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Kampfstark und zuletzt auch torgefährlich: Beim jüngsten 3:1-Erfolg in Baunatal erzielte Tim Fließ (rechts) den Führungstreffer für die ?Roten?.

Hessenliga Fußball

„Dreier“ sollen es sein

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Bereits heute Abend rollt in der Hessenliga wieder der Ball. Während Viktoria Kelsterbach ein Heimspiel hat, muss sich Rot-Weiss Frankfurt in der Fremde behaupten.

Wer hätte schon gedacht, dass der Kampf um die Meisterschaft in der Fußball-Hessenliga noch einmal so spannend werden könnte? „Ich habe damit nicht so wirklich gerechnet, auch wenn der kleine geheime Traum immer im Hinterkopf war“, sagt Trainer Daniyel Cimen von Rot-Weiss Frankfurt, dessen Team am heutigen Mittwoch (19.30 Uhr) mit einem Sieg im Nachholspiel beim SV Steinbach den zweiten Platz erobern und zunächst einmal bis auf drei Punkte an Tabellenführer Hessen Dreieich heranrücken könnte.

Die Planungen von Viktoria Kelsterbach für die kommende Saison in der Verbandsliga Mitte laufen schon seit Wochen. Alles andere wäre nach zuletzt fünf Niederlagen, zudem ohne eigenen Torerfolg, auch fatal. Am Mittwochabend steht das vom Osterwochenende vorgezogene Heimspiel für den Tabellenvorletzten an: Um 19.30 Uhr erwartet der Aufsteiger den TSV Lehnerz im Sportpark.

„Wir müssten endlich mal wieder in Führung gehen, wir brauchen dringend ein Erfolgserlebnis“, sagt Ralf Horst. Kelsterbachs Trainer meinte, dass sich die Mannschaft auch beim 0:3 in Lohfelden „ganz gut verkauft“ habe. Bitter seien aber einfach die zahlreichen Ausfälle. Acht Stammspieler fehlten in Nordhessen. Durch die Gelb-Rote Karte für Atay Koustar wird die Personalsituation noch düsterer. Auch Philipp Langelotz, der zuletzt einige Male von Anfang an ran durfte, steht wegen einer Studienfahrt nicht zur Verfügung. Zumindest sollen heute zumindest wieder Marius Antinac, Florian Fischer, Marc Eichfelder und Dominic Machado nach Krankheiten und Verletzungen einsatzfähig sein. Ralf Horst hofft auf ein Lebenszeichen seines Teams. Ein Anfang wäre schon mal ein Torerfolg – möglichst in Verbindung mit einem Heimsieg.

Mit sechs Siegen seit der Winterpause brachte sich Rot-Weiss Frankfurt in die Position, wieder aus eigener Kraft den Spitzenrang erobern zu können. „Und jetzt wollen wir alles daransetzen, den nächsten ,Dreier‘ einzufahren. Es ist sehr spannend, denn die anderen Verfolger lassen ja im Moment auch nicht wirklich Punkte liegen“, sagt Trainer Daniyel Cimen.

In Steinbach stehen Rot-Weiss wieder Vuk Toskovic, Ertugrul Erdogan und Damir Topcagic zur Verfügung. „Das ist schon fast ein Luxusproblem, denn jetzt haben wir drei gleichstarke Innenverteidiger. Das wird mir einiges Kopfzerbrechen machen“, sagt Cimen, zumal Topcagic-Vertreter Marko Kopilas zuletzt in Baunatal extrem überzeugt habe: „Er war der Fels in der Brandung, das war schon eine sehr, sehr gute Leistung.“

Nichts Neues gibt es am Brentanobad in Bezug auf die Regionalliga-Meldung, die bis zum 18. April erfolgen muss. Angesichts des gestrigen Insolvenzantrags des Noch-Drittligisten FSV Frankfurt darf man besonders gespannt sein, ob es in der kommenden Saison vielleicht sogar ein Frankfurter Derby geben wird – und ob das in der Regionalliga oder der Hessenliga sein wird. Für den Amateurfußball in der Stadt wäre das sicher eine spannende Angelegenheit.

(rst)

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