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Damit Radler im Winter nicht ausrutschen

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Von: Clemens Dörrenberg

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An Flüssen herrscht besonders hohe Eisgefahr. Deshalb sind die eigens für Radwege angeschafften kleinen Streufahrzeuge wie dieses hier derzeit am Schaumainkai unterwegs. Im Sommer können die Fahrzeuge als Kehrmaschinen benutzt werden.
An Flüssen herrscht besonders hohe Eisgefahr. Deshalb sind die eigens für Radwege angeschafften kleinen Streufahrzeuge wie dieses hier derzeit am Schaumainkai unterwegs. Im Sommer können die Fahrzeuge als Kehrmaschinen benutzt werden. © Peter Jülich

Stadt und FES stellen schmale Streufahrzeuge für Radwege vor

Spiralförmig verteilt das kleine Streufahrzeug die Salzlauge auf dem Fahrradweg an der Friedensbrücke und am Schaumainkai. Ein rotierender Teller am Heck des Gefährts schleudert die weißen Körner auf den Asphalt. In der Größe eines üblichen Kehrfahrzeuges ist es bedeutend kleiner als große Streulaster für Straßen und kann nur durch die kompakte Größe auf dem etwa zwei Meter breiten Radweg manövriert werden. Insgesamt fünf dieser schmalen Streufahrzeuge hat das Stadtreinigungsunternehmen FES entwickelt und setzt sie seit November ein, um Radfahrern das Leben bei Kälte und Nässe zu erleichtern.

Gestern haben Verantwortliche der Stadt und der FES eines der Streufahrzeuge vorgestellt. "Wenn Fahrradfahren eine Ganzjahresmöglichkeit sein soll, muss der Winterdienst dazugehören", sagte Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne). Er bezeichnete den Dienst als "Daseinsvorsorge".

Jährlich investiert die Stadt dafür rund 200 000 Euro. Mit der Summe werden die Personalkosten und die Anschaffung der fünf Streufahrzeuge gedeckt. "Wir wollen, dass Menschen vom Auto aufs Fahrrad umsteigen", betonte Umweltdezernentin und FES-Aufsichtsratsvorsitzende Rosemarie Heilig (Grüne). Zur Schonung von Pflanzen und Tieren werde "nicht mit Split", sondern mit einem "Salz-Wasser-Gemisch" gestreut, betonte sie. Weil das Salz aber Metall rosten lässt, riet FES-Geschäftsführer Dirk Remmert: "Dagegen hilft nur regelmäßiges Putzen." Er berichtete außerdem, dass die Streufahrzeuge im Frühjahr zu Kehrfahrzeugen umgerüstet werden könnten.

Bei den fünf Betriebsstätten der FES seien in Frankfurt so viele Touren entwickelt worden, wie am ehesten Bedarf für den Winterdienst auf Radwegen bestehe (siehe Textende). "Im Stadtgebiet ist die Glättegefahr nicht überall gleich", sagte Remmert. An Flüssen sei sie etwa besonders hoch. Mit Messstationen sowie durch Sicherheitskontrollen von FES-Mitarbeitenden am frühen Morgen würden die zentralen Routen auf Glätte geprüft. "Wenn es friert, ist das Unglück schon geschehen", sagte Remmert. Daher sei es wichtig, präventiv zu arbeiten.

Fünf eisfreie Radtouren

Die fünf neuen Touren, auf denen die Stadt auch von Fahrbahnen getrennte Abschnitte und Radwege auf Gehwegen gegen Eis wappnet, sind zwischen 26 und 38 Kilometer lang, gesamt 153 Kilometer. Sie werden ab 5 Uhr früh zeitgleich mit den Hauptverkehrsstraßen abgefahren, sobald winterliche Verhältnisse angekündigt sind. Eine großflächige Nachbearbeitung des gesamten, 400 Kilometer langen Asphalt-Radwegenetzes gab und gibt es weiterhin bei Volleinsätzen, etwa bei Schneefall.

Tour 1 umrundet Sachsenhausen. Vor allem am Main wird kontrolliert und an den großen Straßen wie Niederräder Landstraße, Mörfelder Landstraße, Darmstädter Landstraße. Auf der nördlichen Mainseite ist die Sonnemannstraße dabei.

Tour 2: Bornheim, Nordend, Ostend, Fechenheim, Riederwald und Bergen-Enkheim - auch hier vornehmlich die großen Straßen wie etwa der Ratsweg, die Hanauer Landstraße oder der Alleenring.

Tour 3: Bahnhofsviertel, Gutleut, Gallus, Europaviertel. Zudem über Hauptbahnhof und Messe der westliche Alleenring: Friedrich-Ebert-Anlage, Senckenberganlage, Zeppelinallee. Entlang Miquel- und Hansaallee wird der Grüneburgpark und der Uni-Campus Westend umrundet. Über Reuterweg und Mainzer Landstraße wird der Kreis geschlossen.

Tour 4: Heddernheim zum Weißen Stein. Die Hügelstraße bis Ginnheim und nach Eckenheim (Jean-Monet-Straße, Elisabeth-Schwarzhaupt-Anlage). Im Dornbusch: Marbachweg bis Gießener Straße.

Tour 5: Der Westen. Vor allem die Verbindungen von Höchst und Unterliederbach (Königsteiner Straße), die Höchster Farbenstraße bis kurz vor Sindlingen, die Leunastraße und Leunabrücke, Schwanheim dann die Schwanheimer Brücke mit allen Zufahrten, von der Nordseite dann durch Nied entlang Nieder Kirchweg, Mainzer Landstraße zurück nach Höchst. Den Abschluss bildet dann die Kurmainzer Straße bis kurz vor Sossenheim und zurück.

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