Brigitte Golde, Vorsitzende des 1. Frankfurter Schiffs-Modellbau-Clubs, bedankte sich bei Infraserv-Geschäftsführer Jürgen Vormann. FOTO: Maik Reuß
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Brigitte Golde, Vorsitzende des 1. Frankfurter Schiffs-Modellbau-Clubs, bedankte sich bei Infraserv-Geschäftsführer Jürgen Vormann.

Hilfe für den Frankfurter Westen

Corona-Hilfe gibt mächtig Auftrieb

  • Holger Vonhof
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Infraserv unterstützt 91 Vereine - 75 000 Euro zusätzlich bereitgestellt

Die Corona-Pandemie macht auch den Vereinen schwer zu schaffen: Ihnen fehlen Einnahmen aus Veranstaltungen, Mitgliederzahlen gehen zurück, aber die Kosten - etwa für Raummieten - laufen weiter. Hilfe kam jetzt von Infraserv Höchst: Die Betreibergesellschaft des Industrieparks hat für 2021 ihr Spendenbudget verdoppelt und Vereine rund um den Standort mit insgesamt 150 000 Euro unterstützt.

Zuschuss hilft Modell-Bauern

Zusätzlich zu den 75 000 Euro, die Infraserv jährlich im Rahmen eines freiwilligen Spendenkonzepts zur Verfügung stellt, hat der Standortbetreiber jetzt in den neun Stadtteilen des Ortsbezirks 6 und in Kelsterbach weitere 75 000 Euro an Vereine ausgeschüttet, die in der Pandemie in Not geraten sind. Von den Fördermitteln, mit denen Infraserv Höchst kulturelle, gesellschaftliche und sportliche Aktivitäten rund um den Industriepark bezuschusst, profitierten insgesamt 91 Vereine.

Einer von ihnen ist der 1 Frankfurter Schiffs-Modellbau-Club, der seit 1970 besteht und in der Pandemie stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. "Wir sind auf Einnahmen von Stadtfesten und Märkten angewiesen, so dass wir seit Anfang 2020 große Probleme haben, unsere laufenden Kosten zu tragen", berichtet Geschäftsführerin Brigitte Golde. "Die Förderung durch das Corona-Spendenkonzept hilft uns, unseren Verein am Leben zu erhalten." Jürgen Vormann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Infraserv Höchst, freut sich, dass der Industrieparkbetreiber helfen kann: "Vereine mit ihren vielfältigen Freizeit-, Sport- und Kulturangeboten für Groß und Klein spielen eine sehr wichtige Rolle für das gesellschaftliche Leben in den Stadtteilen. Ich hoffe, dass wir mit unserer Corona-Aktion dazu beitragen, dass Vereine wie der Schiffs-Modellbau-Club bald wieder durchstarten können." Er dankte auch den Vorständen der Stadtteil-Vereinsringe für ihre Unterstützung bei der Spendenaktion.

Das Geld aus dem Corona-Spendentopf ist gleichmäßig auf die Vereinsringe in den Stadtteilen Höchst, Unterliederbach, Sindlingen, Zeilsheim, Nied, Sossenheim, Goldstein, Griesheim, Schwanheim sowie der Stadt Kelsterbach aufgeteilt worden. Die Vorstände der einzelnen Vereinsringe begutachteten die Anträge der Vereine und erarbeiteten Vorschläge, wie die Infraserv-Mittel eingesetzt werden sollten. Anders als beim jährlich wiederkehrenden Infraserv-Spendenkonzept müssen die Corona-Spenden nicht ausschließlich projektbezogen genutzt werden, sondern sie können auch für Fixkosten wie Mieten verwendet werden.

Die Corona-Spendenaktion von Infraserv Höchst war eine zusätzliche Hilfe für Vereine in einer besonderen Notsituation. Dagegen bietet das Unternehmen mit dem seit langem etablierten Spendenkonzept Jahr für Jahr Fördermittel für Projekte von Vereinen und Institutionen. 2021 kamen die Spenden Antragstellern aus Höchst und Unterliederbach zugute, 2022 stehen Sindlingen, Zeilsheim und Kelsterbach im Mittelpunkt des Spendenkonzepts. red

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