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Dieses Quartett freut sich auf sein Festival

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Von: Alexandra Flieth

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Machen Workshops in Schulen und geben nun wieder Familienkonzerte: Die Kinderliedermacher Andi Steil, Markus Rohde, Georg Feils aka Ferri (v.l.) und vorne Geraldino.
Machen Workshops in Schulen und geben nun wieder Familienkonzerte: Die Kinderliedermacher Andi Steil, Markus Rohde, Georg Feils aka Ferri (v.l.) und vorne Geraldino. © Andreas Malkmus

Am 13. und 14. Mai spielen Kinderliedermacher Ferri und seine Kollegen.

Das Frankfurter Kinderliedermacherfestival (FKLMF) feiert in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag. Initiator Georg Feils, den meisten besser bekannt als „Ferri“, hat zu diesem Anlass die drei Musiker Geraldino, Andi Steil und Markus Rohde eingeladen und spielt mit ihnen unter dem Motto „Feste feiern“ am 13. und 14. Mai jeweils um 15 Uhr kostenfreie Familienkonzerte für Klein und Groß. Veranstaltungsort ist, wie schon im vergangenen Jahr, das Holzhausenschlösschen. „Wir spielen aus den Fenstern heraus“, sagt Feils. „Und die Zuhörer sitzen im Park.“

Seit fast 40 Jahren steht Georg Feils als „Ferri“ auf der Bühne und begeistert die kleinen und auch großen Zuschauer. Mit Musik, Spiel und Witz möchte er bei den Kindern die Freude am Musizieren und an Sprache wecken, aber auch daran, die Rhythmen zu spüren und sich zur Musik zu bewegen. Mit dem Festival will er möglichst viele Mädchen und Jungen erreichen. Mit seinen drei Kollegen besuchte er bereits in der Woche vor den Osterferien fünf Grundschulen, mit dem Schulstart in dieser Woche geht es mit Workshops an vier Grundschulen weiter. Das Besondere dabei ist, dass das Angebot für alle Klassen kostenfrei ist.

Von Blindfischen und rockenden Seebären

„Geraldino, der aus Nürnberg kommt, war schon bei der ersten Auflage des Frankfurter Kinderliedermacherfestivals mit dabei“, sagt Feils. Er bringe eine Mixtur aus Poesie, Spaß und Fantasie auf die Bühne und leite seit vielen Jahren das Nürnberger Kinderliederfestival, das jährlich auch den „Deutschen Kinderliederpreis“ vergibt. Andi Steil nennt sich selbst Entertainer, Ganzkörpertrommler, Rhythmusknacker und Vocalartist. Außerdem ist er Mitglied der Oldenburger Kinderrockband „Die Blindfische“. Dieser Band gehörte auch viele Jahre lang Markus Rohde an, der das Oldenburger Kindermusikfestival mitbegründet hat. Er gelte als der rockende Seebär unter den Kinderliedermachern, sagt Feils.

„In den Workshops bereiten wir die Kinder auf das Abschlusskonzert vor“, sagt Feils. Denn zusätzlich zu den Familienkonzerten werden in den Tagen zuvor auch nicht-öffentliche Konzerte in den teilnehmenden Schulen organisiert. „Uns liegen bereits rund 2500 Anmeldungen vor“, so der Kinderliedermacher weiter. „Die Lieder, die wir auf den Konzerten spielen werden, studieren wir mit den Grundschülern in den Workshops ein.“ Dafür sind die Musiker jeweils gemeinsam immer einen ganzen Schultag vor Ort. Jeder übernehme jeweils vier Workshops. „Wir haben regelmäßig mehr Bewerbungen von Schulen als wir realisieren können.“

Bei den Konzerten geht es darum, die Musik zu erleben, zu singen und zu tanzen. „Beim Tanzen und Bewegen sind die Kids heute richtig weit vorne“, weiß Feils. Die Kinder machten auch die Erfahrung, dass sie etwas besonders gut können. Die Texte der von den Liedermachern geschriebenen Songs sind leicht zu erlernen, so dass alle mitmachen können. Dazu gehört das „Gummibären-Lied“ von Georg Feils. „Von den Lehrern erfahren wir häufig, dass sich die Schüler während der Workshops von einer ganz anderen Seite zeigen würden, die sie so vorher noch nicht kannten.“

Kostenfrei dank Förderung

Die Idee, Kinderliederfestivals zu organisieren, sei 2003 während eines Kongresses in Hamburg entstanden, erzählt Georg Feils. „Zu diesem Anlass haben Kollegen ein Kindernetzwerk gegründet, das heute Netzwerk Kindermusik heißt“, fügt er hinzu. Dem würden Kinderliedermacher und Musiker aus Deutschland und Österreich angehören. Aus diesem Netzwerk heraus gründeten sich an verschiedenen Orten Kinderliederfestivals. So ging es auch bei Feils los. In seinen Anfängen sei sein Festival noch kostenpflichtig gewesen, weil es noch keine Fördermittel gegeben habe.

Seit vielen Jahren ermöglichen Gelder vom Kulturamt und der Dr.-Marschner-Stiftung die kostenfreie Teilnahme. „Dadurch erreicht man einfach viel mehr Mädchen und Jungen, die sonst nicht an so einem Angebot teilnehmen würden“, sagt Feils. Dennoch gebe es jährlich eine Lücke von rund 10 000 Euro, die durch Spenden und durch den Verkauf von CDs und Liederbücher finanziert werden müssten.

Kinderliedermacherfestival: Weitere Infos gibt es im Internet unter www.fklmf.com.

Alexandra Flieth

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