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Römer Frankfurt

Vorstellung Anfang Dezember

Drei neue City-Manager für Frankfurt

Der Magistrat hatte angekündigt, einen City-Manager als Fachmann für Stadtmarketing einzustellen. Auf Anfrage dieser Zeitung wird bekannt: Es gibt nicht nur einen, sondern drei City-Manager. Anfang Dezember werden sie vorgestellt.

Man darf vermuten, dass die Drei inzwischen auf Betriebstemperatur sind. Seit Beginn dieses Jahres arbeiten sie bereits zusammen. Anfang Dezember sollen sie offiziell vorgestellt werden: Als die neuen City-Manager für die Stadt Frankfurt. Das kündigte Tarkan Akman, Leiter des Amtes für Kommunikation und Stadtmarketing (KUS), auf Anfrage dieser Zeitung. Bis dahin wolle er die Namen nicht nennen. Es handele sich bei dem Trio um „klassische Öffentlichkeitsarbeiter“, die zuvor in anderen Positionen der städtischen Verwaltung gewesen seien und sich auf eine interne Ausschreibung auf den Posten des City-Managers beworben hätten. Neben Fachkompetenz in punkto Marketing und Öffentlichkeitsarbeit sei ein entwickeltes „Gespür für Frankfurt“ eine wichtige Voraussetzung für die Eignung der Mitarbeiter. Akman bezeichnet sie als „Kümmerer“ und Netzwerkpartner etwa für den Einzelhandel. „Sie sind zentrale Anlaufstelle. Zum ersten Mal hat Frankfurt so eine Fachabteilung“, betont er.

Alle Akteure vernetzen

Indessen werde Stadtmarketing nun nicht neu erfunden, weil auch die Tourismus und Congress GmbH (TCF), die Wirtschaftsförderung Frankfurt, die Frankfurt/Rhein-Main GmbH International Marketing oft he Region (FRM) und nicht zuletzt die Messe, gemeinsam mit verschiedenen Ämtern in verschiedenen städtischen Dezernaten schon länger mit dem Thema beschäftigt seien. Die neuen City-Manager sollen nun alle Akteure miteinander vernetzen und neue Ideen entwickeln oder deren Entwicklung unterstützen.

Derzeit sei das Team beschäftigt mit der Erstellung eines Konzeptes für einen Runden Tisch, an dem neben Oberbürgermeister Peter Feldmann, die Spitzen der Wirtschaft, der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt und verschiedene Dezernenten der Stadt Platz nehmen sollen. Ferner sollen sie eine Arbeitsgruppe etablieren, die sich alle zwei Monate mit Geschäftsleuten treffe. „In lockerer Atmosphäre“, so Akman, sollten dort anstehende Probleme angesprochen und nach Lösungen gesucht werden. „Sie sind die Kümmerer für die Kleinigkeiten im Alltag, die bei Bedarf die Anliegen der Geschäftswelt an die zuständigen Dezernenten weiterleiten.“ Die drei neuen City-Manager seien gleichsam Schnittstelle zwischen Verwaltung, Politik und Geschäftsleuten der Stadt. Dabei seien sie nicht allein für die Zeil zuständig, sondern auch für die Leipziger, Berger, Schweizer und Königsteiner Straße.

Stadt attraktiver machen

Das Budget, mit dem die neugeschaffene Abteilung City-Marketing auskommen soll, ist mit 50 000 Euro pro Jahr freilich nicht üppig. Das sieht auch Tarkan Akman so. Er hofft, dass von den Einnahmen aus dem Tourismusbeitrag, die die Stadt seit Beginn dieses Jahres von Besuchern der Stadt erhebt, „ein größerer Anteil“ den City-Managern für ihre Arbeit zufließt. Einen Wunschbetrag mag er nicht nennen. „Bei zwei Euro pro Tag und Besucher wird einiges in den Topf kommen. Da müssen wir sehen, was möglich ist.“ Und legt mit einem Statement nach, um die Bedeutung der neuen Abteilung zu unterstreichen: „Was wir hier machen, ist das Innenleben der Stadt attraktiver machen.“ „Eine komplexe Thematik“, kommentiert IHK-Geschäftsführer Alexander Theiss. Er begrüße ausdrücklich die Realisierung der Idee, eine Abteilung für City-Management einzurichten. „In anderen Städten ist das auch keine One-Man-Show“, so Theiss. „Entscheidend ist aber, was dabei rum kommt.“

Die City-Manager müssten Stadt und Wirtschaft wirkungsvoll miteinander verbinden und deshalb einen guten Draht in die Verwaltung haben. „Um nicht an der Tür kratzen zu müssen, wenn es etwa um Genehmigungen geht“, so Theiss. Die Idee eines regelmäßig zusammenkommenden Runden Tisches mit Spitzenvertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft begrüße er ausdrücklich. Neben der Attraktivitätsteigerung der Innenstadt sei zudem die Stärkung der Stadtteile ein wichtiges Thema, nicht zuletzt auch, um dem Online-Handel etwas entgegenzusetzen.

Von Sylvia Menzdorf

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