Beim städtischen Eigenbetrieb Kita Frankfurt wird noch nicht getestet.
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Beim städtischen Eigenbetrieb Kita Frankfurt wird noch nicht getestet.

Corona-Virus

Nicht alle Kitas in Frankfurt führen Corona-Tests durch

  • Steven Micksch
    VonSteven Micksch
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Eine Eltern-Initiative fordert von der Stadt Frankfurt ein einheitliches und flächendeckendes Konzept. Die möchte den Trägerinnen und Trägern aber nichts vorschreiben.

Frankfurt am Main - Die Initiative „Frankfurter Eltern für Kita-Tests“ fordert die Verantwortlichen der verschiedenen Kita-Träger dazu auf, die Gelder von Land und Kommune für Corona-Test-Programme zu nutzen. Die Stadt Frankfurt solle zudem endlich ihrer Verantwortung für den Infektionsschutz in Kitas nachkommen und gemeinsam mit den Trägern ein flächendeckendes Testkonzept erarbeiten. Dies macht die Initiative in einer Pressemitteilung deutlich.

Darin begrüßt sie, dass bereits einige Träger angekündigt haben, Eltern mit Antigen-Schnelltests für die häusliche Anwendung zu versorgen. Andere große Träger würden aber weiterhin keine Testungen ermöglichen. Die Initiative kritisiert auch Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD), die den Trägern keine Vorgaben machen möchte. Die Eltern argumentieren, dass ohne Tests ein Gefühl der größten Unsicherheit herrsche. Die Verweigerungshaltung sei im höchsten Maße unsolidarisch und fahrlässig gegenüber jenen, die sich nicht impfen lassen können.

Corona-Tests in Kitas: Land und Stadt teilen sich die Kosten

Unsere Redaktion hat jetzt bei einigen Frankfurter Trägern angefragt, ob sie nun Tests ermöglichen, da in der vergangenen Woche bekanntwurde, dass Land und Stadt die Kosten für solche Tests jeweils zur Hälfte übernehmen. Steffen Krollmann, Vorstandsvorsitzender der AWO Frankfurt, erklärt dazu, dass man jetzt Tests kostenfrei verfügbar machen werde. Man habe die sogenannten Lolli-Tests bestellt und könne sie dann bis zu dreimal pro Woche zur Verfügung stellen. Die Erzieher:innen würden die Tests abnehmen. „Wir freuen uns über die Großzügigkeit der Stadt“, sagt Krollmann in Hinblick auf die Finanzierung.

Der Internationale Bund (IB) teilt mit, dass die Kinder nun dreimal pro Woche in den Einrichtungen getestet werden könnten, wenn die jeweiligen Eltern das wünschen. Das Angebot sei freiwillig. Die dadurch entstehenden zusätzlichen Kosten würde der IB über die Betriebskostenförderung abdecken. Inwieweit diese Kostendeckung 2022 reiche, hänge von der Dauer der Testregelung ab.

Corona-Tests in Frankfurt: Testmobile fahren Kindertagesstätten an

Die Diakonie setzt bei ihren Testungen bereits seit längerem auf externe Anbieter. Selbsttestungen würden eine hohe Fehlerquote bergen, die zu potenziellen Schließungen führen könnten. Die einzelnen Einrichtungen könnten sich entscheiden, ob sie Tests machen wollen.

Die Testmobile der Stadt Frankfurt fahren je nach Kapazitäten Kindertagesstätten an und drinnen können sich Kinder testen lassen. Die Kosten werden auch hier über die Betriebskostenfinanzierung zusätzlich abgewickelt und erstattet.

Beim städtischen Eigenbetrieb Kita Frankfurt ist noch nichts entschieden - getestet wird noch nicht. Es sei wichtig, die Eltern ausführlich aufzuklären und in eine gute Kommunikation mit ihnen zu gehen. (Steven Micksch)

Seit dem Start der Corona-Impfung für Kinder ab 5 Jahren werden Arztpraxen in Frankfurt überrannt.

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