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In Frankfurt gibt es jetzt eine rollende Kaffeebar

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Von: Ute Vetter

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Ab sofort gibt es in Frankfurt und so wie hier auf dem Schafhof in Kronberg ein neues rollendes Café. Die Vespa-Liebhaberin und Werkstattinhaberin Isa Zimpel hat viel Spaß mit ihrem neuen Coffee-Bike, einer mobilen Kaffeebar auf drei Rädern.
Ab sofort gibt es in Frankfurt und so wie hier auf dem Schafhof in Kronberg ein neues rollendes Café. Die Vespa-Liebhaberin und Werkstattinhaberin Isa Zimpel hat viel Spaß mit ihrem neuen Coffee-Bike, einer mobilen Kaffeebar auf drei Rädern. © Lisa Schmitz/Coffee-Bike

Isa Zimpel betreibt das wohl kleinste Café in der Stadt.

Frankfurt - Eine große Zweirad-Freundin war Isa Zimpel (43) schon immer: Sie betreibt seit 2007 mit ihrer Freundin Christine Maurer den "Vespenstich", eine Vespa- und Motorrad-Werkstatt mit Verkauf und Vermietung; zuerst in Frankfurt-Bockenheim, seit 2014 im Gallus. Doch als sie im Internet zufällig auf das Bild eines dreirädrigen Coffee-Bikes stieß, also eines mobilen Cafés auf einem Lastenfahrrad, ließ sie der Gedanke nicht mehr los: "Ich trinke super gerne Kaffee, bin gern unterwegs und habe Spaß an neuen Dingen, an Veränderungen." Und so kam es, dass Isa Zimpel zusätzlich seit Kurzem Geschäftsführerin ihres eigenen kleinen Cafés ist und Menschen in Frankfurt und Umgebung mit verschiedensten Kaffeespezialitäten glücklich macht.

Das Besondere an diesem Café eines Franchise-Gebers: Mit nur drei Quadratmetern Grundfläche ist es tatsächlich ziemlich klein. Die Coffee-Bike GmbH gehört mit mehr als 200 Franchisepartnern in weltweit 13 Ländern zu den schnellst wachsenden Franchise-Systemen Europas. Seit der Gründung im Jahr 2010 hat die Firma das Konzept von mobilen und autarken Coffee-Shops entwickelt, perfektioniert und in etlichen Metropolen etabliert.

Rollende Kaffeebar in Frankfurt: Musikfestival hat schon angefragt

Die rollende Kaffeebar steckt auf einem Lastenfahrrad und kann unkompliziert an (fast) jedem beliebigen Ort betrieben werden. Bislang betreibt Isa Zimpel das Gefährt nur auf Privatgelände, denn die Anträge fürs Ausschenken für öffentliche Areale liegen noch beim Frankfurter Ordnungsamt. "Aber ich will eh nicht auf Wochenmärkte oder so etwas gehen, das ist mir zu öde", sagt Ina Zimpel und lacht. Sie mag lieber "schöne, private Events", hat schon große Geburtstagsfeiern mit Kaffee bereichert, auch liegen bereits Anfragen vor wie etwa für einen Unternehmerinnen-Stammtisch oder ein Musikfestival.

Zuletzt war sie mit dem mobilen Kaffee-Lastenrad auf dem Kronberger "Schafhof" der berühmten Weltklassereiterin Linsenhoff. Und war fasziniert von einer "ganz anderen Welt". Und genau das ist ihr Motiv: "Durch die Mobilität ist ein abwechslungsreiches Arbeitsumfeld möglich und es wird nie langweilig. Ich kann so unterschiedliche Aufträge annehmen und bin flexibel." Sie hat das Coffee-Bike gekauft, nicht geleast; eine Ratenzahlung kam für sie nicht infrage. Mitbetreiberin ist ihre Freundin Beks Kipper (41), die neben ihrem Bankjob noch etwas anderes, spannenderes machen wollte.

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Eine aufstrebende Kaffeerösterei aus Frankfurt gehört zu den besten des Landes. 2021 gewann das junge Unternehmen „Hoppenworth & Ploch“ für seine Arbeit sogar einen Preis. Die Rösterei setzt auf schokoladig-nussigen, beerigen und zitronigen Geschmack.

Neben der Flexibilität wollen die beiden Frauen mit hoher Produktqualität und Nachhaltigkeit bei der Kundschaft punkten. Deshalb verwenden sie ausschließlich Bio-Kaffeebohnen und Milch aus regionaler Landwirtschaft für ihre Kaffeespezialitäten und verkauft diese in zu 100 Prozent biologisch abbaubaren Pappbechern. Isa Zimpel sagt: "Mir gefällt es, den Kunden durch die Verarbeitung und den Verkauf von Bio-Produkten das Bewusstsein für die Nachhaltigkeit sowie den Respekt und die Wertschätzung von guten und fairen Lebensmitteln näher bringen zu können." Den Kaffee und die Becher bezieht sie vom Franchise-Geber; eine Mindestabnahme ist vorgeschrieben.

Rollende Kaffeebar in Frankfurt: „In Siebträgermaschine reingefuchst“

Isa Zimpel gefällt der Auftakt mit dem Gefährt: "Ich möchte mich gerne auf Events und Caterings spezialisieren und hoffe, damit einen guten Ausgleich und die Möglichkeit für einen Perspektivwechsel zu finden." Wird das Coffee-Bike rund um Frankfurt weiterhin gut gebucht, will sie aus dem "vorläufigen Hobby" mehr machen; etwa eine Honorarkraft einstellen. Ihr Start-Event anlässlich ihres Geburtstages im März auf dem Hof ihres Vespa-Ladens verlief gut: "Der Kaffee schmeckt wirklich super, wir haben uns in die Siebträgermaschine reingefuchst." Und den Erlös hat sie der Ukraine-Hilfe gespendet. Auch das gehört zu ihrem Lebensstil. (Ute Vetter)

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