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Der Weg zur Riedhofschule muss sicherer werden

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Von: Stefanie Wehr

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Riedhofschüler müssen über die große und vielbefahrene Kreuzung der Kennedyallee.
Riedhofschüler müssen über die große und vielbefahrene Kreuzung der Kennedyallee. © Michael Faust

Grundschulen beschäftigen den Ortsbeirat - Bildungsdezernentin Sylvia Weber steht Rede und Antwort.

Der Schulweg zur Riedhofschule soll zusammen mit der Schulgemeinde sicherer gestaltet werden. Darauf dringen CDU, SPD und FDP im Ortsbeirat 5.

Ein Antrag der Koalition, der in der nächsten Sitzung an diesem Freitag eingebracht wird, fordert, dass Verkehrsschilder mit dem Zusatzzeichen „Schulweg“ angebracht werden. Zudem soll der offizielle Schulweg „möglichst nicht über große und unübersichtliche Kreuzungen von Hauptverkehrsstraßen führen“. Dort, wo das unumgänglich sei, soll die Grünphase für Fußgänger zum Überqueren der Straße ausreichend lang sein, damit Sicherheit gegeben ist. Auch regelmäßig Geschwindigkeitskontrollen soll die Stadt dort machen, wo Kinder ihren Schulweg haben.

Für viele Grundschüler führt der tägliche Weg zur Schule und nach Hause über die große Kreuzung der Kennedyallee mit der Stresesmannallee, wo häufig zu schnell gefahren wird (wir berichteten). Weiterer Punkt: Die Stadt soll dafür sorgen, dass der gesamte Schulweg ausreichend beleuchtet ist. Auch die Grünfläche neben dem Abenteuerspielplatz Wildgarten an der Stresemannallee, die von vielen Grundschulkindern auf dem Weg zur Riedhofschule genutzt wird. Die Stadt lehnt seit Jahren ab, dass dort morgens in den Wintermonaten beleuchtet wird - aus Gründen des Insektenschutzes.

Die Kinderbeauftragte Christine Wendel-Roth findet die Begründung nicht ausreichend. Insekten- und Umweltschutz seien wichtige Ziele, aber wenn Kinder einen Weg nicht nutzen und statt dessen mit dem Auto zur Schule gebracht werden, sei es mit dem Umweltschutz nicht mehr weit her. „Im Sinne eines sicheren fußläufigen Schulwegs und somit ja auch der Verringerung des Aufkommens umweltschädlicher Elterntaxis braucht es in der dunklen Jahreszeit morgens und am späten Nachmittag zum Ende der Betreuungszeit manchmal beleuchtete Grünflächen“, so Wendel-Roth.

Auch auf dem Weg zur Martin-Buber-Schule nutzen viele Kinder einen Stichweg, der allerdings im Winter dunkel bleibt. Der Weg ist deshalb kein offizieller Schulweg. Kinder sind dort also nicht versichert. Hier sei ein Umdenken erforderlich, findet die Kinderbeauftragte. Eine Möglichkeit sei es, insektenfreundliche, warmweiße LED-Outdoorlampen einzusetzen. Diese würden energiesparend solarbetrieben und verfügten über ein Zeitschaltmodul, „zumal sie nur saisonal frühmorgens und am späten Nachmittag benötigt werden“. Diese und weitere Punkte soll die Stadt zügig angehen.

Zügig ist auch das Stichwort bei der geplanten Auslagerung der Gruneliusschule, die saniert und neu gebaut werden soll. Die Oberräder Grundschule soll auf den Pfaffenacker an der Offenbacher Landstraße in Container ausgelagert werden - und das möglichst bald, denn das Schulhaus ist marode. Einen Zeitplan und weitere Details hierfür stellt die Schuldezernentin Sylvia Weber (SPD) in der Bürgerfragestunde der Ortsbeiratssitzung persönlich vor.

Die FDP im Stadtteilparlament fordert, dass das Schul- und Baudezernat die Fehler aufarbeitet, die bei der Sanierung und dem Neubau der Mühlbergschule passiert sind. Die Bauarbeiten dauerten drei Jahre länger als angekündigt. stw

Der Ortsbeirat 5 tagt

Am Freitag, 27. Januar, um 19 Uhr in der Aula der Katholischen Hochschule St. Georgen, Offenbacher Landstraße 224

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