Wird ab Oktober für zwei Jahre lang saniert: das Deutsche Architekturmuseum am Museumsufer.
+
Wird ab Oktober für zwei Jahre lang saniert: das Deutsche Architekturmuseum am Museumsufer.

Umzug in Frankfurt

Deutsches Architekturmuseum zieht an den Danziger Platz

Das Gebäude am Schaumainkai wird zwei Jahre lang saniert

Nach einem 1. Bauabschnitt im Jahr 2010 steht ab Oktober dieses Jahres der 2. Teil einer umfangreichen energetischen Ertüchtigung und Brandschutzsanierung für das Deutsche Architekturmuseum an, das 1984 nach dem Entwurf des Architekten Oswald Mathias Ungers am Schaumainkai 43 erbaut wurde.

Das Innere einer Gründerzeit-Villa wurde hierfür entkernt und mit einer eingestellten Konstruktion, dem sogenannten "Haus im Haus" überformt. Der gesamte eingeschossige Anbau wurde durch Wandelgänge mit Glassatteldächern gefasst, der hintere Ausstellungsbereich erhielt eine Lichtdecke. Den finalen Abschluss der Rückseite im Erdgeschoss bilden zwölf kleine Höfe. Bei dem Gebäude-Ensemble handelt es sich um ein Kulturdenkmal.

Die offenen Treppenhäuser mit direkt angrenzenden Ausstellungsräumen sowie der hohe Anteil an Glasflächen bedingen starke Temperaturschwankungen und damit eine schwierige Regulierung des Innenklimas. Es gilt daher den winterlichen wie den sommerlichen Wärmeschutz deutlich zu verbessern - sowohl aus museographischer, als auch aus arbeitstechnischer Sicht. Insbesondere die Glasdachflächen im Erd- und Dachgeschoss werden deshalb durch eine besondere Wärmeschutzverglasung ersetzt, alle Fenster werden ausgetauscht. Die Außenwände der erdgeschossigen Korridore und das Tonnendach der großen Ausstellungshalle werden zusätzlich gedämmt. Es werden dezentrale Umluftkühlungen mit neuen Kältezentralen eingerichtet. Brandschutz- und sicherheitstechnische Mängel müssen behoben werden; ausgebildet wird ein zusätzlicher zweiter Rettungsweg in Form eines Fluchttunnels.

Ehemaliges Telekom-Areal wird bezogen

Schäden an Fassade, Sandsteinverkleidungen, Boden- und Fliesenbelägen sowie Feuchteschäden erfordern grundlegende Sanierungsmaßnahmen, welche dem Erhalt des Gebäudes dienen. Unter anderem werden die sanitären Anlagen für Besucher und Mitarbeiter neu gestaltet. Die Umbaumaßnahmen werden voraussichtlich zwei Jahre dauern.

Das DAM wird als Interimsquartier in das ehemalige Telekom-Areal neben dem Ostbahnhof, heute das "Danzig am Platz", ziehen. Dort wird das Museum eine rund 400 Quadratmeter große, loftartige Fläche in einem Hochhaus beziehen, das von der nördlich gelegenen Henschelstraße aus zugänglich ist.

Ausgelobt und finanziert durch die Gesellschaft der Freunde des DAM sollen zusammen mit Studierenden der Frankfurt University of Applied Sciences in einem Ideenwettbewerb gestalterische Konzepte für die neue Eingangssituation an der Henschelstraße sowie für eine größere Sichtbarkeit, auch vom Danziger Platz aus, erarbeitet werden. Im Januar 2022 wird der traditionell alljährlich ausgeschriebene DAM-Preis mit den besten Bauten in und aus Deutschland dort die zweijährige Interimszeit einläuten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare