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Maja Wolff und Torsten Müller stellen zum achten Mal das Grüne Soße Festival auf die Beine. Und wissen deshalb ganz genau, wie das Frankfurter Nationalgericht schmecken muss.

Grüne Soße Festival

Diesmal darf jeder probieren

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Das Grüne Soße Festival ist restlos ausverkauft. Fans dieser kulinarischen wie kulturellen Frankfurter Tradition müssen trotzdem nicht hungrig bleiben: Zum Auftakt gibt es eine kulinarische Messe.

Torsten Müller sprach gar davon, dass er und Maja Wolff sich im Winter gelangweilt hätten. Denn im achten Jahr organisiere sich das Grüne Soße Festival, das vom 2. bis zum 9. Mai im Zelt auf dem Roßmarkt läuft, nahezu von selbst: Die Wirte aus der ganzen Region stehen Schlange, um teilnehmen zu dürfen, die Künstler kommen gern und das Publikum umso lieber: Seit vier Wochen sind die Karten für die acht Show-Abende, in deren Verlauf die schmackhafteste Frankfurter Grüne Soße gekürt wird, ausverkauft. Deshalb, so Müller flachsend, hätten sich Wolff und er eine neue Aufgabe gesucht: Die Organisation der kulinarischen Messe „Essen in Hessen“.

Diese soll am Tag vor dem Festival-Start, am 1. Mai, das Festzelt auf dem Roßmarkt füllen. Von 11 bis 19 Uhr wird die Messe laufen, 7 Euro der Eintritt an der Tageskasse kosten. Dafür treffen die Besucher auf mehr als 30 Aussteller, die alle aus Hessen stammen und Erzeuger von typisch hessischen Lebensmitteln sind: Handkäs’, Ahle Worscht, Rindswurst, Senf, Essig, Honig, Marmeladen, selbstverständlich Grüne Soße und weitere regionale Köstlichkeiten sind angekündigt. Besucher können sie alle probieren – und wenn sie mögen, auch gleich einen Vorrat davon nach Hause tragen.

So wie an den kommenden Tagen wird es aber auch auf der Messe nicht nur ums Essen allein gehen. Es soll ein bisschen mehr sein, deshalb haben Wolff und Co. auch die Preußen vom Polizeichor Frankfurt dazugebeten sowie den Koch Mirko Reeh und Comedian Bodo Bach eingeladen. Die beiden werden sich gemeinsam an den Herd stellen, dreimal treten sie während des Messetages zum Showkochen an (12.30 Uhr, 14 und 16 Uhr). Die Arbeitsteilung der beiden scheint jetzt schon klar: Reeh wird arbeiten müssen, Bach dazu babbeln – und babbeln. Zum Ende des Tages, um 17 Uhr, bekommt Reeh dann einen Küchenhelfer an die Seite gestellt, der etwas hilfreicher sein könnte: Staatsminister Axel Wintermeyer (CDU) kommt zu Reeh an den Herd. Für die jungen Besucher wird es einen Grüne-Soße-Workshop am Stand der „Juniorköche Deutschland“ geben.

Einen solchen sollten die Kandidaten, die ab Samstag, 2. Mai, ins Rennen gehen, längst besucht haben. Denn viele Feinschmecker testen, was die teilnehmenden Gastronomen unter einer richtig guten Frankfurter Grünen Soße verstehen: Pro Abend treten sieben Gastronomen gegeneinander an, jeder von ihnen bringt 50 Liter des hiesigen Nationalgerichts mit, so dass das Publikum, das zugleich die Jury ist, von jedem ein Probegläschen serviert bekommt. Dazu werden gekochte Eier und Pellkartoffeln serviert – um die 10 000 Euro und 2 Tonnen Kartoffeln gehen an den acht Festivaltagen weg.

Steht alles auf den Tischen, beginnt allabendlich das große Schmecken und Vergleichen an den langen Tischen im Festzelt. Am Ende wird ein Sieger gekürt, dieser tritt dann gegen die Favoriten der anderen Tage im großen Finale am 8. Mai an. Dort wird sie dann herausgeschmeckt und gekürt: die beste Frankfurter Grüne Soße.

Ihr huldigen dann fast alle Künstler, die die einzelnen Festivalabende zuvor noch einzeln bestritten haben. Einige von ihnen treten seit der ersten Runde des großen Kräuterkampfs auf: Bodo Bach bestreitet den ersten Abend, die U-Bahn-Kontrollöre in tiefgefrorenen Frauenkleidern sind wieder dabei, Bäppi La Belle bringt sogar Angela Merkel an die Grüne Soße, Sabine Fischmann und Ali Neander besingen deren Kräutlein in charmanten Chansons.

Neu dabei ist das Comedy-Duo „Frankfurter Klasse“ und auch der Kabarettist Johannes Scherer feiert beim Festival Premiere. Eine Entdeckung könnten die in diesem Jahr tatsächlich internationalen Gäste sein: Aus Österreich reist „HMBC – Holstuornarmusigbigbandclub“ an, das Quintett spielt auf traditionellen Instrumenten – Horn, Tuba, Akkordeon – eine Mischung aus Volksmusik, Pop, Schlager, Jazz und Balkanbrass.

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