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Michael und Corinna Roser (rechts) bedanken sich mit erhobenen Daumen bei den Helfern der Freiwilligen Feuerwehr und Christoph Scheich (im Hard-Rock-T-Shirt).

Improvisation

Corona-Krise in Frankfurt: Weihnachtsbude als Behandlungszimmer

In Zeiten der Corona-Krise muss viel improvisiert werden. Ein besonders schönes Beispiel gibt es jetzt im Frankfurt. Dort soll eine Weihnachtsbude als zusätzlicher Behandlungsraum einer Arztpraxis dienen.

  • In Zeiten der Corona-Krise muss viel improvisiert werden
  • Der Lösung eines ernsten Problems ist die Gemeinschaftspraxis an der Pfortenstraße mit der Hilfe des Arbeitskreises Fechenheimer Vereine und derFreiwilligen Feuerwehr näher gekommen
  • Dort soll eine Weihnachtsbude als zusätzlicher Behandlungsraum der Arztpraxis dienen

Fechenheim - Der Lösung eines ernsten Problems ist die Gemeinschaftspraxis an der Pfortenstraße mit der Hilfe des Arbeitskreises Fechenheimer Vereine und der Freiwilligen Feuerwehr ein Stück näher gekommen. In der Corona-Krise müssen die Ärzte Corinna und Michael Roser und Christa Lips-Schulte darauf achten, dass sich Patienten nicht in ihrer Praxis mit dem Virus anstecken. "Alle Patienten sollen deshalb anrufen, bevor sie in die Praxis kommen", sagt Allgemeinmedizinerin Corinna Roser. Mehrfach seien Patienten nach oben gekommen, obwohl entsprechende Hinweise an der Tür hängen. Die Tür bleibe daher zu und eine Mitarbeiterin mit Mundschutz empfängt die Patienten, nachdem sie geklingelt haben.

Dennoch stehen die Ärzte vor einer Herausforderung. Bei einem Verdacht auf eine Covid-19-Infektion müssten die Abstriche in einem separaten Raum genommen werden, damit Mitarbeiter und Patienten besser geschützt werden können, erklärt Corinna Roser. "Aber für Abstriche haben wir keinen extra Raum." Darum hat sich die Ärztin an die Feuerwehr und den Arbeitskreis der Fechenheimer Vereine gewandt. In weniger als einer Woche war eine Lösung gefunden.

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Fünf Holzhütten, die meist beim Weihnachtsmarkt genutzt werden, hat der Arbeitskreis. Eine davon steht nun an der Gemeinschaftspraxis, aufgerüstet mit einer Plexiglasscheibe aus dem Baumarkt zum Schutz der Mitarbeiter. Dass das Häuschen so schnell aufgestellt werden konnte, war möglich, weil die Fechenheimer Vereine so eng vernetzt sind, sagt Christoph Scheich, Vorsitzender des Arbeitskreis Fechenheimer Vereine. Und: "Weil alle ein Interesse am Zusammenhalt im Stadtteil haben."

Die Hütten werden auf dem Allessa-Gelände gelagert. Daher habe es sich der Arbeitskreis genehmigen lassen müssen, das Häuschen abholen zu können, erklärt Scheich. "Die Allessa GmbH hat aber super schnell reagiert." Ebenso musste ein Transporter organisiert werden und Helfer, die die Hütte aufbauen. Beim Aufbau hat die Freiwillige Feuerwehr angepackt.

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Dafür sind die Ärzte dankbar. "Die Situation ist aber noch lange nicht so, wie wir sie uns wünschen", sagt Corinna Roser. Der Praxis fehlen Schutzkittel für die Ärzte und Mitarbeiter. Darum können derzeit noch keine Abstriche genommen werden. Mit der Hütte ist man der Lösung aber ein Stück näher gekommen.

Patienten der Gemeinschaftspraxis sollten sich vor ihrem Arztbesuch telefonisch anmelden. Die Nummer lautet: (0 69) 41 80 01. 

msr

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