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Coronavirus am Flughafen Frankfurt: Vorerst letzter Lufthansa-Linienflug mit A380 gelandet

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Der Flughafen Frankfurt ist von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie besonders betroffen. Ein Fraport-Mitarbeiter erhebt jetzt schwere Vorwürfe. Derweil werden die Landebahnen mehr und mehr zu Parkplätzen.

  • Die Lufthansa streicht Flüge wegen der Coronakrise noch stärker zusammen
  • Am Flughafen Frankfurt werden Fluggäste werden nur bei Verdacht kontrolliert
  • Angst vor Coronavirus: Ein Fraport-Mitarbeiter erhebt schwere Vorwürfe

Update vom Sonntag, 29.03.2020, 10.38 Uhr: Der vorerst letzte Lufthansa-Linienflug mit dem Großraumflugzeug A380 ist in Frankfurt gelandet. Die aus Bangkok gestartete Maschine setzte am Sonntag nach einem gut elfstündigen Flug um 06.14 am Frankfurter Flughafen auf, wie ein Lufthansa-Sprecher bestätigte. An Bord der Maschine mit 509 Plätzen waren 459 Passagiere und 24 Crew-Mitglieder, die in Zeiten des Coronavirus dringend auf ihren Heimflug gewartet hatten. 

Wegen der weltweit zusammengebrochenen Nachfrage in der Coronakrise parkt Lufthansa ihre komplette Flotte mit 14 Flugzeugen dieses Typs auf unbestimmte Zeit an den Drehkreuzen Frankfurt und München. Wann und ob überhaupt die A380-Jets mit dem Kranich-Leitwerk noch einmal auf große Tour gehen, ist laut Lufthansa nicht konkret absehbar. Den Abschied vom größten Passagierflugzeug der Welt hat das Unternehmen aus Kostengründen bereits weit vor der Krise eingeleitet und mit dem Hersteller Airbus die Rückgabe von sechs Flugzeugen ab dem Jahr 2022 vereinbart.

Coronavirus: Atemschutzmasken am Flughafen Frankfurt angekommen

Update vom Samstag, 28.03.2020, 10.45 Uhr: Am Flughafen Frankfurt sind am Freitagnachmittag rund 2,8 Millionen dringend benötigte Atemschutzmasken sind für Hessen angekommen. Das bestätigte das hessische Sozialministerium am späten Freitagabend (27.03.2020). Zuvor hatten die Logistikdienstleister DB Schenker und Lufthansa Cargo eine entsprechende Lieferung mitgeteilt. 

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) und Sozialminister Kai Klose (Grüne) nahmen demnachinsgesamt rund 12,7 Tonnen medizinisches Material in Empfang.

Update vom Freitag, 27.03.2020, 11.52 Uhr: Am Flughafen Frankfurt landen und starten weiterhin Flugzeuge, auch wenn der Flugbetrieb wegen der Coronakrise eingeschränkt ist. Wer in Zeiten der Pandemie reist, tut dies oft mit Atemmaske und Handschuhen, manche gar in Schutzanzügen, die den ganzen Körper vor den Viren schützen sollen. 

Für die Angestellten am Flughafen ist dagegen schwieriger, sich das Coronavirus vom Leib zu halten: „Uns wird kein Desinfektionsmittel, kein Mundschutz zur Verfügung gestellt, nicht einmal Handschuhe bekommen wir“, berichtet ein Flughafen-Mitarbeiter und erhebt schwere Vorwürfe.

Der Angestellte kritisiert den mangelnden Infektionsschutz am Flughafen Frankfurt, berichtet op-online.de*. „Die Zustände sind ein Skandal und nicht vereinbar mit den Pandemie-Regeln des Landes.“ Fraport weist die Vorwürfe zurück.

Flughafen Frankfurt: Fraport will Coronakrise ohne Staatshilfe bewältigen

Update vom Freitag, 27.03.2020, 06.40 Uhr: Fraport, der Betreiber des Flughafen Frankfurt, will die Coronakrise nach Möglichkeit ohne staatliche Unterstützung bewältigen. „Wir wollen ohne Staatshilfe auskommen. Mit den eingeleiteten Sparmaßnahmen gehen wir heute davon aus, das zu schaffen“, sagte der Fraport-Vorstandsvorsitzende Stefan Schulte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitag). Fraport habe ein Liquiditätspolster von mehr als einer Milliarde Euro, das noch aufgestockt werde. 

Gleichwohl will Fraport nicht alle krisenbedingten Zusatzkosten allein tragen. „Es wird darüber zu sprechen sein, wer die Kosten dafür trägt, dass wir eine Grundversorgung im Interesse Deutschlands aufrechterhalten“, sagte Schulte. Betriebswirtschaftlich wäre es bei den wenigen Flügen - darunter Frachtflüge mit Warenlieferungen - angemessener, den Flughafen zu schließen. „Aber wir bleiben geöffnet, das ist unser Versprechen aus Frankfurt.“ 

Flughafen Frankfurt: Condor meldet Kurzarbeit an 

Update vom Donnerstag, 26.03.2020, 12.26 Uhr: Am Flughafen Frankfurt ist eine lückenlose Kontrolle von Passagieren auf Corona-Infektionen nach Angaben des Gesundheitsamts weder möglich noch sinnvoll. Die Einreisenden kämen teilweise aus Ländern, in denen viel weniger Infizierte als in Deutschland verzeichnet seien, so Udo Götsch vom Gesundheitsamt in Frankfurt. Die Pandemie sei schon längst in Deutschland angekommen und werde nun innerhalb des Landes weitergegeben. Untersuchungen und Kontrollen der Passagiere werde es deshalb nur bei Verdachts- oder Krankheitsfälle geben.

Update vom Donnerstag, 26.03.2020, 10.54 Uhr: Wegen der Corona-Krise wird die Ferienfluggesellschaft Condor einen Großteil der Belegschaft in die Kurzarbeit schicken. Mit den Gewerkschaften seien für alle Berufsgruppen Vereinbarungen getroffen worden, erklärte eine Sprecherin am Donnerstag (26.03.2020) in Frankfurt. Außerdem habe man, wie zuletzt Lufthansa, staatliche Finanzhilfen beantragt. In allen Bereichen des Unternehmens mit knapp 5000 Beschäftigen soll die Vereinbarung zur Kurzarbeit greifen. Derzeit unterstützt Condor die vom Land initiierte Rückholaktion für gestrandete deutsche Urlauber. 

Flughafen Frankfurt: 230 Flugverbindungen pro Woche

Update vom Dienstag, 24.03.2020, 16.59 Uhr: Ab Dienstag (24.03.2020) bietet die Lufthansa Group nur noch 230 Flugverbindungen pro Woche an. Das „ZDF heute journal“ zeigt am Montagabend (24.03.2020) Bilder von Passagieren, die bei einem Lufthansa-Flug dicht gedrängt sitzen: Abstand halten sieht anders aus. Doch die Lufthansa versichert: „Grundsätzlich ist das Risiko, sich während einer Flugreise mit dem Virus anzustecken, extrem gering.“

Flughafen Frankfurt: Landebahn gesperrt

Update vom Dienstag, 24.03.2020, 11.51 Uhr: Seit dem Montagmorgen (23.03.2020) parkt die Lufthansa überflüssige Flugzeuge am Flughafen Frankfurt. Damit reagiert sie auf die sinkende Anzahl an Flugpassagieren wegen der Coronakrise. 700 der 763 Lufthansa-Flugzeuge sollen nun auf verschiedenen Flughäfen geparkt werden - so auch in Frankfurt. 

Seit Montagmorgen (23.03.2020) ist dafür die Landebahn Nordwest gesperrt. Ziel sei, möglichst viele Jets platzsparend quer zu Fahrtrichtung auf der Landebahn unterzubringen, so ein Lufthansa-Sprecher. Maximal 40 kleinere Flugzeuge haben auf der Landebahn Platz. Der Flughafenbetreiber Fraport sprach von einem historischen Prozedere.

Das Stilllegen der Flugzeuge ist für die Lufthansa sehr aufwendig: Bei einem Airbus A320 fielen dafür 60 Stunden Arbeit an, hieß es. Es müssten Flüssigkeiten aus dem Flugzeug herausgenommen und dafür gesorgt werden, dass sich nicht Mikroben im Tank vermehrten und damit den Jet kontaminierten. Triebwerke und Öffnungen müssten abgedeckt und Türen abgeklebt werden, damit keine Feuchtigkeit eindringe. Zudem müssten die Jets einmal pro Woche gelüftet werden - damit es innen nicht schimmelt. 

Flughafen Frankfurt: Passagierzahl sinkt weiter

Update vom Dienstag, 24.03.2020, 07.52 Uhr: Der wegen der Corona-Krise weltweit nahezu zum Erliegen gekommene Flugverkehr hinterlässt beim Betreiber des Flughafen Frankfurt weiterhin tiefe Spuren. Die Passagierzahl brach in der zwölften Kalenderwoche des Jahres (16. bis 22. März) um 73,5 Prozent auf 331 353 ein, und das Frachtvolumen fiel um rund ein Fünftel auf 36 591 Tonnen, wie das Unternehmen Fraport am Dienstag in Frankfurt mitteilte. 

Die Anzahl der Flugbewegungen sank um rund 58 Prozent auf 3960. Das Unternehmen hatte erst jüngst wegen der Folgen der Coronavirus-Pandemie für einen Großteil der Beschäftigten Kurzarbeit eingeführt.

Flughafen Frankfurt: Lufthansa spendet Mundschutzmasken

Update vom Freitag, 20.03.2020, 17.01 Uhr: Der Lufthansa-Konzern spendet 920.000 Mundschutzmasken. Die bereits fest bestellten Masken würden den Gesundheitsbehörden zur Verfügung gestellt, teilte das Unternehmen am Freitag in Frankfurt mit. Für die eigenen Mitarbeiter habe man eine ausreichende Menge an Masken auf Lager. 

In der Coronakrise hat der Konzern mit Marken wie Lufthansa, Swiss, Austrian, Eurowings oder Brussels seinen Betrieb stark reduziert. Mitarbeiter mit medizinischer Ausbildung können sich auf freiwilliger Basis für den Einsatz in einer medizinischen Einrichtung freistellen lassen. (dpa) 

Coronavirus am Flughafen Frankfurt: Fraport schickt 18.000 Beschäftigte in Kurzarbeit

Update vom Freitag, 20.03.2020, 16.54 Uhr: Neben den gesellschaftlichen Einschränkungen hat die Corona-Krise auch drastische Auswirkungen auf das wirtschaftliche Leben. Der Flughafen Frankfurt fährt seinen Betrieb nun auf ein Minimum herunter. Durch die massiven Reisebeschränkungen stehen jede Menge Maschinen am Frankfurter Flughafen geparkt und die Lufthansa hat bereits 95 Prozent ihrer Flüge gestrichen. Nun schickt der Betreiber Fraport mindestens 18.000 seiner 22.000 Beschäftigten in Kurzarbeit

In einer Pressemitteilung teilt der Konzern am Freitag (20.03.2020) mit, dass je nach Tätigkeit bis zu 100 Prozent des Arbeitsvolumens wegfallen. Die Fraport stockt die Sozialleistung soweit auf, dass zwischen 75 und 95 Prozent des Nettogehalts der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesichert ist.

„Mit der Kurzarbeit sichern wir unsere Arbeitsplätze auch in Krisenzeiten. Es ist unser erklärtes Ziel, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden“, sagte Fraport-Chef Stefan Schulte laut einer Mitteilung. Schulte versichert außerdem, dass der Flughafen geöffnet bleibt. Sowohl für die Rückholflüge deutscher Urlauber aus aller Welt, als auch für die Cargo-Flüge, die gerade in Krisenzeiten zentrale Lieferketten für Deutschland darstellen.

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 12.47 Uhr: Der Flughafen Frankfurt sperrt ab Montag (23.03.2020) die Nordwest-Landebahn, um Platz für abgestellte Lufthansa-Flugzeuge zu schaffen. Der Konzern benötige europaweit Flächen, um die am Boden bleibenden Flugzeuge abzustellen, berichtete der Konzern am Donnerstag (19.03.2020) in Frankfurt.  

Alles zum Coronavirus in Hessen lesen Sie in unserem neuen Live-Ticker.

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 08.20 Uhr: Der Lufthansa-Konzern streicht sein Flugprogramm wegen der Corona-Krise noch stärker zusammen als bisher bekannt. Lediglich fünf Prozent der ursprünglich geplanten Flüge würden bis zum 19. April stattfinden, teilte der Dax-Konzern am Donnerstag (19.03.2020) in Frankfurt mit. 

Rund 700 von 763 Flugzeugen blieben vorläufig am Boden. Fernverkehr findet vorerst nur noch ab Frankfurt und dreimal pro Woche mit der Tochter Swiss ab Zürich statt. In München sollen nur noch Kurzstreckenflüge des Ablegers Cityline abheben. 

Coronavirus am Flughafen Frankfurt: Lufthansa-Chef zeigt sich betroffen

Die Maschinen werden vorwiegend für Rückholaktionen von Deutschen aus dem Ausland eingesetzt. Vorstandschef Carsten Spohr zeigt sich betroffen: "Je länger diese Krise andauert, desto wahrscheinlicher wird es, dass die Zukunft der Luftfahrt ohne staatliche Hilfe nicht gewährleistet werden kann."

Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 12.10 Uhr: Vom Einreiseverbot für Nicht-EU-Bürger sind am Flughafen Frankfurt am Mittwoch (18.03.2020) mehr als 100 Flüge betroffen. Nun müsse geprüft werden, welche Passagiere einreisen dürften und welche nicht, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Mehr als 5000 Menschen wurden bisher kontrolliert. 139 Fluggäste aus Nicht-EU-Ländern wurden dabei zurückgewiesen und die Airlines aufgefordert, diese wieder nach Hause zu fliegen. 

Coronavirus am Flughafen Frankfurt: Maschinen bei Rückholaktion voll besetzt

Bei der Rückholaktion für im Ausland gestrandete Touristen sind die Maschinen des Ferienfliegers Condor voll besetzt. „Die Leute sind extrem erleichtert“, berichtete eine Sprecherin am Mittwoch in Frankfurt. In einigen Zielländern wie beispielsweise der Dominikanischen Republik hatte es zunächst geheißen, dass gar keine Flieger aus Europa mehr landen dürften. 

Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 08.42 Uhr: Nachdem am Dienstag aufgrund der Coronavirus-Pandemie am Frankfurter Flughafen ein Einreisestopp für Nicht-EU-Bürger verhängt wurde, sollen die ersten Passagiere abgewiesen worden sein. Wie der Radiosender „Deutschlandfunk Nova“ berichtet, wurde eine Maschine aus der Türkei abgewiesen.

Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 06.57 Uhr: Noch am Dienstag wurde aufgrund der Coronavirus-Pandemie am Flughafen Frankfurt ein Einreisestopp für Nicht-EU-Bürger verhängt. Jetzt richtet sich der Frankfurter Flughafen auf die ersten Zurückweisungen ein. Ein Sprecher betonte gegenüber „hessenschau.de“, dass noch nicht absehbar sei, wie viele Flugzeuge und Passagiere von den Restriktionen betroffen sind. 

Erst im Laufe des Tages dürfte sich dazu ein Bild abzeichnen.

Coronavirus am Flughafen Frankfurt: Einreiseverbot für Nicht-EU-Bürger

Update vom Dienstag, 22.15 Uhr: Nicht-EU-Bürger können seit Dienstagabend nicht mehr am Frankfurter Flughafen einreisen. „Die Bundespolizei hat heute Abend die Weisung bekommen vom Bundesminister des Inneren, zur weiteren Eindämmung der Infektionsgefahr in Europa ab sofort allen Nicht-EU-Bürgern die Einreise zu verweigern“, sagte der Sprecher der Bundespolizei am Flughafen, Reza Ahmari. Diese Regelung werde noch am Dienstagabend umgesetzt. „Heute Abend betrifft das nur noch einen Flug. Wir sind derzeit in der Auswertung, wie viele Flüge morgen betroffen sind“, sagte er.

Am Dienstag hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ein faktisches Einreiseverbot für Nicht-EU-Bürger angeordnet. Es soll zunächst für 30 Tage gelten. Wie das Innenministerium mitteilte, betrifft das Verbot alle Flüge sowie Schiffsreisen, die ihren Ausgangspunkt außerhalb der Europäischen Union haben.

Update vom Dienstag, 15.24 Uhr: Wie der Spiegel berichtet, soll der Flughafen Frankfurt zum zentralen Sammelpunkt für Passagiermaschinen werden, die Deutsche aus dem Ausland zurück nach Deutschland fliegen. Außenminister Heiko Maas kündigte bereits am Montag (16.03.2020) an, dass deutsche Staatsbürger, die wegen der Corona-Krise im Ausland festsitzen, mithilfe von kommerziellen Fluganbietern zurück nach Deutschland gebracht werden sollen. Für die Umsetzung dieses Vorhabens seien 50 Millionen Euro vorgesehen. 

Rückholaktion wegen Corona-Krise: Flughafen Frankfurt Anlaufpunkt

Der Flughafen Frankfurt soll zum zentralen Anlaufpunkt werden, da dieser nicht nur rein geografisch gut gelegen ist (mittig in der Bundesrepublik Deutschland), sondern er bietet im Vergleich zu vielen anderen Flughäfen auch die nötigen medizinischen Voraussetzung für die Rückholaktion. So gibt es bereits eine Screeningstation, mit deren Hilfe viele Menschen medizinisch begutachtet und gegebenenfalls getestet werden können. Auch eine Isolierstation wurde bereits am Flughafen Frankfurt eingerichtet.

Flughafen Frankfurt: Flugbetrieb notfalls auch nachts am Laufen halten 

Update vom Montag, 16.03.2020, 16.57 Uhr: Auf dem Frankfurter Flughafen sollen im Zuge der Coronavirus-Krise notfalls auch nachts Starts und Landungen möglich sein. „Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation“, sagte der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Montag. „Daher ist es wichtig, den Flugbetrieb für die vom Corona-Virus betroffenen Starts und Landungen rund um die Uhr aufrecht zu erhalten.“

Für Deutschlands größten Airport gilt normalerweise ein Nachtflugverbot von 23 Uhr bis 05 Uhr. Verspätete Maschinen dürfen noch bis Mitternacht landen.

„Der Frankfurter Flughafen muss und wird betriebsbereit bleiben“, sagte Al-Wazir. Er sei einer von wenigen Infektionsschutzflughäfen in Deutschland und müsse daher besondere Kapazitäten zum Schutz der öffentlichen Gesundheit vorhalten. Hierzu gehörten Räume für Untersuchungen, Erstversorgung oder Lagerkapazitäten.

Flughafen Frankfurt fährt Betrieb deutlich runter - Terminals leeren sich

Update vom Montag, 16.03.2020, 11.43 Uhr: Der Flughafen Frankfurt fährt seinen Betrieb aufgrund der Corona-Pandemie stark runter. Wie ein Sprecher des Betreibers Fraport sagt, seien am Montag lediglich 1000 Starts und Landungen am Flughafen Frankfurt geplant. Das sind 400 weniger als im Normalbetrieb. 

Auch seien die Flugzeuge deutlich leerer als üblich. Statt der üblichen 170.000 Passagiere am Tag, erwartete Fraport lediglich 90.000 Menschen am Flughafen Frankfurt. 


Update vom Sonntag, 15.03.2020, 21.42 Uhr: Mit 15 Sonderflügen will die Lufthansa bis Mittwoch (18.03.2020) etwa 3000 bis 4000 Urlauber aus der Karibik und von den Kanaren zurück nach Deutschland bringen. Das teilte ein Lufthansa-Sprecher am Sonntag (15.03.2020) mit. Es handele sich um Menschen, die wegen der Reisebeschränkungen als Folge der Coronavirus-Krise sonst nicht hätten zurückkehren können - Feriengäste von den Inseln und Kreuzfahrtpassagiere. Zielflughäfen ist neben München, Hamburg und Berlin auch der Flughafen Frankfurt.

Mehrere Reedereien und Touristikunternehmen hätten die Lufthansa beauftragt, die Urlauber zurückzufliegen. Zu den 15 Sonderflügen kämen noch zwei reguläre Flüge aus der Dominikanischen Republik und Barbados. Eingesetzt werden Großraumflugzeuge vom Typ Boeing 747 und Airbus A340. Abflugorte sind Teneriffa, Punta Cana und Barbados. In der Regel fliegen die Maschinen nach Auskunft der Lufthansa zunächst leer in die Karibik oder zu den Kanarischen Inseln. Die ersten Rückkehrer wurden bereits am Sonntag in Deutschland erwartet.

Flughafen Frankfurt: Infolge der Corona-Pandemie sammeln sich Flugzeuge

Update vom Sonntag, 15.03.2020, 17.42 Uhr: Aufgrund der Flugausfälle infolge der Corona-Pandemie sammeln sich immer mehr Maschinen der Lufthansa am Flughafen Frankfurt. Die Lufthansa teilte mit, dass eine Reduzierung des Flugangebots vovn bis zu 50 Prozent in Erwägung gezogen wird. „Darüber hinaus wird zurzeit geprüft, inwieweit die gesamte Airbus A380 Flotte (14 Flugzeuge) in Frankfurt und München temporär außer Dienst gestellt werden kann“, hieß es von Seiten des Konzerns. Auch beim Anflug sind die Maschinen schon zu sehen.

Flughafen Frankfurt: Lufthansa hat 150 Flugzeuge zu viel

Schon am 04.03.2020 hatte die Lufthansa erklärt, rund 150 Flugzeuge zu viel im Konzern für die aktuelle Auslastung zu haben. Das betrifft neben der Lufthansa selbs auch Lufthansa Citylinie, Lufthansa Cargo, Eurowings, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines. Um die überflüssigen Flugzeuge zu parken, wied auch das Vorfeld des im Bau befindlichen Flughafen in Berlin BER genutzt. Nach Angaben des Betreibes des Flughafen Frankfurt sind derzeit rund 15 bis 20 Flugzeuge der Lufthansa auf Vorfeld und Rollbahn geparkt.

Update vom Freitag, 13.03.2020, 18.30 Uhr: Die Folgen der Pandemie treffen den Flughafen Frankfurt hart. Tagesbezogen liegen die aktuellen Passagierzahlen 45 Prozent unter den Werten des Vorjahres. Es wird aktuell davon ausgegangen, dass sich dieser Prozentsatz wegen der US-Einreisesperre noch auf 60 Prozent steigen wird. 

Flughafen Frankfurt: Kurzarbeit für 10.000 Mitarbeiter - Sparprogramm

Der Flughafen Frankfurt plant aktuell für bis zu 10.000 Mitarbeiter Kurzarbeit, die in der kommenden Woche bei der Agentur für Arbeit beantragt werden soll. Insgesamt wurde ein umfangreiches Sparprogramm am Flughafen Frankfurt eingeleitet. Die Reduzierung des Flugverkehrs bedeutet eine massive Ergebnisbelastung für das Unternehmen (im Gesamtjahr bis zu 200 Millionen Euro). Der Transport von Fracht leidet weniger stark an den Auswirkungen der Coronakrise. Dieser liegt nur zwischen 8 und 10 Prozent unter den Zahlen des Vorjahres.

Update vom Freitag, 13.03.2020, 17.00 Uhr: Aufgrund der immensen Folgen, die das Coronavirus auf das Unternehmen Lufthansa hat, spricht der Konzern aktuell mit den Regierungen mehrerer europäischer Länder über staatliche Hilfe. Lufthansa ist neben der deutschen Regierung auch mit den Regierungen Österreichs Belgiens, und der Schweiz im Gespräch. In den jeweiligen Ländern ist Lufthansa mit seinen Tochtergesellschaften Austrian, Brussels und Swiss vertreten. Aufgrund des massiven Nachfrageeinbruchs und den erteilten Einreiseverboten musste das Unternehmen einen großen Teil der für die nächsten Wochen angesetzten Flügen streichen. 

Flughafen Frankfurt: Trotz Einreisestopp weiterhin Flüge in die USA

Viele Reisende haben heute die letzte Möglichkeit genutzt, vom Frankfurter Flughafen vor Beginn des Einreisestopps für Europäer in die USA zu fliegen. Der Flugverkehr in die USA wird jedoch trotz des Einreisestopps fortgesetzt - allerdings in einem wesentlich geringerem Ausmaß. Die Lufthansa wird auch weiterhin Flüge in die USA anbieten. Von Frankfurt aus werden Chicago und New York angeflogen. Abgesehen von der Flugverbindung in die USA sind die Auswirkungen von vielfachen Flugstreichungen, Reiseplan-Änderungen und weiteren Maßnahmen für den Flughafen in Frankfurt

Lufthansa: Neue Umbuchungsmöglichkeiten für Kunden

Kunden der Lufthansa erhalten aktuell erweiterte Möglichkeiten zur Umbuchung ihrer Flugtickets. Laut Aussage des Konzerns müssen sich Kunden bei einer Flugabsage und bei stattfindenden Flügen, die sie nicht wahrnehmen wollen, nicht auf ein neues Flugdatum festlegen. Sie können bis zum 1. Juni ohne zusätzliche Gebühren entscheiden, wann sie das Flugticket im Laufe dieses Jahres nutzen wollen. 

Update vom Freitag, 13.03.2020, 11.20 Uhr: Aufgrund von Flugstreichungen wegen des Coronavirus stellt sich der Flughafen Frankfurt auf einen deutlichen Gewinnrückgang ein. Eine konkretere Prognose konnte Fraport-Vorstandschef Stefan Schulte jedoch nicht geben. „Wir müssen derzeit davon ausgehen, dass sich die starken Verkehrsrückgänge in den nächsten Wochen und Monaten fortsetzen, ohne dass wir Ausmaß und Dauer der Rückgänge verlässlich abschätzen können“, so Schulte.

Außerdem kündigte Stefan Schulte Sparmaßnahmen für den Flughafen Frankfurt an. Dabei sollen unter anderem Personalkosten gesekt werden. So legt Fraport seinen Mitarbeitern unbezahlten Urlaub und reduzierte Arbeitsstunden nahe. Auch Neueinstellungen finden nicht mehr statt und Projekte werden verschoben.

US-Einreisestopp wegen Coronavirus: Situation für Lufthansa und Fraport verschlechtert sich 

Update vom Donnerstag, 12.03.2020, 16.40 Uhr: Die Angst vor dem Coronavirus schlägt am Flughafen Frankfurt immer stärker durch. Im Februar 2020 zählte der Flughafenbetreiber Fraport mit 4,4 Millionen Passagieren rund vier Prozent weniger als ein Jahr zuvor. 

In der letzten Februarwoche bis 1. März habe der Rückgang bereits 14,5 Prozent betragen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Frankfurt mit. „Diese negative Dynamik hat sich in der ersten Märzwoche sogar verstärkt.“ Wegen des Einreiseverbots für Europäer dürfte nun auch der Flugverkehr in die USA einbrechen.

Flughafen Frankfurt: Lufthansa prüft Folgen von Einreisestopp in USA

Update vom Donnerstag, 12.03.2020, 10.58 Uhr: Der nächste Einschnitt für die Lufthansa Group und den Flughafen Frankfurt wegen des Coronavirus: Ab der Nacht auf Samstag (14.03.2020) dürfen für mindestens 30 Tage keine Menschen aus Europa in die USA einreisen. Nur Großbritannien ist bisher von dem Einreisestopp ausgenommen. US-Präsident Donald Trump verkündete den US-Einreisestopp im Weißen Haus.

Aktuell prüft die Lufthansa Group in Frankfurt, welche weiteren Auswirkungen der US-Einreisestopp auf den Flugbetrieb der Gruppe hat. Ein Unternehmenssprecher teilte mit, es sei noch zu früh, um konkrete Auswirkungen benennen zu können. Es sei aber klar, dass sich die Situation mit den Ankündigungen des US-Präsidenten Donald Trump noch einmal verschlechtert habe und es zu weiteren Flugstreichungen kommen werde.

Coronavirus: Lufthansa prüft die Auswirkungen des US-Einreisestopp 

Durch die Ankündigung des US-Präsidenten Trump, dass die Grenzen geschlossen werden und es einen US-Einreisestopp für ganz Europa geben wird, sei aber definitiv mit weiteren  Flugstreichungen zu rechnen. Bisher hat der Konzern eine Kürzung auf bis zu 50 Prozent des Normalbetriebs angekündigt. 

Insbesondere die Nordatlantik-Routen sind dabei ausschlaggebend. Für die europäischen Drehkreuze, wie den Flughafen Frankfurt oder auch München, Wien und Zürich, fallen durch den US-Einreisestopp auch jede Menge Zubringerflüge aus ganz Europa weg. An den Flughäfen strandet schon jetzt eine schnell wachsende Zahl nicht benötigter Maschinen. 

Coronavirus-Epidemie: Flughafen Frankfurt mit großen Verlusten

Update vom Donnerstag, 12.03.2020, 07.40 Uhr: Die Angst vor dem neuartigen Coronavirus hat dem Betreiber des Flughafen Frankfurt im Februar weitere Rückgänge eingebrockt. Insgesamt zählte das Unternehmen Fraport an Deutschlands größtem Luftfahrt-Drehkreuz rund 4,4 Millionen Fluggäste und damit vier Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie Fraport am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. 

Besonders gegen Monatsende habe die Virus-Epidemie stark auf die Nachfrage gedrückt. Zudem hatten Airlines wie die Lufthansa schon den ganzen Monat über Flüge nach China gestoppt. Anfang Februar hatte auch Orkan "Sabine" für Flugausfälle gesorgt.

Noch stärker als das Passagieraufkommen ging die Menge an Luftfracht zurück. Mit gut 146 100 Tonnen lag das Cargo-Volumen acht Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Der zusätzliche Tag im Schaltjahr habe die Virus-Folgen bei Weitem nicht ausgleichen können, hieß es aus dem Unternehmen am Flughafen Frankfurt.

Coronavirus-Epidemie: Flughafen Frankfurt mit weniger Passagieren und Flügen

Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 14.20 Uhr: Der Lufthansa-Konzern hat seine Ankündigungen umgesetzt: Wegen des Coronavirus hat er 23.000 Flüge gestrichen. Betroffen sind Flüge der Passagier-Airlines im Zeitraum vom 29.03.2020 bis 24.04.2020, teilt die Lufthansa in Frankfurt mit.

Weitere Annullierungen seien sowohl für diese Wochen als auch für einen späteren Zeitraum zu erwarten, erklärte das Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt. Die Anpassungen der Kapazitäten betreffen demnach hauptsächlich Europa, Asien und den Nahen Osten. 

Bei den Streichungen werde aber darauf geachtet, sämtliche Ziele mit mindestens einer Airline der Lufthansa-Gruppe über die Drehkreuze Frankfurt, München, Zürich, Wien und Brüssel erreichbar zu halten. Der Konzern hat rund 780 Flugzeuge in der Flotte, die im vergangenen Jahr durchschnittlich 3226 Flüge pro Tag absolviert haben.

Update vom Freitag, 06.03.2020, 17.28 Uhr: Das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 wirkt sich weiterhin auf die Wirtschaft aus. Die Lufthansa Group (unter anderem Lufthansa, Eurowings) hat entschieden, den Flugplan massiv zusammenzustreichen. Auch der Flughafen Frankfurt ist betroffen. „Abhängig von der weiteren Entwicklung der Nachfrage, soll die Kapazität in den nächsten Wochen um bis zu 50 Prozent reduziert werden“, hieß es in einer Ad-hoc-Meldung für die Investoren und Aktieninhaber. 

Coronavirus: Flughafen Frankfurt massiv betroffen – Lufthansa streicht Flugplan zusammen

Derzeit steht noch nicht fest, wie viele Flüge am Flughafen Frankfurt betroffen sein werden. „Das Ganze ist ein dynamischer Prozess“, sagte ein Sprecher des Konzerns auf Nachfrage. Klar sei jedoch: Es werde massive Einschnitte im Flugplan des Frankfurter Flughafen geben. „Wir empfehlen Kunden sich im Vorraus der Reise auf unserer Homepage zu erkundigen“, teilte der Sprecher mit.

Der Grund des reduzierten Flugplans: Die finanziellen Einbußen des Nachfrageeinbruchs sollen verringert werden, das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 trifft insbesondere die Luftfahrtbranche hart.

Update vom Freitag, 06.03.2020, 10.47 Uhr: Wegen des Coronavirus trifft die Messe Frankfurt eine weitreichende Entscheidung: Die Musikmesse wird verschoben. Die Musikmesse ist nach Angaben des Unternehmens „Europas größte Fachmesse der Musikwirtschaft“. Der neue Termin steht noch nicht fest.

Coronavirus in Frankfurt: Fans von Eintracht Frankfurt werden Desinfektionsmittel abgenommen

Update vom Donnerstag, 05.03.2020, 19.17 Uhr: Einigen Zuschauern ist beim Spiel der Frankfurter Eintracht gegen Werder Bremen bei Kontrollen das Desinfektionsmittel abgenommen worden. Der „FAZ“ sagte ein Sprecher der SGE, dass es an zwei Eingängen zur Commerzbank-Arena diese Vorfälle gegeben habe. Man prüfe, wie es zu den Beschlagnahmungen gekommen sei. Besucher hatten zum Schutz vor dem Coronavirus (Sars-CoV-2) kleine Flaschen zur Desinfektion der Hände dabei. Diese waren offensichtlich kleiner als die in der Stadionordnung verbotenen Behälter mit leicht entflammbaren Flüssigkeiten von mehr als einem halben Liter.

Coronavirus: Unterwegs in Frankfurt - wie Corona unseren Alltag beeinflusst

Update vom Mittwoch, 04.03.2020, 13.24 Uhr: Ein ICE auf dem Weg zum Hauptbahnhof Frankfurt ist am Mittwoch von der Polizei gestoppt worden. Bei einem Mann bestand der Verdacht, er könnte sich mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert haben. SARS-CoV-2 kann die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen.

Coronavirus: Weitere Ansteckungen in Frankfurt sind nicht mehr zu verhindern

Update vom Dienstag, 03.02.2020, 13.15 Uhr: Der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, René Gottschalk, geht davon aus, dass nicht verhindert werden könne, dass sich immer mehr Menschen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 anstecken. „Das ist bei der Vielzahl an Fällen nicht zu leisten“, erklärte Gottschalk.

Quarantänegebiete einzurichten oder großflächige Überprüfungen von Menschenansammlungen hält Gottschalk aber für überzogen. „Jemanden 14 Tage zu kasernieren wegen einer Erkrankung, die verläuft wie ein Schnupfen, ist völlig unverhältnismäßig“, ist Gottschalk sicher. Wichtiger sei es, eine Panik wegen des Virus SARS-CoV-2 zu vermeiden und über die tatsächliche Gefahr durch die Krankheit Covid-19 aufzuklären.

Covid-19: Zahl der Fälle in Frankfurt und Hessen steigt

Update vom Montag, 02.03.2020, 19.36 Uhr: Die Zahl der am Coronavirus Erkrankten in Frankfurt steigt. Das hessische Sozialministerium bestätigte einen weiteren Fall. Damit sind insgesamt vier Frankfurter offiziell mit Covid-19 infiziert, elf Infizierte sind es mittlerweile in ganz Hessen. 

Über den neuen Coronavirus-Fall aus Frankfurt gab die Behörde zunächst kaum etwas bekannt. Die betroffene Person befindet sich ihren Angaben nach in häuslicher Quarantäne. Ihre Erkrankung steht in Verbindung mit einer Reise nach Mailand in Italien. 

Zum Fall des an Coronavirus erkrankten Eintracht-Frankfurt-Fans wurde derweil bekannt, dass die drei Personen, die mit ihm im Auto von Salzburg aus nach Hessen zurückfuhren, sicherheitshalber unter häuslicher Quarantäne stehen. Alle drei kommen aus dem Kreis Limburg-Weilburg und gelten als Verdachtsfälle.

Derweil können Hausärzte in Frankfurt bei Angst vor dem Coronavirus nicht immer weiterhelfen: Patienten finden sich mangels Schutzkleidung oft in der Warteschleife wieder.

Covid-19: Fan von Eintracht Frankfurt war krank im Stadion

Update vom Montag, 02.03.2020, 14.39 Uhr: Ein Fan von E intracht Frankfurt ist an Covid-19 erkrankt. Das teilte am heutigen Montag das Gesundheitsamt der Stadt Salzburg mit. Demnach war der 30 Jahre alte Mann aus Frankfurt für das Europa-League-Auswärtsspiel der SGE gegen den FC Salzburg nach Österreich gereist. Wegen der Spielverschiebung hielt er sich von Mittwoch, 26.02.2020, bis Freitag, 28.02.2020, in Salzburg auf und schlief in zwei verschiedenen Hotels. 

Am Tag nach seiner Rückkehr nach Frankfurt, also am Samstag, 29.02.2020, wurde der Mann positiv auf das Coronavirus (Sars-CoV-2)getestet. Insgesamt 18 Mitarbeiter des Hotels Meininger und des Yoho Hostel befinden sich laut der Stadt Salzburg in häuslicher Quarantäne. In beiden Hotels gab es Reinigungsarbeiten. 

Eintracht-Frankfurt-Fan hat Covid-19 – In Italien angesteckt

Nach Informationen der „Salzburger Nachrichten“ zählt der Mann aus Frankfurt zu den zehn bereits bestätigten Coronavirus-Erkrankten in Hessen. Dem Salzburger Bürgermeister zufolge dürfte sich der Mann Mitte Februar im italienischen Bergamo mit dem Virus infiziert haben. 

Ob der 30-jährige Eintracht-Fan andere Menschen angesteckt hat, ist zur Zeit unklar. Er soll mit dem Auto zurück nach Frankfurt gekommen sein. Die hessischen Behörden überprüfen seine Kontaktpersonen. Der Mann befindet sich zurzeit in Behandlung in der Uniklinik Frankfurt.  

Covid-19: Drei Infizierte in Frankfurt – eine Frau aus Kreis Groß-Gerau

Update vom Sonntag, 01.03.2020, 07 Uhr: Mittlerweile meldet das hessische Sozialministerium insgesamt acht Corona-Fälle in Hessen. Am späten Samstagabend sind vier weitere Infizierte hinzugekommen. Positiv getestet wurden drei Männer aus Frankfurt und eine Frau aus dem Kreis Groß-Gerau. Zwischen drei der neuen Fällen bestünde eine Verbindung zum Corona-Fall in Wetzlar, ein Mann ist von einer Italienreise zurückgekehrt.

Wie geht es den vier weiteren Coronavirus-Infizierten? 

  • Frau aus Groß-Gerau (1979 geboren) steht unter häuslicher Quarantäne 
  • Mann aus Frankfurt (1988 geboren) kam ins Krankenhaus und wurde stationär isoliert 
  • Mann aus Frankfurt (1989 geboren) keine Meldung des Ministeriums über den Gesundheitszustand 
  • Mann aus Frankfurt (1992 geboren) unter häuslicher Quarantäne

Covid-19: Stadt Frankfurt ist gut vorbereitet

Update vom Freitag, 28.02.2020, 14.12 Uhr: Der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, René Gottschalk, ordnet das Coronavirus ein: „Wir haben zwar eine Pandemie“, weil das Virus in vielen Ländern angekommen sei. Aber „das heißt nicht, dass die Krankheit besonders schwerwiegend sei“, erklärt Gottschalk. Zuletzt habe es 2008 eine ähnliche Verbreitung einer Infektionskrankheit gegeben. Man gehe demnach davon aus, dass sich während der Grippe-Pandemie damals alleine in Frankfurt fast 150.000 Menschen infiziert hätten. 

Stadtrat Stefan Majer (Grüne) appellierte zum Abschluss der Pressekonferenz in Frankfurt noch einmal, elementare hygienische Vorgaben einzuhalten. Man solle in die Armbeuge niesen oder husten und sich die Hände ordentlich waschen: „Das hilft!“, so Majer. Zudem gab er den Hinweis: „Man muss jetzt nicht händeschüttelnd durch die Massen eilen.“

Vertreter von Gesundheitsamt und Universitätsklinikum Frankfurt äußern sich zum Coronavirus.

Coronavirus in Frankfurt: Virologin zum Stand der Forschung

Update vom Freitag, 28.02.2020, 13.50 Uhr: Sandra Ciesek, Virologin am Universitätsklinikum Frankfurt, beschreibt den Fortschritt der Forschung zum Coronavirus: Im Gegensatz zum SARS-Virus befalle das Coronavirus nicht nur die tiefen Atemwege, sondern auch die oberen Atemwege. Auch dort könne es zu Infektionen kommen. Das sei der Grund dafür, dass es mehr Infizierte gebe, auch weil sich das Coronavirus demnach leichter als vergleichbare Krankheiten übertrage. Zudem lasse es sich dadurch aber auch einfacher durch Rachenabstriche erkennen. Außerdem berichtet Ciesek, dass Desinfektionsmittel sehr gut gegen das Virus wirkten. 

Ciesek vermutet eine hohe Dunkelziffer. Sie geht davon aus, dass bis zu 80 Prozent aller Erkrankungen „asymptomatisch“ verlaufen. Das heißt, dass die Infektion so mild verlaufe, dass Infizierte nur sehr leichte oder gar keine Symptome bemerken würden. Wahrscheinlich seien viele infiziert, ohne dass sie auf das Coronavirus getestet worden seien.

Update vom Freitag, 28.02.2020, 13.39 Uhr: Zu den Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen Frankfurt hinsichtlich des Coronavirus sagt der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, René Gottschalk: „Noch mehr verschärfen kann man gar nicht.“ In den Flugzeugen werden an die Passagiere sogenannte Einreisekarten zur Selbstauskunft verteilt. Diese würden über die Fluggesellschaften an das Gesundheitsamt in Frankfurt weitergeleitet und dort anschließend geprüft. Für Bus- und Bahnverkehr werde die Einführung ebenfalls diskutiert, doch Antoni Walczok von Infektiologie des Gesundheitsamts geht nicht davon aus, dass sie umgesetzt wird.

Coronavirus in Frankfurt: Einreisekarten werden verteilt

Update vom Freitag, 28.02.2020, 13.31 Uhr: Das Universitätsklinikum Frankfurt spürt die Aufregung in der Bevölkerung aufgrund des Coronavirus: „Wir erleben zunehmend mehr Fälle von Menschen, die in die Notaufnahme kommen, um abzuklären ob sie mit dem Virus infiziert sind“, schildert Jürgen Graf, ärztlicher Direktor des Universitätsklinikum Frankfurt, bei einer Pressekonferenz der Stadt Frankfurt am Freitag (28.02.2020) die Lage. Die Krankenhäuser in Deutschland seien jedoch grundsätzlich gut vorbereitet, an der Uniklinik habe man schon vor dem Evakuierungsflug aus Wuhan Vorkehrungen getroffen. Eine Pandemie sei etwas, das „mit steter Regelmäßigkeit  immer wieder passiert“, beschwichtigt Graf.

Coronavirus in Frankfurt: Die Hotlines sind am Glühen

Erstmeldung vom Freitag, 28.02.2020, 9.59 Uhr: Das Thema Coronavirus weitet sich aus: „Die Situation entwickelt sich sehr dynamisch und muss ernst genommen werden.“ Das erklärte am Donnerstag (27.02.2020) das Robert-Koch-Insitut (RKI), das bis dahin eher von einer geringen Gefährdung ausgegangen war. Beim Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt fragen besorgte Menschen, wie sie sich wappnen oder ob sie nach Südtirol oder Teneriffa reisen können. Wie ist Frankfurt auf das Coronavirus vorbereitet?

Die Fraktion der „Bürger Für Frankfurt“ (BFF) forderte am Donnerstagabend in der Stadtverordnetenversammlung den Magistrat auf, zu erklären, wie die Stadt den Schutz und die medizinische sowie materielle Versorgung der Bürger gewährleiste. Die Stadt sei "gut aufgestellt", erklärte Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) am Donnerstag im Haupt- und Finanzausschuss. "Frankfurt ist nicht nur auf eine Grippe-Pandemie, sondern auch auf eine mögliche Ausweitung von Covid-19-Erkrankungen gut vorbereitet." Es gebe einen Pandemieplan, der letztmals während der Grippewelle 2009 aktiviert worden sei. Der Plan werde fortlaufend aktualisiert. Am Freitag (28.02.2020) will Majer in einer Pressekonferenz informieren.

Coronavirus: Informationsbedürfnis der Bürger sei „sehr groß“

"Sehr groß" sei das Informationsbedürfnis der Bürger, sagt Dr. Antoni Walczock, Leiter der Abteilung Infektiologie im Stadtgesundheitsamt. „Die Telefondrähte glühen“ an der seit Januar geschalteten Hotline. „Die Fragen sind immer die gleichen“, so Walczok. Die Bürger wollten wissen, wie sie sich schützen könnten. Und sie seien in Sorge, was aber nicht notwendig sei. „Der Krankheitsverlauf ist überwiegend sehr milde, außer bei vor allem älteren Patienten mit schweren Vorerkrankungen.“ Aber: „Wir haben aktuell keinen Covid-19-Patienten in Frankfurt.“

Und wie schützt man sich am besten? "Wie vor der Grippe", empfiehlt Majer. "Sorgfältige Händehygiene, aufs Händeschütteln verzichten und nicht andere Menschen anhusten, sondern in die Armbeuge niesen."

Eine Frankfurter Kinderärztin soll nach Informationen am Donnerstag einer vergrippten Mutter mit einem ebenfalls stark erkälteten Kind einen Besuchstermin in der Praxis verweigert haben. „Das ist unglaublich - und irrational!“, kritisierte Walczok. In solchen Fällen sei die Kassenärztliche Vereinigung (KV) zu informieren, es gebe eine „Versorgungspflicht“ der Ärzte.

Coronavirus: Aussichtsplattform am Maintower bleibt geöffnet

Die beliebte Aussichtsplattform auf dem Dach des Maintower der hessischen Landesbank (Helaba) an der Neuen Mainzer Straße bleibt geöffnet, so eine Sprecherin. Es hatten Gerüchte kursiert, sie werde geschlossen. „Aber selbstverständlich beobachten wir die Entwicklung und halten uns an Empfehlungen von Behörden“, hieß es. „Ja, das Thema löst Geschäftigkeit bei uns aus“, erklärte Alexander Kowalski von der Kassenärztlichen Vereinigung. Man biete den Mitgliedern laufend unter www.kvhessen.de/coronavirus Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Verdachtsfällen.

Am Flughafen laufen ständig Informationen über Bildschirme und sind Poster in verschiedenen Sprachen aufgestellt, die informieren. Gemeinsam mit den Ärzten vom Flughafen und des Gesundheitsamtes Frankfurt sowie dem hessischen Gesundheitsministerium werde das Vorgehen abgestimmt. Täglich werden Risikoeinschätzung, respektive mögliche Maßnahmen an aktuelle Entwicklungen angepasst.

Infraserv Höchst, Standortbetreibergesellschaft des Industrieparks Höchst, setzt Empfehlungen der Gesundheitsbehörden um. Die Pandemie-Pläne, die vor Jahren erarbeitet wurden, um auch im Falle höherer Krankheitsraten die wichtigsten Funktionen im Industriepark aufrechterhalten zu können, wurden aktualisiert. „Die Mitarbeiter können sich beim Arbeitsmedizinischen Zentrum im Industriepark beraten lassen, etwa auch, wenn sie aus einem der Risikogebiete zurückgekehrt sind“, erklärte Michael Müller, Leiter der Unternehmenskommunikation.

Coronavirus: Schulen in Frankfurt bleiben noch geöffnet

Im Staatlichen Schulamt Frankfurt hieß es am Donnerstag, „zum jetzigen Zeitpunkt besteht nach unserer Einschätzung keine akute Gefahr in den Schulen“. Schulen, die Auslandsfahrten unternehmen, rate man, sich bei der landesweit geschalteten Hotline beraten zu lassen oder das Frankfurter Gesundheitsamt zu konsultieren. Die Schulleitungen stünden in Kontakt mit ihren schulfachlichen Aufsichtsbeamten und das Schulamt mit dem Kultusministerium, das unmittelbar durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration informiert werde. 

uve/dpg

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Das Gesundheitsamt Frankfurt informiert online. Montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr ist die Hotline des Landes Hessen unter (0800) 555 46 66 erreichbar.

DieAngst vor dem Coronavirus steigt. Die Institute in Frankfurt und Marburg müssen immer mehr Tests bearbeiten. Virologe warnt aber vor Panik.

In Kelkheim im Main-Taunus-Kreis dürfen 70 Schüler wegen Coronavirus-Risiko nicht mehr in die Schule. Die Frist für ihr Daheimbleiben wurde sogar einmal verlängert. 

Über die Entwicklungen zur Verbreitung des Coronavirus in Hessen informiert dieser Ticker.

Soziale Medien: Mit verschiedenen Hashtags wird auf Twitter zu Rücksichtnahme und Solidarität aufgerufen. Ein Frankfurter setzt mit seiner Webseite #StayTheFuckHome ein Zeichen und gibt Tipps, wie die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt werden kann.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Silas Stein/dpa

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