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Der Bruchfeldplatz soll schöner werden

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Von: Stefanie Wehr

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Der wichtigste Platz des Stadtteils wird kaum noch von der Allgemeinheit genutzt, seit die Kita im Jahr 2019 dorthin ausgelagert wurde. Das soll sich ändern.
Der wichtigste Platz des Stadtteils wird kaum noch von der Allgemeinheit genutzt, seit die Kita im Jahr 2019 dorthin ausgelagert wurde. Das soll sich ändern. © faust

19 Bäume müssen weíchen - Toiletten und eine Café geplant

Weil auf dem Bruchfeldplatz vor kurzem einige Bäume mit farbigen Streifen markiert waren, schlugen schon einige Niederräder Alarm. „Das Grünflächenamt markiert keine Bäume, wenn sie gefällt werden sollen“, versucht Sprecherin Lena Berneburg die Bedenken auszuräumen. Es könne noch keine Aussage zu den Baumfällungen gemacht werden, da die Planungen noch nicht abgeschlossen seien. Jedoch ist laut Finanzierungsvorlage vorgesehen, dass 19 Bäume gefällt werden, zwei davon stehen sogar eigentlich unter Schutz. 25 Laubbäume werden laut Vorlage aber nachgepflanzt.

Landschaftsarchitekt wird noch gesucht

Das Herz des Stadtteils soll schöner werden - der Finanzierung hat nun auch die Stadtverordnetenversammlung im September zugestimmt und damit die Vorplanung auf dem Weg gebracht.

Stadtplanungsamt, Amt für Straßenbau und Erschließung und das Grünflächenamt sind damit derzeit beschäftigt. Außerdem wird noch ein Landschaftsarchitekturbüro gesucht, das mithilft. Finanziert wird die Gestaltung auch aus Geldern des Programms Schöneres Frankfurt, Kostenpunkt insgesamt: 5,8 Millionen Euro. Die Neugestaltung des Platzes wird demnach sogar etwas teurer als der neue Rennbahnpark.

Damit der Bruchfeldplatz einheitlicher als vorher wahrgenommen werden kann, schlägt das Konzept einen homogenen „Oberflächenteppich“ aus farblich aufeinander abgestimmten Belägen vor. Die Gehwege und der Platz entlang der Bruchfeldstraße werden in Betonsteinpflaster mit Natursteinvorsatz vorgeschlagen.

Auch der Kirchenvorplatz auf der gegenüberliegenden Seite der Bruchfeldstraße wird im gleichen Stil neu gestaltet. „Damit wird der Vorplatz etwas stärker als Teil des Gesamtplatzes wahrgenommen“, erläutert Sandra Rosenkranz, ebenfalls Sprecherin des Grünflächenamts. Der Platz vor der Kirche, auf dem samstags der Wochenmarkt stattfindet, ist in die Jahre gekommen ist und uneben geworden, Baumwurzeln bilden Stolperfallen. Der gesamte Platz soll neu gepflastert werden. Auch die Kniebisstraße, die Bruchfeldstraßewerden grunderneuert. Die Bruchfeldstraße am südlichen Platzrand mit der Gleisführung in Mittelllage bedarf nur einer Deckenerneuerung.

Zur Bruchfeldstraße hin soll ein urbaner Platz mit einem Café im östlichen Teil entstehen. Das Café hatten sich die Bürger beim den Planungswerkstätten gewünscht, dort wird es auch eine öffentliche Toilette geben.

Im südwestlichen Teil des Platzes zur Straße hin wird künftig der Wochenmarkt seine Stände aufbauen. Die grüne Mitte des Bruchfeldplatzes wird mit Spielflächen gestaltet. Kleinkinder können sich bei Wasserspielen austoben, für größere Kinder und Jugendliche soll ein Abschnitt zur Kniebisstraße hin neu gestaltet werden. Wann es mit dem Umbau losgeht, ist noch unklar. Denn zuerst muss die ausgelagerte Kita 122 in ihr neues Gebäude in der Kelsterbacher Straße umziehen. Vorgesehen ist, dass das neue „Gute-Laune-Haus“ dieses Jahr fertig wird und der Umzug nicht mehr lange auf sich warten lässt. Dann müssen die schwarzen Container und der Zaun um den Spielplatz auf dem Dalles abgebaut werden.

Der Bruchfeldplatz soll nach Jahren endlich zu der belebten und beliebten Stadtteilmitte entwickeln, die sich die Niederräder schon lange wünschen. Damit geht auch die Hoffnung einher, dass der Platz nicht länger von zwielichtiger Klientel besucht wird. Anwohner beschwerten sich über ungenierten Drogenkonsum auf dem Bruchfeldplatz.

Sogar der eingezäunte Spielplatz der Kita blieb davon nicht verschont. Es sei bereits vorgekommen, dass Kita-Kinder morgens auf den Spielplatz stürmten und dort schlafende Obdachlose und Drogenkonsumenten vorfanden, berichtete die Kinderbeauftragte Becky Suck vor kurzem dem Ortsbeirat.

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