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Die Brunnenkönigin lässt sich feiern

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Von: Gernot Gottwals

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Gabriele I. Umbach wird den bisherigen Rekord um ein Jahr verlängern und auf dem Goetheturmfest für eine weitere, vierte Amtszeit nominiert werden.
Gabriele I. Umbach wird den bisherigen Rekord um ein Jahr verlängern und auf dem Goetheturmfest für eine weitere, vierte Amtszeit nominiert werden. © hamerski

Gabriele I. will ein weiteres Jahr regieren - Ihr Fest steigt im September

Zahlendreher sind ärgerlich. In der Regel jedenfalls. Sie sorgen dafür, dass Telefongespräche beim falschen Fernsprechteilnehmer landen, Geburtstage und auch oft Termine für Stadtteilfeste miteinander verwechselt werden. "Doch bei uns hat so ein Zahlendreher ausnahmsweise mal etwas Gutes", sagt Dieter Breidt, Präsident und Brunnenschultheiß der Sachsenhäuser Brunnen- und Kerbegesellschaft und lacht.

Denn ob man nun den 19.8. oder den 18.9. im Kopf hat - auf jeden Fall gibt es Anlass, mit der Sachsenhäuser Brunnenkönigin Gabriele I. und ihrem Hofstaat zu feiern. Denn am 19. August wird Ihre Majestät den bisherigen Rekord um ein Jahr verlängern und auf dem Goetheturmfest für eine weitere, vierte Amtszeit nominiert werden. Und am 18. September steigt dann schließlich, etwas später als gewohnt, das eigentliche Brunnenfest - wenn auch immer noch etwas kleiner und kompakter als vor der Corona-Krise.

"Aber es ist ja wichtig, dass wir unseren langjährigen und treuen Freunden zeigen, dass wir noch leben und weitermachen wollen", schmunzelt Breidt und hat sogar noch eine frohe Botschaft parat. "Nun haben wir eine wichtige Nummer zugeschickt bekommen, nämlich die 12." Kein Zahlendreher, sondern die Zugnummer, unter der die Sachsenhäuser Brunnen- und Kerbegesellschaft auf dem Festzug der Bernemer Kerb am 13. August mitfahren und mitfeiern kann.

Doch ein Gegenbesuch zum früheren traditionellen Termin eine Woche später in Sachsenhausen ist auch in diesem Jahr noch nicht möglich, wie Breidt bedauert. "Das war für unsere Vereinsmitglieder mit der Planung schwierig, weil da Ferien- und Urlaubszeit ist und man ja auch vorher noch nicht wusste, wie streng die pandemiebedingten Beschränkungen in diesem Jahr ausfallen", räumt er ein.

Dafür hat wie berichtet der Sachsenhäuser Vereinsring beschlossen, am 19. und 20. August zum Goetheturmfest einzuladen. Die Delegation der Brunnen- und Kerbegesellschaft ist an beiden Tagen vor Ort, entscheidend ist der Freitag, 19. August, um 19 Uhr, wenn zum Königinnentreffen aus der Region Gabi I. in ihre vierte Amtszeit eingeführt wird.

Eine Ehre, die die Brunnenkönigin gerne annimmt, zumal sich die offiziellen Auftritte und Verpflichtungen Corona-bedingt in Grenzen hielten. Breidt räumt ein, derzeit sei es noch schwierig, eine Nachfolgerin zu finden, für nächstes Jahr stünden die Aussichten jedoch schon besser.

Das eigentliche Brunnenfest beginnt am Sonntag, 18. September, abends mit einer Mischung aus Brunnenbegehung und Lokalbesuchen. Treffpunkt soll um 17.30 Uhr in der Bar Rusticana bei Wirtin Daniela Reza sein, die schon so manches Mal als "Fraa Rauscher" durch die Gassen des Ebbelweiviertels gezogen ist.

"Mit der Brunnenkönigin und unserer Biedermeiergruppe wollen wir von dort aus weitere Brunnen ansteuern und Lokale besuchen", sagt Breidt. Angedacht seien der Hirschbrunnen, der Fraa-Rauscher-Brunnen und der Paradiesbrunnen. Was den Gickelschmiss und die Kerbeverbrennung betrifft, so erklärt der Präsident: "Wir werden den Hahn, Balser und Babett wohl nochmal etwas schonen."

Denn ohne eine planungssichere Bespielung des Paradiesplatzes seien diese Traditionen schwer durchführbar. "Daher liegt unsere Hoffnung in den kommenden Jahren, wenn wir wieder in größerem Rahmen auf dem Platz und mit den Wirten feiern und in einer der Gaststätten sogar unsere neue Königin küren können", hofft Breidt.

Derzeit zählt die Gesellschaft rund 70 Mitglieder, davon etwa 15 aktive. Auch auf eine Live-Band am Paradiesplatz hofft Breidt für die Zukunft. "Aber da müssten uns die Anwohner und die Stadt auch etwas wegen der Regelungen für die Spielzeit wegen der Lautstärke entgegenkommen."

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