Die Deutsche Bahn plant, die neuen Wasserstoffzüge in dem DB Regio Werk in Frankfurt Griesheim zu warten.
+
Die Deutsche Bahn plant, die neuen Wasserstoffzüge in dem DB Regio Werk in Frankfurt Griesheim zu warten.

2040

Zukunftstechnologie in Frankfurt: Ist die Deutsche Bahn bald klimaneutral?

  • Teresa Toth
    VonTeresa Toth
    schließen

Die Deutsche Bahn plant den Einsatz eines neuen Zugtyps. Dieser soll komplett emissionsfrei fahren und dieselbetriebene Züge ersetzen.

Frankfurt – „2040 will die Deutsche Bahn* klimaneutral sein. Deshalb muss unter anderem der fossile Energieträger Diesel im Zugbetrieb schrittweise abgelöst werden, etwa durch Akku- oder Wasserstoffzüge.“ Wie Oliver Terhaag, Produktionsvorstand von DB Regio, berichtet, soll im Rhein-Main-Gebiet schon bald eine neue Art von Zug eingesetzt werden.

Coradia iLint heißt der Zug, der als erster in Deutschland nur mit Wasserstoff betrieben wird und damit komplett emissionsfrei fährt: „Unser Innovationsprodukt Coradia iLint steht für nachhaltige und innovative Zukunft im öffentlichen Verkehr“, so Dr. Jörg Nikutta, Managing Director von Alstom Österreich. Damit die umwelt- und klimafreundliche Alternative zum Diesel langfristig zum Einsatz kommen kann, muss für dessen Wartung und Instandhaltung gesorgt werden.

Deutsche Bahn: Der RMV holt Wasserstoffzüge ins Rhein-Main-Gebiet

Dies übernimmt das Werk der DB Regio in Frankfurt* Griesheim: Ab Ende 2022 werden dort 27 Züge des neuen Fahrzeugtyps Coradia iLint vom Unternehmen Alstom gewartet. Die Vorbereitungen auf die neue Aufgabe in dem Werk laufen auf Hochtouren – denn mit den Wasserstoffzügen werden auch neue Kompetenzen benötigt.

Wie die Deutsche Bahn berichtet, hält das Werk die Wasserstoffzüge laut dem Vertrag mit Alstom die nächsten 25 Jahre instand. 220 Mitarbeiter werden hierfür im Einsatz sein – die Techniker erhalten eine extra Schulung, da insbesondere Arbeiten an der Brennstoffzelle, der Tankanlage und der großen Batterie für den Antrieb neu sind. Die Zukunftstechnologie ins Rhein-Main-Gebiet holt der RMV.

Deutsche Bahn und Wasserstoffzüge: „Das Projekt ist voll im Zeitplan“

„Ab 2022 fährt im Rhein-Main-Gebiet die weltweit größte Wasserstoffzug-Flotte im Personenverkehr. Dann werden die 27 bestellten Fahrzeuge auf den Linien RB11, RB12, RB15 und RB16 lokal emissionsfrei unterwegs sein. Das Projekt ist voll im Zeitplan.“, so der RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat. Etwa 2,5 Millionen Kilometer wird die Flotte pro Jahr zwischen Frankfurt und dem Taunus fahren. Wer die Züge betreiben wird, ist noch nicht geklärt. Daher bereitet der RMV derzeit eine europaweite Ausschreibung vor.

Nach der Corona-Pause geht Flixtrain, der Konkurrent der Deutschen Bahn, wieder an den Start. Das Unternehmen erweitert zudem die Reisemöglichkeiten in Deutschland*. (tt) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare