Bunte Socken Aktion mit den Stadträten (von links) Sylvia Weber (SPD), Stefan Majer (Grüne), Daniela Birkenfeld (CDU), Lutz Raettig (CDU) und Ina Hartwig (SPD)
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Bunte Socken Aktion mit den Stadträten (von links) Sylvia Weber (SPD), Stefan Majer (Grüne), Daniela Birkenfeld (CDU), Lutz Raettig (CDU) und Ina Hartwig (SPD)

21. März

Down-Syndrom-Tag: Mitmach-Aktion wirbt für mehr Aufmerksamkeit

  • vonUte Vetter
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Am 21. März ist Welt-Down-Syndrom-Tag: Überall gibt es Aktionen, um das öffentliche Bewusstsein für diese Beeinträchtigung zu steigern. Der Magistrat der Stadt ruft zur Teilnahme an der Aktion „Bunte Socken“ auf.

Geringelt, getüpfelt, kariert, rot, blau, mit Tiermustern oder einfach unterschiedlich – der kanadische Premierminister trägt am 21. März bunte Strümpfe. Die Stadt New York strahlt zu Ehren aller Menschen mit Down-Syndrom das Empire State Building bunt an. Das Europäische Parlament unterstützt den Aktionstag. Und der Frankfurter Magistrat macht auch mit, leben in der Stadt doch über 1000 Menschen mit dem Down-Syndrom, der häufigsten zahlenmäßigen Erbgutveränderung.

Zeichen setzen

Bei Menschen mit diesem Syndrom ist das 21. Chromosom (oder Teile davon) dreifach vorhanden, darum heißt es Trisomie 21. Wenn unter dem Mikroskop Chromosomen fotografiert werden, ähneln sie farbigen Socken. Daraus entstand die Idee, dass Menschen weltweit am 21. März bunte Socken tragen, um damit ein Zeichen dieser Einzigartigkeit zu setzen. Wer mitmachen will, braucht nur ein Foto davon zu machen und es mit dem Hashtag #WDSD18 in den sozialen Netzwerken zu teilen.

Ziel der Aktion ist es, die Vielfalt und Einzigartigkeit der Menschen als eine Bereicherung der Gesellschaft deutlich zu machen. Die Stadt Frankfurt hofft, dass viele dem Aufruf folgen, und dass die bunten Socken am 21. März eine neue Tradition des Zeichens der Verbundenheit mit Menschen mit Down-Syndrom werden.

Der Welt-Down-Syndrom-Tag wurde 2012 offiziell von den Vereinten Nationen anerkannt und wird seit 2006 jährlich am 21. März gefeiert. Trisomie 21 ist eine Behinderung, die unterschiedlich stark ausfallen kann. Die Betroffenen besitzen oft sehr gut entwickelte emotionale Fähigkeiten.

Gegen Diskriminierung

Dass niemand wegen einer Behinderung diskriminiert werden darf, ist auch Thema des Denkmals der „Grauen Busse“ auf dem Rathenauplatz. Es erinnert bis Mai an die Opfer der NS-„Euthanasie“: Aus Frankfurt wurden über 1000 Menschen Opfer, das damalige Gesundheitsamt war an den furchtbaren Taten beteiligt.

(uve)

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