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Denn Opa Kalle schafft sie alle

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Von: Alexandra Flieth

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Opa Kalle sitzt zwar im Mittelpunkt, aber auch sonst ist auf der Bühne mächtig was los, hat Rosy Kilian, die Leiterin des Amateur-Ensembles, bis zur Premiere noch eine Menge zu tun. FOTO: enrico sauda
Opa Kalle sitzt zwar im Mittelpunkt, aber auch sonst ist auf der Bühne mächtig was los, hat Rosy Kilian, die Leiterin des Amateur-Ensembles, bis zur Premiere noch eine Menge zu tun. © Sauda

Theater-Truppe der Fidelen Nassauer kehrt nach zwei Jahren auf die Bühne zurück

Die Theatergruppe der Fidelen Nassauer kehrt nach zweijährige Pause zurück auf die Bühne mit der Komödie "Opa Kalle schafft sie alle" der Autorin Martina Worms. "Ursprünglich", so erzählt es Rosy Kilian, Leiterin des Amateur-Ensembles, "wollten wir mit dem Stück schon 2020 unser Publikum unterhalten." Die Pandemie habe dem Vorhaben aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nun möchten die Akteure wieder richtig durchstarten und proben derzeit für die Premiere, zu der sie für Samstag, den 23. April um 20 Uhr ins Clubhaus des Vereins einladen - ganz nach dem Motto: Die Klaa Pariser Theatertage sind wieder zurück.

Aufruhr im Seniorenheim

Im Mittelpunkt des einstudierten Dreiakters steht das Seniorenwohnheim "Waldesblick", das unter dem strengen Regime von Schwester Rabiata geführt wird, gespielt von Sabine Schulz, und dem Heimleiter Peter-Paul Eichner, dargestellt von Harald Böltner. Und die beiden fordern Einsparungen an jeder Ecke - vor allem am Essen der Bewohner und den Heizkosten. Als dann auch noch ein Verkauf des Hauses an eine undurchsichtige Französin droht (Inge Krichbaum), gehen die Senioren auf die Barrikaden - Turbulenzen und Verwicklungen garantiert.

"Traditionell beginnen wir mit den Proben nach dem Ende einer Kampagne", erzählt Rosy Kilian, die vor gut vier Jahrzehnten die Theatergruppe initiierte und sowohl Regie führt als auch selbst mit auf der Bühne steht. Eine Kampagne gab es wie auch schon im vergangenen Jahr zwar nicht, trotzdem haben sich die Mitglieder der Gruppe an die Vorbereitungen für ihre Rollen gemacht. "Wir wussten dennoch vor ein paar Wochen noch nicht, ob das wirklich klappt mit der geplanten Aufführung", sagt sie. Umso glücklicher sei sie, dass es wieder möglich ist.

"Jetzt haben wir insgesamt rund sieben Wochen Zeit, um das Ganze umzusetzen." Alle geben ihr Bestes, zweimal wöchentlich wird im Clubhaus geprobt. Für die Mitglieder der Theatergruppe ist die kurze Probenzeit kein Problem, denn sie sind bereits seit vielen Jahren mit dabei und ein eingespieltes Team. "Wir haben so lange darauf gewartet wieder Theater zu spielen und freuen uns alle sehr darauf", beschreibt Kilian die Gefühle des Ensembles.

Das Besondere an der Komödie ist, dass sie viele unterschiedliche Charaktere auf die Bühne bringt. "Wir sind dieses Mal so viele Darsteller wie schon lange nicht mehr", sagt die Ensemble-Leiterin weiter. Insgesamt 13 Mitglieder der Theatergruppe übernehmen aktiv eine Rolle. Doch auch hinter den Kulissen sorgen wie immer zahlreiche Helfer dafür, dass die Inszenierung ein Erfolg wird und das Publikum unterhält. "Jetzt, wo die Fastnacht erneut ausgefallen ist, freuen sich die Leute unheimlich auf unser Theaterstück", weiß Kilian, die selbst eine große Leidenschaft für das Theaterspielen hegt. Das war einst auch ihre Motivation, das Darstellende Spiel in den Verein zu bringen. Eine Idee, die zu einer Erfolgsgeschichte geworden ist und in der Vergangenheit begeistert vom Publikum angenommen wurde.

Plätze weiter begrenzt

Trotz der Tatsache, dass die bisher wegen der Corona-Pandemie geltenden Einschränkungen nun weitestgehend wegfallen würden, blickten sie dennoch auch immer auf die aktuelle Lage. So soll die Bestuhlung im Clubhaus nicht die noch in Vor-Corona-Zeiten üblichen 300 Plätze umfassen. "Pro Tisch werden wir nur sechs anstatt der acht möglichen Stühle aufstellen lassen", sagt Kilian, die sich vor allem wünscht, dass das Publikum die Aufführungen so wie früher genießen kann.

Neben der Premiere ist am Sonntag, 24. April um 16 Uhr noch eine zweite Aufführung im Clubhaus des Vereins im Wenzelweg 21 geplant. Traditionell mit Kaffee und Kuchen. Einlass hierfür ist ab 15 Uhr. Die Karten kosten 9 Euro pro Person. Eintrittskarten können der E-Mail unter tickets@fidele-nassauer.de bestellt oder direkt donnerstags von 19.30 bis 20.30 Uhr in der Gaststätte des Clubhauses erworben werden. Weitere Infos unter www.fidele-nassauer.de im Internet. Alexandra Flieth

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