Bildungspolitik

Dezernentin Sylvia Weber verspricht: Schulschwimmbäder bleiben

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Schüler und Lehrer fürchten, dass in Frankfurt Schulschwimmbäder geschlossen werden. Doch Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) gibt Entwarnung: Die sieben Bäder bleiben erhalten.

„Kein Schulschwimmbad in Frankfurt wird geschlossen.“ Das verkündete jetzt Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD). In den vergangenen Wochen äußerten Schülervertreter und Lehrergewerkschaft die Befürchtung, dass die Stadt plane, Lehrbäder zu schließen – auch in der jüngsten Sitzung des Bildungsausschusses.

Doch woher kommt diese Sorge? Sportdezernent Markus Frank (CDU) hat gemeinsam mit den Bäderbetrieben Frankfurt das Bäderkonzept 2025 erarbeitet. Dieses befasst sich sowohl mit der Zukunft der Freizeit- als auch der Schulschwimmbäder. Aus dem Konzept geht hervor, dass dem Sportdezernenten eher daran gelegen ist, bis 2024 am Sportcampus Ginnheim der Goethe-Uni ein Schwimmsportzentrum zu bauen. Dort sollen dann künftig Schüler, Sportler und Studenten trainieren können. Zudem soll die Organisation der Schulbäder an die Bäderbetriebe Frankfurt übertragen werden. Heute liegt die Organisation des Schwimmunterrichts noch in der Verantwortung des Stadtschulamts.

Lehrer und Schüler fürchten nun, dass das Bäderkonzept langfristig das Aus für ältere, marode Lehrbäder bedeuten könnte. „Die zentralisierte Lösung für das Schulschwimmen ist nicht sinnvoll“, sagt Stadtschülersprecher Kevin Saukel. „Wenn die Schüler 20 Minuten mit dem Bus ins Schwimmbad fahren müssen, geht viel zu viel von der Unterrichtszeit verloren.“

Sieben Schulschwimmbäder gibt es im Stadtgebiet. Eigentlich. Das Bad der Ernst-Reuter-Schule (Nordweststadt) etwa kann seit Jahren wegen Statikproblemen nicht genutzt werden. Auch an der Dahlmannschule (Ostend) ist das Schwimmbad noch immer nicht eröffnet. Andere Lehrschwimmbäder sind stark in die Jahre gekommen.

Die Bildungsdezernentin will keines der Schulschwimmbäder aufgeben – im Gegenteil. „Alle Bäder werden weiterbetrieben und natürlich auch saniert“, versichert Weber. So werde auch das Lehrbad der Ernst-Reuter-Schule im Zusammenhang mit einer Gesamtsanierung der Schule neu gebaut. „Das Schwimmbad hat nicht nur eine große Bedeutung für die Ernst-Reuter-Schule, sondern auch für die umliegenden Schulen und Vereine“, so Weber. „Ich habe aber auch nie gesagt, dass das zur Disposition steht.“ 390 000 Euro würden dafür schon im Haushalt stehen.

Zum geplanten Schwimmsportzentrum in Ginnheim sagt Weber: „Ich begrüße dieses Projekt. Wir als Bildungsdezernat werden sicherlich einer der Ankermieter sein und ein großes Zeitkontingent für die Schulen belegen.“ Allerdings sei das Bäderkonzept bisher nur eine Empfehlung an den Magistrat, jede einzelne Maßnahme müsse noch beschlossen werden. Diesbezüglich wolle sie noch einmal das Gespräch mit Sportdezernent Frank und Bäderbetriebs-Chef Frank Müller suchen. „Wo Schulschwimmbäder betrieben werden, ist immer noch die Aufgabe des Bildungsdezernats.“

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