Wenn die Herrschaften von "GlasBlasSing" zu ihrer "Happy Hour" laden, geht es nicht darum, ob die Bierflasche halb voll oder halb leer ist - für die auf Flaschen und Gläsern spielenden Musiker ist sie einfach ein Cis. FOTO: Yves Sucksdorff
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Wenn die Herrschaften von "GlasBlasSing" zu ihrer "Happy Hour" laden, geht es nicht darum, ob die Bierflasche halb voll oder halb leer ist - für die auf Flaschen und Gläsern spielenden Musiker ist sie einfach ein Cis.

Kultur in Frankfurt

Durchatmen - und in die Flasche pusten

  • Holger Vonhof
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Das Neue Theater öffnet nach vielen Monaten endlich wieder

Nach vielen Monaten Spielpause freut sich das Team des Neuen Theaters Höchst auf die bevorstehende Herbstsaison. Los geht's am 3. September. Das Foyer der Höchster Kleinkunstbühne in der Emmerich-Josef-Straße 46 a ist frisch gestrichen, der Café-Bereich bekommt neue Möbel, und - daran führt kein Weg vorbei - die Desinfektionsspender werden frisch aufgefüllt.

Die neue Corona-Verordnung der Landesregierung erlaubt zumindest eine vorsichtige Öffnung. Mit Zutritts- und Abstandsregeln, einer von rund 250 auf 99 verringerten Gästezahl und durchgängiger Lüftung ist ein fast unbeschwerter Vorstellungs-Genuss wieder möglich. Für alle Fans von Kabarett, Comedy und Musik, die jetzt lange warten mussten, gibt es nun wieder Eintrittskarten.

Los geht's mit Dave Davis, dem "Sunshine-Generator" der Comedy-Szene: Er spricht und singt am Freitag, 3. September, in seinem Programm "Ruhig, Brauner!" ein Plädoyer für Lebensfreude und Zufriedenheit - gerade auch in Zeiten wie diesen. "Erst mal durchatmen" empfiehlt am Samstag, 4. September, Frieda Braun aus dem Sauerland.

Eine Oper aus der Höchster Psychiatrie

Das Musikprogramm des Neuen Theaters startet am 5. September mit der Uraufführung von August Scheuflers Oper "Frittenmoni". Diese Produktion mit zehnköpfigem Orchester, vier Sängerinnen und Chor ist auch für das Neue Theater eine echte Premiere. Scheufler, in Unterliederbach lebender Blues-Musiker, hat lange Jahre in der Psychiatrie des Klinikums Höchst gearbeitet; diese Inspiration ist in "Frittenmoni" eingelaufen. Musikalisch geht es weiter mit der Formation "GlasBlasSing" am 7. September: Die schräge Band kommt mit ihrer "Happy Hour" nach Höchst. Die vier Flaschenmusiker nutzen virtuos alle möglichen Gefäße für ihre Konzerte. In einer Zeit, in der die meisten darauf schauen, was ihnen fehlt und was sie stört, fragen sie: Was tut uns gut? Warum vergisst man das immer wieder? Kann man Glück haben und gleichzeitig glücklich sein? Kann man auf der Bühne wirklich ein Glücksrad über die Lied-Reihenfolge entscheiden lassen? Und: Ist eine bis zur Mitte gefüllte Bierflasche halb voll oder halb leer? Ihre Antwort: Weder - noch - es ist ganz einfach ein Cis.

Am 8. September fragt Lizzy Aumeier "Wie jetzt..?!", und am 9. und 10. September gehen "Sekt & the City" in "Die letzte Runde".

Hör-Kino diesmal live

Witzeerzähler Markus Barth kommt am 12. September, und Hör-Kino wie weiland von der Cassette, nur diesmal live, gibt es am 15. September mit "Die Ferienbande - Meltwown im verfluchten Horror-Hotel".

Chansonnier Frank Fischer beehrt das Neue Theater am 17. September.

Die Hamburger A-Cappella Truppe "LaLeLu" stellt am 18. und 19. September ihr "unplugged - Musik pur"-Programm vor. Mit dem Konzert von Pe Werner steht am 30. September ein besonderer Abend an: Die Sängerin, Texterin und Komponistin aus Südhessen, die mit "Kribbeln im Bauch" den musikalischen Durchbruch schaffte, präsentiert gemeinsam mit Peter Grabinger am Klavier eine witzig-melancholische Musikrevue.

Karten für die Vorstellungen gibt es unter www.neues-theater.de, am Kartentelefon unter der Rufnummer (069) 33 99 99 33 und von Montag, 6. September an ist auch wieder die Vorverkaufskasse im Foyer des Theaters in der Emmerich-Josef-Straße 46 a täglich zwischen 16 und 19 Uhr geöffnet. Zum Theaterbesuch gilt: Geimpft, genesen oder getestet muss man sein. Und gut drauf sein. Holger Vonhof

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