Ein breiter Gehweg zwischen den Parkplätzen und der Dornbuschkirche - mehr Grün könnte schon bald für mehr Aufenthaltsqualität sorgen. FOTO: leonhard hamerski
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Ein breiter Gehweg zwischen den Parkplätzen und der Dornbuschkirche - mehr Grün könnte schon bald für mehr Aufenthaltsqualität sorgen.

Frankfurter Stadtgestaltung

Dem Platz endlich ein sympathisches Gesicht geben

  • Judith Dietermann
    VonJudith Dietermann
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Stadt schlägt Grünstreifen und Bäume vor

Friedrich Hesse (CDU) wird sich wohl von seinem Wunsch, die Altglascontainer vor der Dornbuschkirche unter die Erde zu verbannen, verabschieden müssen. Das, sagt der Vorsteher im Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim), sei ihm bei einem jüngst stattgefundenen Ortstermin noch einmal deutlich geworden. Gemeinsam mit dem Amt für Straßenbau und Erschließung, dem Grünflächenamt und einer der Gründerin der Initiative "Wir machen Platz" hatte sich der Ortsbeirat auf dem betroffenen Areal getroffen. "Man weiß eben nicht, welche Leitungen darunter verlaufen, das müsste alles erst geprüft werden. Ich habe mich zwar seit einigen Jahren dafür eingesetzt, muss mich aber jetzt wohl damit abfinden, dass das nicht funktioniert", so Hesse.

Initiative setzt sich für Umgestaltung ein

Mit seinem ersten Antrag, die Glascontainer unter die Erde zu bringen und die dortigen Parkplätze neu zu ordnen, war der Ortsvorsteher so etwas wie der Stein des Anstoßes für eine mögliche Umgestaltung des Platzes. Denn es folgten immer mehr Anträge, von fast allen Parteien aus dem Gremium. Und es gründete sich eine Initiative, die sich seit einem knappen Jahr für die Verschönerung der Fläche einsetzt.

Das, wie nun deutlich wurde, wird in naher Zukunft aber wohl nicht der Fall sein. Denn der Parkplatz soll erhalten bleiben. Allerdings in etwas veränderter Form. So könnten die derzeit recht groß markierten Parkplätze verkleinert werden. "Damit dort künftig keine Sprinter mehr abgestellt werden können. So gibt es schon wieder ein Fahrzeug, dass seit zwei Wochen dort steht und nicht bewegt wird", sagte Hesse. Dann müssten diese Transporter allerdings an andere Orte ausweichen und stünden dort, wo sie die Sicht auf den Straßenraum versperrten, kritisierte derweil Thomas Budenz (BFF).

Die Grünen im Ortsbeirat schlug derweil vor, die Parkplätze ein wenig gen Straße hin zu versetzen und auf dem freigewordenen Abschnitt Pflanzkübel und Bänke aufzustellen. Als kurzfristige Maßnahme, wie die Fraktionsvorsitzende Angela Rühle den Vorschlag begründete. Der beim Grünflächenamt allerdings nicht so gut ankam. Pflanzkübel, meinte der dortige Bezirksleiter Nord, Holger Alt, seien "nicht wirklich schön". Stattdessen hatte er einen ganz anderen Vorschlag. "Wir können den breiten Gehweg nutzen und dort parallel zu den Parkplätzen verlaufend einen Grünstreifen anlegen, ein paar Bäume pflanzen und vielleicht sogar Bänke aufstellen", schlug er vor und erntete damit breite Zustimmung des Ortsbeirates. Auch von Angela Rühle. "Das ist fast schon mehr, als wir erwartet haben", sagte sie. Ein Grünstreifen würden das Areal, das schon jetzt viel genutzt werde, gut von der Straße abtrennen. Wenn es der Untergrund hergibt. "Das muss nun erst einmal geprüft werden. Aber wenn das funktioniert, wäre es toll. Die Bereitschaft ist auf jeden Fall da", sagte sie.

Zufriedenheit im Ortsbeirat

"Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden, es wird das gemacht, was gemacht werden kann. Alles weitere wird man sehen", sagte Manfred Höfken (SPD). Wichtig sei es gewesen, durch den Ortstermin festzustellen, was möglich ist. Das habe funktioniert. Und die Container an der Einfahrt zum Platz? Die könne man doch einfach auf die gegenüberliegende Straßenseite verfrachten, schlug Thomas Budenz derweil vor.

Das ist und bleibt Zukunftsmusik. In einem nächsten Schritt werden das Amt für Straßenbau und Erschließung und das Grünflächenamt eine Skizze erstellen und diese dem Ortsbeirat vorstellen. "Hoffentlich zeitnah, darum habe ich gebeten", sagte Friedrich Hesse. judith dietermann

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