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Lidl bleibt an seinem Standort in der Goldsteinstraße und baut neu. Ende des Jahres soll dort die neue Filiale eröffnet werden.

Hahnstraße

Discounter-Riesen bauen neue Filialen im Lyoner Quartier

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Das Lyoner Quartier ist im Wandel – Büros mischen sich mit Wohngebäuden. Das wirkt sich auch auf die Geschäfte aus. Neben dem Nahversorger-Standort in der Goldsteinstraße entwickelt sich ein weiterer Schwerpunkt in der Hahnstraße.

Die Bagger auf dem Grundstück in der Goldsteinstraße 135 haben in den vergangenen Tagen ganze Arbeit geleistet. Lediglich die auf dem Areal herumliegenden Betonbrocken lassen erahnen, dass hier bis vor kurzem noch ein Gebäude stand. Bis zum 10. Januar hatte der dort ansässige Lidl-Markt noch geöffnet, dann wurde mit den Abbrucharbeiten begonnen. Denn die Konzernleitung hat sich gegen die Sanierung und für den Neubau entschieden.

„Lidl entwickelt sein gesamtes Filialportfolio qualitativ und quantitativ weiter. Auch in Niederrad möchten wir unseren Kunden eine moderne Einkaufsstätte mit attraktiven Einkaufsbedingungen präsentieren“, begründet Stephan Luxem, Leiter des Lidl-Immobilienbüros Rhein-Main. Ende des Jahres soll die Filiale am bekannten Standort neu eröffnet werden. Ganz verschwinden wird Lidl bis dahin aber nicht aus dem Lyoner Quartier, der ehemaligen Bürostadt. „Wir planen, in Kürze einen Übergangsstandort in der Lyoner Straße zu eröffnen“, so Dirk Brunner, Immobilienleiter der Lidl-Regionalgesellschaft Alzenau.

Der Discounter, der in Frankfurt 20 Filialen betreibt, ist jedoch nicht der einzige Nahversorger, der sich in den kommenden Monaten verändert. Sein Nachbar Aldi, ansässig in der Goldsteinstraße 126 a, wird künftig dort günstig Tomaten, Milch und Eier verkaufen, wo viele Menschen wohnen. Im Mai soll die neue Filiale in der Hahnstraße 37 - 41 eröffnen, im Erdgeschoss eines Neubaus der Wohnungsbaugesellschaft ABG Frankfurt Holding mit insgesamt 165 Wohnungen.

Bereits seit zwei Jahren sei dieser Umzug geplant, die Verkaufsfläche von 780 Quadratmetern sowie 23 Stellplätzen in der Goldsteinstraße entspreche nicht mehr den Anforderungen. Am neuen Standort stünden 1100 Quadratmeter Verkaufsfläche sowie 120 Parkplätze zur Verfügung. Zugleich biete man den Kunden dort den Vorteil des sogenannten „One-Stop-Shoppings“ – den Zusammenschluss sich ergänzender Einzelhandels- oder Dienstleistungsbetriebe an einem Standort, betont Aldi-Sprecherin Anamaria Preuss.

Denn der Discounter zieht nicht allein ins Erdgeschoss des siebenstöckigen Gebäudes mit einer Geschäftsfläche von 4 600 Quadratmetern. Diese teilt sie sich mit einem dm-Drogeriemarkt sowie einem Edeka-Center. Letzterer soll Mitte des Jahres eröffnen, im Drogeriemarkt soll bereits im Frühjahr eingekauft werden können. „Um an noch mehr Standorten für die Frankfurter da zu sein, sind wir stets auf der Suche nach geeigneten Objekten, die unseren Ansprüchen an ein familiengerechtes Einkaufserlebnis entsprechen“, erklärt Andreas Spörl, Gebietsverantwortlicher für die dm-Märkte in Frankfurt, warum die Wahl auf Niederrad fiel.

Völlig unbeeindruckt der Neuorientierung von Aldi, Lidl & Co. zeigt sich die Rewe Group. Denn bei dem Supermarkt in der Goldsteinstraße 134 bleibt alles so, wie es ist. „Wir ziehen weder um, noch renovieren wir“, so Rewe-Sprecherin Anja Krauskopf.

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