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Das Oberräder Apfelweinfestival ist zurück

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Von: Stefanie Wehr

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Michael Koch schenkt seinen "Oberräder Fratzenschneider" aus. Denn es gibt Grund zur Freude: Der Ski-Club Oberrad plant das erste Apfelweinfestival seit drei Jahren. FOTO: leonhard hamerski
Michael Koch schenkt seinen "Oberräder Fratzenschneider" aus. Denn es gibt Grund zur Freude: Der Ski-Club Oberrad plant das erste Apfelweinfestival seit drei Jahren. © Hamerski

An 15 Ständen kann man am 29. Mai über den besten Ebbelwoi abstimmen und so den neuen Apfelweinkönig erwählen.

Frankfurt -Leckeren Schoppen, Sonnenschein und gute Laune, diese drei Dinge gibt es auf der Äppel-Ranch von Michael Koch am Ende der Gräfendeichstraße grundsätzlich. Koch, den man in Oberrad unter seinem Spitznamen "Euro" kennt, verkündet auf dem grünen Gartengrundstück mit blühenden Apfelbäumen große Pläne: Das Oberräder Apfelweinfestival, ausgerichtet vom Ski-Club Oberrad, findet nach zwei Corona-Jahren Pause endlich wieder statt. "Wir feiern am Sonntag, 29. Mai", freut sich Mit-Organisator Koch.

Die Frankfurter feiern erstmals draußen

"Besonders schön ist unsere neue Fest-Location: Dieses Jahr feiern wir erstmals draußen unter freiem Himmel, auf dem Gelände der Gärtnerei Scondo am Burgenlandweg. Wir bauen Bierbänke und Tische auf und es gibt einen Foodtruck mit Frankfurter Spezialitäten." Und es wird reichlich Schoppen fließen. Damit alle unbeeinflusst ihr Urteil über den besten Ebbelwei des Jahrgangs 2021 fällen können, natürlich nur in Probierportionen.

Wie in den Jahren zuvor wird auf dem Traditionsfestival der beste Schoppen des Stadtteils gekürt - wer das beste Stöffsche des Jahres "gebraut" hat, wird der Apfelweinkönig. Das Publikum ist wie immer die Jury. 14 verschiedene Apfelweine, alle von Oberräder Hobby-Kelterern vor Ort produziert, gehen ins Rennen. Außerdem gibt es einen Gast-Kelterer von außerhalb. Der nimmt zwar am Wettbewerb teil, kann aber nicht zum Oberräder Apfelweinkönig gekrönt werden. Sollte der Auswärts-Schoppen der beste sein, gibt es eben keinen König.

Am Eingang erhält jeder Gast einen kleinen Beutel mit 15 Jetons. An 15 Ständen wird aus Bembeln der Schoppen ausgeschenkt. Man kann so oft probieren, wie man will, um ganz sicher sagen zu können, welcher am besten schmeckt. Vor jedem Proben-Bembel steht eine Dose. Je nach Geschmack können die Gäste ihre Jetons auf die 15 Dosen verteilen. Am Ende werden die Dosen auf die Waage gestellt - die schwerste gewinnt. Das alles unter strenger Aufsicht eines Juristen, der am Ende auch im spannenden Countdown Verlierer und Gewinner verliest.

Gekürt wird der neue Apfelweinkönig

Amtierender Apfelweinkönig seit drei Jahren ist Jürgen Liller vom Oberräder Bierhaus. Er tritt auch dieses Mal wieder an. "Euro" freut sich, dass außerdem einiger Nachwuchs antritt: Zum Beispiel die "Schoppen Crew", eine Gruppe junger Kelterer oder der 25-jährige Kelterer Timo Keck.

Die Auszeichnung zum Apfelweinkönig sei im übrigen keine Lappalie, sagt Koch: "Der Gewinner darf dann bei den Hessischen Meisterschaften teilnehmen. Dort treten die 20 besten Hobby-Kelterer aus ganz Hessen gegeneinander an. "Das ist DER Event in Sachen Ebbelwei."

Damit beim Oberräder Apfelweinfestival die Gäste eine kulinarische Grundlage im Bauch haben, die obendrein bestens zum Schoppe passt, fahren die "Feldhelden" mit ihrem Foodtruck an. Es gibt Frankfurter Schnitzel mit Grüner Soße und Kartoffeln oder Snacks wie Rindswurst mit Senf. Von Mitgliedern des Ski-Clubs wird Kaffee und Kuchen beigesteuert. Michael Koch schenkt zudem seinen eigenen Schoppen aus, den Oberräder Fratzenschneider, einziges Stöffsche mit Markennamen aus dem Stadtteil. Wer dem Frankfurt-Patriotismus frönen will, kann am Stand von "Fanhouse" ein kultiges Frankfurt-T-Shirt erstehen.

Nicht zuletzt wird die neue Oberräder Apfelweinprinzessin am Festival-Tag in ihr Amt eingeführt. Wer die Dame ist, ist noch geheim. Die Prinzessin wird zwei Jahre lang die amtierende Apfelweinkönigin Maren Hanselmann begleiten, bevor sie selbst zur Apfelweinkönigin aufsteigt.

14. Oberräder Apfelweinfestival

Sonntag, 29. Mai, 12 Uhr, ehemaliger Blumenladen Scondo, Burgenlandweg 15. Eintritt: 6 Euro plus 2 Euro Glaspfand

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