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Corona in Frankfurt: Homeoffice lässt Bürobedarf einbrechen

Studie

Corona in Frankfurt: Homeoffice lässt Bedarf an Büroflächen einbrechen

Während der Corona-Krise arbeiten viele Arbeitnehmer im Homeoffice. Dadurch könnte die Nachfrage nach Büroarbeitsplätzen in Frankfurt einer Studie zufolge einbrechen.

  • Die Corona-Krise zwingt viele Menschen ins Homeoffice.
  • Die Nachfrage nach Büroarbeitsplätzen könnte in Frankfurt damit einbrechen.
  • Eine Studie der NAI Apollo zeigt drei Szenarien.

Frankfurt – Könnten Frankfurts Bürotürme in Zukunft leer bleiben? Durch die Corona-Krise arbeiten zahlreiche Menschen nur noch im Homeoffice. In den Büros ist lediglich eine fixe Anzahl an Mitarbeitern gestattet. Eine Studie des Immobilienspezialists NAI Apollo hat sich nun mit diesem Thema und seinen Auswirkungen befasst, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.

Die Studie zeigt, dass sich die Nachfrage nach Homeoffice zunehmend verbreitet. Im Umkehrschluss könnte in Frankfurt die Nachfrage nach Büroräumen signifikant einbrechen. Laut der Studie wird der Bedarf an Büroflächen mittelfristig um 10 bis 14 Prozent sinken.

Immobilien-Experte NAI Apollo: 20 Prozent der Vollzeitstellen im Homeoffice

Untersucht wurden in der Studie unter anderem die Branchen Banken, Versicherungen, Finanzdienstleister, Kanzleien, Notare und Rechtsberater sowie die Bereiche Kommunikation, IT und EDV. In diesen Branchen verzeichnet NAI Apollo Homeoffice-Quoten von im Durchschnitt 20 Prozent aller Vollzeitbeschäftigten. Der Immobilienspezialist geht davon aus, dass mit Abstand die meisten Büroflächen in der Finanzbranche entfallen.

In der öffentlichen Verwaltung gebe es dagegen weniger Potenzial: Wegen der eher starren Strukturen wird hier mit einem Einbruch von Büroflächen von etwa 10 Prozent gerechnet. Berücksichtigt wurde in der Studie, dass beim Wegfallen von Büroarbeitsplätzen Allgemeinflächen nicht genauso schrumpfen. „Die Flächenzuschnitte müssen neuen Anforderungen gerecht werden“, sagte Andreas Wende, Geschäftsführer von NAI Apollo der dpa.

Dieses Wegfallen vom Büroarbeitsplätzen sei aber kein alleiniges Phänomen in Frankfurt am Main. Die Ergebnisse des Immobilien-Experten ließen sich auch auf andere Großstädte in Deutschland übertragen.

Durch die Corona-Krise arbeiten viele im Homeoffice: So bleiben Sie gesund

Homeoffice hat Vor- und Nachteile. Der körperlichen aber auch geistigen Gesundheit wegen raten Experten dazu, sich an einen geregelten Tagesablauf mit festen Arbeits- und Pausenzeiten zu halten und Arbeit und Freizeit strickt zu trennen. Hier gibt es Tipps, wie Sie im Homeoffice körperlich wie geistig gesund bleiben können:

  • Geregelte Arbeitszeiten und Pausen einhalten.
  • Nach der Arbeit ist Freizeit angesagt: Nicht noch abends die Mails checken.
  • Wenn möglich, einen festen Arbeitsplatz am Schreibtisch oder ein Büro einrichten.
  • Störfaktoren, wie den Fernseher, aus dem Arbeitszimmer verbannen.
  • Den Arbeitsplatz aufgeräumt halten.
  • In den Pausen, vor oder nach der Arbeit an der frischen Luft bewegen: Ob beim Yoga, Radfahren oder Spaziergang.
  • Regelmäßige soziale Kontakte gegen Einsamkeit (zum Beispiel beim Spaziergang nach der Arbeit).

Wie sieht es nach der Corona-Krise aus? Werden wir einfach so ins „normale" Arbeitsleben zurückkehren? In diesem Punkt sind sich die Arbeitgeber noch uneinig.

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