Da werden Erinnerungen wach: 150 Bilder, die die Aktivitäten des Abenteuerspielplatzes in den vergangenen Jahren zeigen, sind derzeit am Zaun des Colorado Parks zu sehen.
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Da werden Erinnerungen wach: 150 Bilder, die die Aktivitäten des Abenteuerspielplatzes in den vergangenen Jahren zeigen, sind derzeit am Zaun des Colorado Parks zu sehen.

Kindheitserinnerungen

Das ist die längste Ausstellung im Stadtteil

  • vonSabine Schramek
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GINNHEIM Während Kinder Wigwams und Brücken bauen, schaukeln und toben, können Große und Kleine rund um den Abenteuerspielplatzes Colorado Park ein Museum für alle erleben. Kunterbunte Fotos zeigen die Erlebnisse aus der Geschichte der Abenteuerspielplätze, Spielmobile und Mainspiele des Vereins.

Ginnheim -Rauch steigt auf aus dicken Holzscheiten an der Grillstelle, an der Stockbrot und Würstchen langsam gar werden. Holzpferde beäugen neugierig das Treiben in den Tipis aus Holz und den bunten Hütten. Zwischen kunstvoll geschnitzten Totempfählen, Brücken und Mini-Mammutbäumen ist endlich wieder Leben. Seit 1997 gibt es den Abenteuerspielplatz Colorado Park. Jetzt bringen die 7000 Quadratmeter zwei Wochen lang auch außen Farbe ins Leben. "Die Museen sind zu. Wir machen eine Open-Air-Ausstellung für jedermann", sagt Michael Paris (65), der Vorsitzende des Vereins Abenteuerspielplatz Riederwald, der die Anlage betreibt.

Seit 1974 gibt es den Verein. Ein Jahr zuvor wurde der Abenteuerspielplatz Riederwald eingeweiht. 1992 folgte die Dependance am Günthersburgpark, 1997 die in Ginnheim. Dazu kommen Spielmobile, Sommerfeste auf dem Opernplatz, die Mainspiele in den Sommerferien, Osterfeuer und seit 2020 auch Herbstspiele an der Hauptwache.

Der ganze Zaun als Bühne

"Auch in Pandemiezeiten wollen wir, dass Kinder spielen können und Erwachsene Spaß haben", so Paris. Entlang des Zauns am Colorado Park strahlen große bunte Planen, die den gesamten Zaun bedecken.

Auf gelben, roten, pinkfarbenen, grünen und hellblauen Hintergründen sind Halloweenkürbisse, Plätzchen, die von Kindern gebacken wurden, Wasserspiele, Bullenreiten, Klettern und Kinder-Feuerwehr und das neue Hafenpiratenboot mit 280 PS zu sehen, die im Sommer über den Main schippern. Spielmobile, Feuerspiele und Abenteuer beim Häuserbauen, Planschen in einem Pool, Indianerdörfer und Hüpfburgen. "Die Idee hatten wir bei der letzten Zusammenkunft im November im Riederwald", so Paris. "Die Abzäunung dort Richtung Luftbad sieht nicht so einladend aus, wir wollten den Bauzaun verschönern. Damit alle etwas von der Ausstellung haben, wollen wir die Bauzaunbilder auch in Ginnheim zeigen." Die Mitarbeiter und Kinder haben Spaß dabei. Sie erkennen sich wieder beim Sägen, Klettern und Toben. Sie tuscheln von ihren Abenteuern, von gemeinsamem Spielen und Werken. 150 Fotos sind auf den 40 Planen zu entdecken. "In zwei Wochen kommen sie an den Bauzaun im Riederwald", so der Vereinsvorsitzende.

Noch nicht wie früher

Normalität ist noch nicht zurück auf den drei Abenteuerspielplätzen, aber Toben ist möglich. Mit Listen, Desinfektionsmittel und Abstand. An den ersten warmen Tagen haben im Riederwald 150 Kinder gespielt, im Colorado Park 120 und noch mehr auf dem Abenteuerspielplatz im Günthersburgpark. Dass die Kinder glücklich sind, wieder toben zu können, ist eindeutig. Sie lachen und teilen Ideen, malen, rennen und tragen stolz Stockbrot durch ihr Abenteuergelände. Sie verstecken sich, suchen nach zarten Pflanzenspitzen, die aus Beeten gucken, und patschen mit Gummistiefeln im Matsch. Auf Hygienevorschriften achten die Betreuer. Am großen Backofen wird artig gewartet, bis Brezeln und Würstchen verteilt werden. Aktionen sind auch schon wieder geplant. Am 27. März kommen die "Müllionäre" zusammen, die rund um den Abenteuerspielplatz im Riederwald aufräumen.

Im April gibt es eine noch größere Hüpfkissenburg für die Kids, bei den Sommerspielen 2021 auf dem Opernplatz kommt ein neues Bungee-Trampolin ebenso zum Einsatz wie die mobile Kletterwand. In den Oster- und Herbstferien wird wieder ein Bildhauerkurs angeboten. "Natürlich unter Beachtung der Corona-Regeln", so Paris, während die Kinder aufgeregt von Rollenrutschen und Geisterbahnen schwärmen und zu Farbe und Pinsel greifen, um selbst geschnitzte Figuren für ihre Hütten bunt anzumalen, und nach Staudämmen in ihren Bächen zwischen Canyons Ausschau halten. Sabine Schramek

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