frankfurt und Umgebung. Das Netzwerk plant, sich auszubreiten und ihr Gebiet auf ganz Hessen auszubreiten. „Gerade in diesen schwierigen Zeiten haben wir gemerkt, wie wichtig der Austausch und die Vernetzung ist“, sagte Bossart. Durch ein breiteres Netzwerk könne man mehr Gehör in der Landespolitik in Wiesbaden finden.

Auch der Robert-Johnson Gründer Ata Macias macht sich Sorgen. Sein Club will erst wieder öffnen, wenn sicheres Feiern wieder möglich ist. (spr mit dpa)

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