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Dippemess in Frankfurt: Corona-Konzept, Parkkontrollen & Co. – so ist der aktuelle Planungsstand

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Von: Matthias Bittner

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Ungetrübter Spaß auf dem Festplatz am Ratsweg: Noch ist nicht ganz klar, ob die Dippemess das diesmal bieten kann. Die Schausteller aber sind optimistisch.
Ungetrübter Spaß auf dem Festplatz am Ratsweg: Noch ist nicht ganz klar, ob die Dippemess das diesmal bieten kann. Die Schausteller aber sind optimistisch. © dpa

Kein Monat mehr, dann startet die Frühjahrs-Dippemess - und noch immer gibt es Corona. Die Schausteller in Frankfurt stellen sich auf mehrere Optionen ein.

Frankfurt - 24 Tage Dippemess: Vom 8. April bis 1. Mai 2022 geht es am Festplatz am Ratsweg wieder rund. Davon gehen die Schausteller nach Angaben von Thomas Roie, Chef des Schaustellerverbandes Frankfurt/Rhein-Main, aus. In welcher Form das traditionelle Volksfest allerdings steigen wird, ist derzeit noch völlig unklar. "Das Konzept steht noch nicht fest, wir sind aber auf alles vorbereitet", erklärt Roie mit Blick auf den 20. März.

Bund und Länder hatten bei einem ihrer Gipfel vereinbart, dass ab dem als "Freedom Day" (Freiheitstag) betitelten Stichtag die meisten Corona-Schutzmaßnahmen zurückgenommen sein sollen. Eine Entscheidung fällt aber erst in rund anderthalb Wochen, eben am 20. März. Die Schausteller sind laut Roie aber vorsichtig optimistisch, dass das Volksfest in Frankfurt in gewohnter Weise ablaufen kann. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und mehrere Experten mahnen angesichts der Ausbreitung der neuen und ansteckenderen Omikron-Variante mit steigenden Fallzahlen vor vorschnellen Öffnungen.

Dippemess im Frühjahr 2022 in Frankfurt wird „zweigleisig“ geplant

Die Vorbereitungen für Frühjahrs-Dippemess laufen in Frankfurt aber auf Hochtouren, die Schausteller und die veranstaltende Tourismus & Congress GmbH (TCF) arbeiten Hand in Hand. "Wenn es Lockerungen gibt, wäre das ideal. Aber wir planen mal zweigleisig", sagt TCF-Geschäftsführer Thomas Feda. Das heißt: Auch die aus Vor-Corona-Zeiten bewährte Anordnung der Fahrgeschäfte und Stände entlang von drei Parallelgängen wird durchgespielt.

Wahrscheinlicher wird aber wohl doch die abgespeckte Version wie bei der Herbst-Dippemess im vergangenen Jahr sein. Damit hatte die TCF gute Erfahrungen gemacht. Damals hatte es Pandemie-bedingt Zugangsbeschränkungen zu dem eingezäunten "temporären Freizeitpark" gegeben. Nur 5000 Besucher durften gleichzeitig auf das Gelände. Es galt die 3 G-Regel - der Zutritt war entsprechend nur geimpften, genesenen oder getesteten Personen erlaubt. Natürlich war auch die Abstandsregel einzuhalten. Damit Besucher sich besser daran halten konnten und die Besucherströme besser zu steuern waren, hatte es eine Einbahnstraßenregelung gegeben. Der 1,8 Kilometer lange Rundkurs durfte nur in eine Richtung, aber mehrmals durchlaufen werden.

Dippemess in Frankfurt: Droht wieder ein Verkehrschaos in den Wohngebieten?

In bewährter Form, das verspricht der Frankfurter Magistrat jetzt in einer aktuellen Stellungnahme, soll vom ersten Veranstaltungstag der Frühjahrs-Dippemess an wieder das Verkehrskonzept rund um den Festplatz laufen. Das hatte der Ortsbeirat 4 (Bornheim, Ostend) nach den Erfahrungen im vergangenen Jahr gefordert. Damals hatte sich die Stadt gründlich verschätzt. In der Annahme, dass angesichts der Zugangsbeschränkungen der Besucherandrang nicht so groß wie zur regulären Dippemess sein würde und in den umliegenden Wohngebieten zudem die neue Parkregelung eingeführt worden war, wurden keine Einfahrtsperren an den Zufahrtstraßen eingerichtet.

Das fiel der Stadt Frankfurt aber auf die Füße. Schon am ersten Dippemess-Wochenende gab es ein Verkehrschaos, auch weil man nicht auf dem Schirm hatte, dass die Frankfurt Galaxy im Stadion am Bornheimer Hang ein Heimspiel hatte und unvorhergesehen zusätzlich noch ein Bahnstreik dazu kam. Nur ein paar Tage später waren die Straßen im Umfeld des Festplatzes wieder gesperrt. An den Zufahrtswegen werden also 2022 schon vom ersten Tag Mitarbeiter privater Sicherheitsdienste als Posten aufgestellt, heißt es in dem Magistratsbericht. Die Städtischen Verkehrspolizei könne angesichts der knappen Personaldecke keine Einfahrtkontrollen übernehmen.

Dippemess in Frankfurt: Keine gratis Achterbahnrunde für Bahnfahrer

Der Vorschlag, Besuchern die Fahrt zum Festplatz mit Bus und Bahn schmackhaft zu machen, indem sie etwa kostenlos eine Runde Achterbahn oder Kettenkarussell fahren können, lehnt der Magistrat ab. Es lasse sich weder kontrollieren, wer mit den Öffentlichen anreise, noch Missbrauch verhindern. Den Schaustellern sei das nicht zumutbar. Die Betriebe seien angesichts der Ausgaben für Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen ohnehin schon belastet. Die Stadt Frankfurt will aber darauf hinweisen, dass wenige Parkplätze zur Verfügung stehen und Besucher mit Bus und Bahn kommen sollen. (Matthias Bittner)

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