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Der neue Vorstand hat große Pläne

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Von: Alexandra Flieth

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Mit vielen Plänen gestartet ist der neue Vorstand (v.l.) mit Niklas Buchhorn, Martina Schekelinski, Andreas Duetsch, Laura Peter, David Laycock und Julian Kohnert. FOTO: maik reuss
Mit vielen Plänen gestartet ist der neue Vorstand (v.l.) mit Niklas Buchhorn, Martina Schekelinski, Andreas Duetsch, Laura Peter, David Laycock und Julian Kohnert. © Maik Reuß

Die Cherusker wollen ihren 90. Geburtstag mit einem Familienfest im September feiern

Auf dem Grundstück der Pfadfinder vom Stamm der Cherusker der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) in Unterliederbach soll es in diesem Jahr eine große Geburtstagsfeier geben. "Jubel" nennen es die Mitglieder des Stammes, der 1932, also vor genau 90 Jahren gegründet wurde. Das Fest soll am 17. September als Familienfest über die Bühne gehen, erzählt Andreas Duetsch, frischgewählter Vorstandsvorsitzender des Freundes- und Förderkreises der DPSG Frankfurt-Unterliederbach. Erst seit knapp vier Wochen ist er im Amt und übernimmt damit die Nachfolge des langjährigen Vorsitzenden Karl Leo Schneeweis, der den rechtlich als Verein gestalteten Förderkreis 1978 ins Leben rief und sich dieser Aufgabe mehrere Jahrzehnte lang widmete.

Neben Andreas Duetsch sind noch drei weitere neue Vorstandsmitglieder gewählt worden - David Laycock in der Funktion des Schatzmeisters, Martina Schekelinski als Schriftführerin und Niklas Buchhorn als Beisitzer, der mit 25 Jahren der jüngste im neugewählten Vorstand ist und sich speziell um das Pfadfindergrundstück kümmert, das im Eigentum des Freundes- und Förderkreises liegt. Es befindet sich nur wenige Schritte vom Bahnhof des Stadtteils entfernt und es steht im Fokus der Aufgaben, die der neue Vorstand ganz pragmatisch angehen möchte.

Das Grundstück vor Einbrechern schützen

Das große Fest zum 90-jährigen Geburtstag des Pfadfinderstammes der Cherusker in Unterliederbach und Sicherungsmaßnahmen am Grundstück sind daher auch zwei zentrale Punkte, die sie sich für dieses Jahr auf die Fahne geschrieben haben. Besonders die Sicherungsmaßnahmen liegen den neuen Vorstandsmitgliedern am Herzen, kam es doch in der Vergangenheit immer wieder dazu, dass Fremde sich Zugang zu dem rund 2600 Quadratmeter großen Grundstück verschafft, Sachbeschädigungen und sogar Diebstähle begangen haben. "Das soll in Zukunft verhindert werden", sagt Andreas Duetsch.

Gelände für Schulen und Kitas öffnen

"Gleichzeitig möchten wir Nutzungsangebote für das Gelände entwickeln und es auch für andere Kinder- und Jugendgruppen öffnen", fügt er hinzu. "Die Gruppen des Pfadfinderstammes sind an den Nachmittagen auf dem Grundstück, an den Vormittagen können wir uns vorstellen, dass zum Beispiel Kindergarten- oder Schulgruppen es ebenfalls mit nutzen können", fügt der Vorsitzende des Förderkreises hinzu. Wichtig sei, dass Kinder hiervon profitieren, etwas lernen und Spaß haben, beschreibt David Laycock.

Der Stamm in Unterliederbach ist einer von heute rund 1200 Stämmen und Siedlungen der 1929 gegründeten DPSG mit derzeit rund 95 000 Mitgliedern in Deutschland, verteilt auf 125 Diözesen. Die Unterliederbacher Pfadfinder haben derzeit 125 Mitglieder. "Wir haben aktuell fünf Gruppen, die jüngsten sind vier Jahre alt", sagt Laura Peter, die seit 1999 aktiv beim DPSG Stamm der Cherusker mit dabei ist. Mit ihrem Mitstreiter Julian Kohnert, der seit 2002 bei den Pfadfindern ist, teilt sie sich seit 2016 den Stammesvorstand. Von Amts wegen sind die beiden daher auch Teil des Vorstandes des Freundes- und Förderkreises der DPSG Frankfurt-Unterliederbach. "Für unsere Gruppen suchen wir immer auch Leiter", sagt Kohnert.

Duetsch, Schekelinski und Laycock sind Eltern von ehemaligen Pfadfinderkindern des Stammes und kennen sich bereits seit dieser Zeit. "Wir haben uns auf den Veranstaltungen getroffen, auf denen wir als Eltern mitgeholfen haben", sagt Martina Schekelinski. "Unsere Kinder hatten als Pfadfinder eine schönes Zeit", erzählen die drei weiter übereinstimmend. Nun möchten sie mit ihrer Vorstandarbeit wieder etwas zurückgeben. Dafür möchten sie auch die Eltern mit ins Boot holen und sie dazu motivieren, sich zum Beispiel für die Pflege des Geländes mit einzubringen. So stehe dort demnächst etwa der Rückschnitt der Sträucher und Grünpflanzen an.

Darüber hinaus solle durch einen Fachmann die Stabilität der Bäume auf dem Grundstück überprüft werden. Auch die Vernetzung mit anderen Institutionen aus dem Stadtteil, wie der Freiwilligen Feuerwehr, sei ihnen sehr wichtig.

Infos zum Pfadfinderstamm gibt es im Internet unter www.dpsg-cherusker.de.

Alexandra Flieth

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