Mein Freund, der Baum... Das Gelände in der Römerstadt 126 wird von allem Grün befreit. Erstmals gibt es einen neuen Blick auf die Rückseite der Ami-Bracken.
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Mein Freund, der Baum... Das Gelände in der Römerstadt 126 wird von allem Grün befreit. Erstmals gibt es einen neuen Blick auf die Rückseite der Ami-Bracken.

Ausgrabungen in Frankfurt

Der Kahlschlag hat begonnen

  • Oscar Unger
    VonOscar Unger
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Rund um die Ami-Baracken in der Römerstadt fallen Bäume und Büsche

Die Kettensäge kreischt, Äste knacken, eine gelber Bagger beißt sich durchs Unterholz. Rund um die ehemaligen Versorgungsbaracken der Amerikaner auf dem Areal "In der Römerstadt 126 - 134" haben jetzt wie angekündigt die Rodungsarbeiten begonnen. Dort will die ABG Frankfurt Holding in neun Gebäuden 190 Wohnungen schaffen und eine Kita errichten. Doch zuvor wird das knapp ein Hektar große Areal - das letzte noch nicht komplett bebaute und erschlossene Stück der römischen Stadt Nida (circa 75 bis 280 n. Chr.) gerodet und dann von der Bodendenkmalpflege untersucht. Rund 12 Monate sind dafür veranschlagt.

Was sich dort finden werde, sei völlig offen, so Andrea Hampel, die Leiterin der Bodendenkmalpflege. Mit einer repräsentativen Bebauung sei aber nicht zu rechnen, ließ sie die Mitglieder des Ortsbeirates 8 bei deren jüngster Sitzung im September wissen. Das Stadtteilparlament hatte sich dafür ausgesprochen, die römischen Überreste zu retten und vor Ort gebührend zu präsentieren. Zeitweise war gar von einem Römerpark die Rede.

Dem erteilte ABG-Chef Frank Junker eine klare Absage. Gleichwohl sei man aber bereit, die bereist existierenden und noch möglichen Funde "in eine großzügige Freiflächengestaltung einzubeziehen" und "in die Baukörper, in die Tiefgarage und die Keller" zu integrieren. Wie genau das aussehen könnte, soll in einem Jahr erneut mit dem Ortsbeirats erörtert werden, sicherte Junker zu. Jetzt haben erst einmal die Kettensägen und Bagger das Wort. ou

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