Coronavirus Frankfurt: Panik vor Pandemie - Leere Regale in den Supermärkten
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Viele Menschen aus Frankfurt tätigen aus Angst vor dem Coronavirus Hamsterkäufe: Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel sind in vielen Läden ausverkauft. 

Notfallpakete

Coronavirus: Panik vor der Epidemie –  Leere Regale in Frankfurter Supermärkten

  • vonSabine Schramek
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Menschen aus Frankfurt tätigen aus Angst vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 und Covid-19 Hamsterkäufe. Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel sind ausverkauft. 

  • Wegen Coronavirus SARS-CoV-2 und Covid-19: In Frankfurt tätigen viele Anwohner Hamsterkäufe 
  • Desinfektionsmittel und Schutzmasken in vielen Läden in Frankfurt ausverkauft
  • Auch Nudeln und Dosengerichte werden verstärkt in Frankfurt gekauft

Frankfurt – Die Einkaufswagen an den Kassen von Supermärkten auf der Berger Straße in Frankfurt sind prall gefüllt. Leer hingegen sind die Regale, in denen sonst Desinfektionsmittel stehen. Ob Spray, Tücher oder Emulsionen. Es gibt nichts mehr. Während in einigen Läden Produkte so umgestellt sind, dass keine leeren Regale sichtbar sind, ändert es nichts an der Tatsache. 

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Kunden laufen durch die Gänge auf der Suche nach Desinfektionsmitteln und schütteln ungläubig den Kopf. "Es ist nichts mehr da", stellen sie fest und auch Nachfragen bei Mitarbeitern führen nicht weiter. Der Weg zur Apotheke bringt ebenso nichts. "In den letzten zwei Tagen haben wir 300 von den 35-Milliliter-Fläschchen verkauft. Es ist im Augenblick nichts mehr da", sagt Apotheker Max Piening in der Malteser Apotheke.

Victor Bruch bereitet sich seit 2016 auf Notfälle vor. Er hat immer genügend Vorräte im Haus - und füllt sie gerade wieder auf.

 

Bereits vergangene Woche gingen die letzten Mundschutzmasken über die Tresen. "Bestellt ist alles, Liefertermine gibt es noch nicht", so Piening. Er erklärt, dass die Herstellerfirmen ihre Produktion umstellen, um die Nachfrage bedienen zu können. "Es wollte wohl niemand so richtig damit rechnen, dass das Virus und dann die Hamsterkäufe kommen", vermutet er. "Hygiene fällt jetzt richtig ins Blickfeld, obwohl sie an 365 Tagen im Jahr wirklich wichtig ist."

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Die Apotheken sind voll. Fast jeder Kunde fragt nach Mundschutz und Desinfektionsmitteln. Die Mitarbeiter raten zu sehr häufigem Händewaschen mit Seife. In Supermärkten weichen Kunden auf Zitronen aus. "Besser als nichts zum Desinfizieren für Hände", sagt Helga Bügler (58) und kauft gleich zwei Netze voll und legt sie auf Packungen voller Reis, Erbsen, Dosensuppen, Wurstkonserven und Ölsardinen. "Wer weiß, wozu man es noch braucht und was noch kommt", sagt die Hausfrau überzeugt. Dazu Papiertaschentücher, Toilettenpapier und Küchenrolle. "Das wird bestimmt noch alles knapp." Durch vier Läden musste sie gehen, um noch zwei Pakete Einweghandschuhe zu finden.

Entspannt mit zwei vollgepackten Tüten ist Victor Bruch (43) unterwegs. Er trägt einen grünen Mundschutz. "Die Masken habe ich im Internet bestellt, als es sie noch gab", sagt er und zieht aus der Jackentasche eine Flasche Handdesinfektionsmittel. "Das habe ich immer dabei." Er erzählt, dass er bereits seit 2016 "zu Hause immer einen kleinen Bunker mit Zeug für vier Wochen hat". Als die Bundesregierung im damals neuen Zivilschutzkonzept empfohlen hatte, einen Notvorrat an Lebensmitteln und Trinkwasser im Haus zu haben, hat er sich seither daran gehalten.

Hamsterkäufe wegen Coronavirus und Covid-19 in Frankfurt: Victor Bruch hat schon seit 2016 Notrationen zu Hause

Es war die erste Überarbeitung des Zivilschutzkonzeptes seit 1995 nach der sicherheitspolitischen Entspannung nach Beendigung des Kalten Krieges. "Die Vorräte müssen rotieren und man verbraucht ja auch was. Dann besorge ich mir Nachschub. Auch bei Medikamenten." Er greift als Notration für Lebensmittel auf militärische Vorratsartikel zurück. Traubenzucker, gepresstes Getreide und Würste gehören dazu. Das sei praktisch und man müsse nicht dauernd in den Supermarkt, erklärt er. "Es wundert mich, dass die meisten Leute so gleichgültig sind. Das ist doch schade, wenn es nichts mehr gibt und es zu spät ist. Es lässt doch auch niemand die Wohnungstür offen stehen auf gut Glück, dass nichts passiert."

Für Bruch ist es selbstverständlich, auch immer ausreichend Notmedikamente zu Hause zu haben. "Verbandszeug, Schmerz- und Fiebermittel sind ebenso selbstverständlich wie Desinfektionsmittel und Mundschutz. Das nimmt kaum Platz weg und frisst auch kein Brot."

Bruchs Vorräte reichen für etwa vier Wochen und er sorgt sich etwas. "Seit einer Woche habe ich nicht mehr geguckt, ob alles Wesentliche noch zu bekommen ist. Wahrscheinlich wird es bald knapp, aber ich hoffe, dass die Hersteller und die Regierung dafür sorgen, dass genug Notfallpakete jederzeit zur Verfügung stehen". 

Von Sabine Schramek

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