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Dank des Spätsommerwetters kamen viele Menschen zum Museumsuferfest nach Frankfurt. 

Frankfurt

Defizit beim Museumsuferfest in Frankfurt

Rund zwei Millionen Menschen besuchen das Frankfurter Museumsuferfest und machen daraus das größte Kulturfest der Region.

Die Frankfurter Polizei und der Veranstalter Tourismus+Congress GmbH (TCF) haben eine positive Bilanz des Museumsuferfests gezogen. Am Wochenende kamen den Angaben zufolge rund zwei Millionen Menschen zum größten Kulturfest der Region nach Frankfurt.

Angesichts dieser Besucherzahlen seien die unschönen Vorkommnisse verschwindend gering gewesen, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Er berichtete von einigen Alkoholisierten und Prügeleien, „so wie jede Nacht in Frankfurt“.

„Es gab vergleichsweise wenig Ärger“, sagte Kurt Stroscher von TCF, der das Museumsuferfest organisiert. Auch die Einsätze der Sanitätsdienste hätten sich in Grenzen gehalten.

Betonpoller und Polizei zum Schutz auf dem Museumsuferfest

Die Polizei war mit zahlreichen Beamten im Einsatz, die ansprechbar waren. Zum Schutz der Besucher wurden an einigen Straßen Betonpoller aufgebaut. Vor der Veranstaltung ermahnte die Polizei die Gäste, keine Drohnen oder andere Fluggeräte über das Fest fliegen zu lassen, weil diese bei einem Absturz Menschen gefährden könnten. Die Strafe wurde mit bis zu 50.000 Euro angegeben. Bis Sonntag wurden keine Drohnenflüge bekannt.

Dank des „phänomenalen Spätsommerwetters“ seien am Freitag* rund 200.000, am Samstag 800.000 und am Sonntag knapp eine Million Besucher zum Fest gekommen, so Stroscher. Die Gäste konnten wählen zwischen 16 Bühnen, 25 Museen, Speisen und Getränken von 40 Nationen, Angeboten an 500 Ständen. Neu dabei waren in diesem Jahr das Stoltze-Museum, die Ausstellungshalle Portikus, das Kochkunstmuseum sowie die Aquiles-Denkbar-Bühne.

Das Museumsuferfest endete am Sonntagabend um 22 Uhr mit einem rund 20 Minuten langen Feuerwerk. Danach begannen die Händler unter anderem am Schaumainkai, ihre Stände abzubauen. Die verschiedenen Straßensperrungen am Schaumainkai, Untermainkai, südlichem und nördlichen Mainufer sollen bis heute Abend, um 20 Uhr, aufgehoben sein, sagte Stroscher. „Wir bemühen uns aber, alle Straßen bis zum Berufsverkehr am Montagnachmittag wieder freigeben zu können.“

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Die Kosten für das Museumsuferfest* wurden nicht bekannt. Allerdings räumte Stroscher ein, dass das Fest am letzten August-Wochenende „aufgrund der enorm hohen Sicherheitsvorkehrungen mittlerweile defizitär“ sei. Dieses materielle Defizit werde aber ausgeglichen durch die hohe immaterielle Bedeutung, welche das Fest für die Besucher habe. „Das Museumsuferfest trägt zum positiven Image der Stadt Frankfurt bei“.

*fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks.

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