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So ist manches besser zu ertragen: Andrea Heymann und Patricia Immler (v.l.) von den ?Lastenradlern Frankfurt?.

Lastenräder für alle

Crowdfunding Trio sammelt im Internet Geld für kostenfreie Ausleihe

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Ein Lastenfahrrad für jeden, der eins braucht. Kostenlos und unkompliziert. Das ist das Ziel, das eine lose Gruppe von Nachbarn aus dem Dornbusch anstrebt. Doch dazu brauchen sie Geld. Deshalb beginnt morgen eine Geldsammelaktion im Internet, ein sogenanntes Crowdfunding.

Bei der Velo-Messe an der Eissporthalle entdeckte Manfred Fußnecker seine Begeisterung für Lastenfahrräder. Er wollte sofort eins haben – nicht nur für sich allein, auch für seine Nachbarn. So entstand vor gut einem Jahr die Idee zu „Lastenradler Frankfurt“.

Dahinter stecken umweltbewusste und radbegeisterte Dornbuschler, von denen keiner ein Auto besitzt. Durch die Nachbarschaftsplattform „nebenan.de“ taten sie sich zusammen. Und so stießen auch Andrea Heymann, Fußneckers Frau, und Patricia Immler dazu. Gut ein Jahr brauchten sie, um das Vorhaben auf den Weg zu bringen. „Es ging auch um rechtliche Fragen“, so Patricia Immler. Die sind jetzt geklärt, und die Gruppe arbeitet mit „Transitiontown“ zusammen. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Nachhaltigkeitsinitiative; die Umwelt zu schonen ist ihr Kernanliegen. „Sie sind der Träger unseres Lastenräder-Projektes“, erklärt Patricia Immler.

Nun haben die „Lastenradler Frankfurt“ einen Wunsch: Drei Fahrzeuge anschaffen und sie an drei Orten in Frankfurt zum kostenlosen Verleih anbieten. Dabei haben sie entschieden, Räder ohne Elektromotor zu kaufen, weil sie leichter in der Handhabung und weniger wartungsintensiv sind. Allein es mangelt am Geld. Weil das Vorhaben daran nicht scheitern soll, startet am morgigen Samstag unter

radler-frankfurt eine Crowdfunding-Aktion. Das ist Neudeutsch für „Schwarmfinanzierung“ und bedeutet: Wer Geld für dieses Projekt spenden will, klickt auf diese Seite und gibt so viel er möchte.

Die „Lastenradler Frankfurt“ brauchen recht viel Geld. Mindestens 3500 Euro bis zum 21. Oktober. „Wenn wir die Mindestsumme erhalten, dann kaufen wir erst mal ein Lastenfahrrad. Wenn wir 10 000 Euro erreichen, werden es drei. Und bei allem, was darüber hinausgeht, werden wir weitere Lastenräder anschaffen“, sagt Andrea Heymann. Falls die Summe nicht erreicht wird, macht das auch nichts, „denn dann passiert eben nichts“, so Patricia Immler. Die Spender würden dann ihr Geld zurückbekommen.

Geht alles gut, kann sich bald jeder auf der dann entstandenen Homepage anmelden und ein Lastenrad reservieren. Einen Tag wird man dann wohl warten müssen, spontan wird man nicht an den starken Drahtesel kommen.

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