Kein Durchkommen mehr: die Polizei in der Taunusstraße.
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Kein Durchkommen mehr: die Polizei in der Taunusstraße.

Razzia

Dealer und Diebe dingfest gemacht – Polizei kontrolliert im Bahnhofsviertel

  • VonSabine Schramek
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Im Bahnhofsviertel in Frankfurt kommt es am Wochenende zu mehreren Kontrollen. Dabei wird die Polizei fündig.

Frankfurt – Gleich mehrfach hat die Polizei an diesem Wochenende im Bahnhofsviertel und in der Allerheiligenstraße zugeschlagen: Zwischen Samstagvormittag um 9 Uhr und Sonntag, kurz nach Mitternacht, schwärmten die Beamten wiederholt zu Razzien aus. Schwerpunkte waren dabei laut Polizeibericht Rauschgiftkriminalität und Prostitution. So konnten die Beamten in der Taunusstraße in Frankfurt einen Mann aus der Drogenszene dingfest machen, der mutmaßlich ein E-Bike im Wert von rund 5.000 Euro gestohlen hatte.

An der Bahnhofsnordseite, der Allerheiligenstraße sowie im restlichen Bahnhofsviertel standen Kneipen und Bordelle im Zentrum der Kontrollen. Hier deckten die Beamten Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, gegen das Aufenthalts- und Waffengesetz sowie gegen die Corona-Verordnung auf. In einem Fall fanden sie laut Polizeibericht bei einer Person 41.000 Euro Bargeld vor, "ohne glaubhafte Angaben" über die Herkunft, in einem anderen Fall wies sich eine Person mit einer gefälschten rumänischen ID-Card aus.

Frankfurt: Polizeikontrollen im Bahnhofsviertel – Wie aus dem Nichts aufgetauscht

In der Kaiserstraße wurden, wie der Polizeibericht notiert, sechs Straßenprostituierte angetroffen, denen ein Platzverweis erteilt wurde. Kräfte der Stadtpolizei stellten zudem Ordnungswidrigkeiten wegen aufgestellter Spielautomaten fest. Insgesamt 340 Personen wurden bei den beiden Einsätzen kontrolliert. 15,97 Gramm Marihuana, 4,6 Gramm Haschisch, 82 Ecstasytabletten, 0,49 Gramm Amphetamin sowie 0,59 Gramm Crack stellten die Beamten sicher. Ermittlungen wegen Urkundenfälschung und Geldwäsche dauern an.

„Wie aus dem Nichts tauchten am späten Samstagnachmittag mehr als 20 Einsatzwagen und Zivilfahrzeuge der Polizei in der Taunusstraße auf. Zwischen Elbe- und Moselstraße ist für Fahrzeuge innerhalb von Minuten kein Durchkommen mehr. Beide Straßenseiten werden von Polizeiwagen zugestellt. Beamte verteilen sich zügig an Hauseingängen. Großkontrolle.

Razzien in Frankfurt: „Wir sind hier, um ganz normale Kontrollen zu machen“

Passanten gehen eilig weiter oder zurück aus der Richtung, aus der sie gekommen sind. Neugierige tuscheln und fotografieren. Eine Frau murmelt „wenn alles voller Polizei ist, vertreibt das doch Besucher und Kunden. Die Zeiten sind doch auch so schon hart genug.“ Drei Männer vermuten, dass „Papiere überprüft würden und das Einhalten der Corona-Regeln.“ Sie erzählen, dass das in letzter Zeit immer wieder vorkomme. Auch in der Moselstraße laufen zeitgleich Razzien. Es ist ungewöhnlich still in den beiden Straßen. Zwei Stunden lang. Ein Teil der Beamten ist in den Gebäuden, andere sind vor den Türen. „Wir sind hier, um ganz normale Kontrollen zu machen“, sagt ein Polizist. „Heute etwas größer.“ Auf die Frage, was genau kontrolliert wird, antwortet er kurz „alles“. Ebenso schnell, wie die Wagen aufgetaucht sind, verschwinden sie wieder.

Beamte verteilten sich zügig an Hauseingängen. Doch ebenso schnell, wie die Wagen aufgetaucht waren, verschwanden sie auch wieder - bis zum nächsten Einsatz. (bi/red)

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